Beste Staatsform

Dieses Thema im Forum "Politik, Gesellschaft & Wirtschaft" wurde erstellt von Quallenwolf, 02.10.11.

  1. Behrenard

    Behrenard

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    Die Leistung des Spekulanten liegt darin, die Fehlentscheidungen der Politik richtig vorhergesagt zu haben. Wenn der Staat keine Schulden aufnimmt, bekommt derjenige, der auf Staatsanleihen setzt, weniger Zinsen.

    Womit wir bei einem Kernproblem der heutigen repräsentativen Demokratie wären: derzeit kann man immer darauf spekulieren, daß jede Regierung immer mehr Schulden anhäuft, weil jede abgewählte Regierung ihre Schulden einfach der nächsten hinterläßt. Der Haushaltsüberschuß, den die Regierung Erhardt hinterließ, wurde von Brandt umgehend verpulvert, und die Schulden, die Schmidt hinterließ, wollte Kohl nicht abbezahlen - hätte ja Wählerstimmen kosten können.

    Eine Monarchie, in der das Staatsvermögen mit dem Privatvermögen des Fürsten identisch ist, hat keinen Grund, sich dermaßen zu verschulden - dafür gibt es dort üblicherweise andere Probleme - z.B. hängt es oft von der Persönlichkeit des Fürsten ab, ob individuelle Freiheitsrechte beachtet werden und Rechtssicherheit besteht, oder ob die Monarchie zum Polizeistaat mit schrankenloser Behördenwillkür entartet.

    Die "beste Staatsform" (um zum eigentlichen Thema zurückzukommen, denn "ungleiche Verteilung der Vermögen" vs. "Gleichmäßige Verteilung des Elends" wie Churchill es formulierte, ist eher eine Frage der Wirtschaftsform) die beste Staatsform könnte ich einem System konkurrierender Regierungen bestehen: jeder entscheidet selbst, von welcher Partei er regiert werden möchte. Genau wie man jede Woche neu entscheidet, ob man den Wocheneinkauf bei Aldi, bei Lidl, bei Netto oder bei Penny macht, kann man bei jeder Steuererklärung entscheiden, ob man seine Steuern an die FDP, die CDU, die SPD, die Grünen die Piraten oder die LINKE zahlen will. Wer sich für die Grünen entscheidet, zahlt Ökosteuer, darf abtreiben, und bekommt im Falle einen Einkommensausfalls "Grüne Grundsicherung"; wer an die SPD zahlt, hat Anspruch auf Hartz-4 wie bisher und muß sich an den Ladenschluß um 19 Uhr halten; wer seine Steuern an die FDP zahlt, bekommt ein günstiges Flat-Tax-Modell, einen Anspruch auf "liberales Bürgergeld" und darf auch nach 22 Uhr einkaufen gehen; wer die PBC gebucht hat, hat niedrige Krankenkassenbeiträge, muß sich aber an alle 10 Gebote halten; und wer die Piraten "kauft", muß zwar sein Vermögen offenlegen, braucht aber dafür keine Angst vor Abmahnungen zu haben, denn für Piraten-Klienten ist Filesharing grundsätzlich legal.

    Bei den Lebensmittelanbietern gibt es freien Wettbewerb, und es funktioniert. Bei den Religionen gibt es freien Wettbewerb, und es funktioniert. Nur bei den Regierungen gibt es noch territoriale Monopole, und es funktioniert zunehmend schlechter.
     
  2. Behrenard

    Behrenard

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    Alles verwöhnte Salonkommunisten, kein einziger ausgebeuteter Arbeiter darunter. Q.E.D
     
  3. Weil Du die nun alle persönlich kennst? :D "QED" sollte man sich für Aussagen aufbewahren, die auch schlüssig sind...
     
  4. Behrenard

    Behrenard

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    ein ausgebeuteter Arbeiter hat nicht die Zeit, bei "Occupy" mitzumarschieren oder für die "Linke" im Stadtrat zu sitzen, das machen eher "ausgebeutete arbeitslose Akademiker", die niemanden gefunden haben, der sie richtig für Geld ausbeuten will.
     
  5. Ala -

    Ala -

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  6. War doch ganz witzig zu lesen - vor allem wundere ich mich, dass so viele Australierinnen - also zumindest Lutherannerinnen - so alt sind, wenn sie Kinder bekommen. Ich meine, bei einer 42jährigen spricht man ja schon eher von einer Risikogeburt. Auch wäre interessant zu wissen, warum die Daten ausgerechnet jener Stichprobenmenge ausgewählt worden sind: Warum gerade die Geburtenraten bei 40-44jährigen Frauen? Zumindest kann man ja mal für Deutschland schauen, wann da so im Regelfall die Erstgeburten vorkommen:

    [http://www.sozialpolitik-aktuell.de...politik/Datensammlung/PDF-Dateien/abbVII4.pdf

    Wie man hieraus sehen kann: http://www.bpb.de/files/B7ZXEC.pdf ist die Geburtenhäufigkeit bei Frauen jenseits der 40er eher marginal - was die Frage nach der Auswahl des Stichprobenraums ja nur zusätzlich befeuert. Oder war in diesem Stichprobenraum etwa die Verteilung entsprechend dem Wunsch des Aussagenden und wurde deshalb ausgewählt?

    Fragen über Fragen - die Aussagekraft würde ich allerdings als gegen 0 tendierend definieren.
     
  7. Behrenard

    Behrenard

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    Ein bißchen gesunder Menschenverstand kann nicht schaden - wer im Alter von 40-44 nach seiner Kinderzahl befragt wurde, gibt
    a) die Kinder an, die sie zwischen Geschlechtsreife und Befragung geboren hat oder
    b) die Kinder, die sie genau im Atersintervall 40-44 geboren hat bzw. noch gebären wird?

    Cracker, wenn Dich das Thema interessiert, (und "Religion und Evolution" interessiert Dich definitiv, sonst würdest Du hier weniger posten) dann stöber einfach mal auf den Seiten von Dr. Blume, der hat noch wesentlich mehr Beispiele, Statistiken... und wie man in einem wissenschaftlichen Blog liest und von einem Link zum nächsten surft, brauche ich Dir nicht zu erklären.
     
  8. Die Aussagekraft der gesamten Statistik ist mir aufgrund der versuchten Monokausalität unter Ausblendung aller anderen Faktoren eh zu dünn. Keine Diskussion wert.
     
  9. simpsons3

    simpsons3 Gast

    Schweig Tor! Aus dir spricht die Unwissenheit.

    Dass die Grünen und FDP auch Nachteile haben, weißt du schon, gelle? Bei der FDP ist die Liste der Nachteile sogar noch länger als die Liste der Mitglieder. ;) Und die Forderung, sein Vermögen offen zu legen kann ich bei den Piraten nirgendwo finden. Los, zeig mir den Programmpunkt, wo das steht. Los jetzt!
     

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