Brexit - und was Jetzt

Dieses Thema im Forum "Politik, Gesellschaft & Wirtschaft" wurde erstellt von 19LEXX81, 24.06.16.

  1. 19LEXX81

    19LEXX81

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    So der Brexit ist entschieden doch was kommt jetzt haltet ihr die Entscheidung sinnvoll oder war das ein großer Fehler der Briten? Schreibt bitte eure Meinung dazu sachlich und begründet bitte auch eure Meinung!
     
  2. Lord321

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    wirtschaftlich sinnvoll sicher nicht, egal was alle befürworter sagen, es wird eine imense auswirkung auf die britische wirtschaft haben

    obs emotional richtig war kann ich nciht sagen, bin kein britte.

    auf alle fälle wird es ein wunderbares experiment, wenn die auswirkungen auf die britische wirtschaft sehr gering ausfallen dann werden sicher auch andere länder versuchen einen austritt zu wagen, wenns allerdings richtig berg abgeht mit der wirtschaft, werden wohl viele euroskeptiker verstummen.
     
  3. 19LEXX81

    19LEXX81

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    Ich bin mal gespannt was jetzt mit Schottland und Nordirland passiert (beide Länder sind mehrheitlich gegen den Ausstieg).
     
  4. Lord321

    Lord321

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    naja in schottland wirds sicher über kurz oder lang ne volksabstimmung geben, die wurde ja bisher immer wieder durch zugeständnisse verhindert, aber jetzt dürfte die sache wohl anders aussehen.
     
  5. spock

    spock

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    Und schon machen die Brexit Befürworter den ersten Rückzieher.
    So von wegen das was die Briten nicht an die EU zahlen kommt den Briten zugute.

    Und Fußballer aus der EU gelten jetzt als Ausländer, die dürfen dann nicht mehr ohne weiteres spielen, wer will denn dann noch in die Premier League.
     
  6. Quallenwolf

    Quallenwolf

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    Gegen ein 2. Referendum in Schottland sprechen einige Faktoren.

    1. Die nationalistische SNP hat ihre absolute Mehrheit im Parlament verloren.
    2. Die schottische Regierung hat keine Berechtigung ein 2. Referendum durchzuführen. Auch beim 1. Referendum hat es einer Erlaubnis aus England bedarft. England kann ein 2. Referendum also einfach blockieren.

    Ich denke die langfristigen Folgen werden absolut überschätzt.
    Die Regierung Großbritanniens muss nun eine Absichtserklärung zum Austritt aus der EU an den europäischen Rat schicken. Durch die Regierungskrise in England wird sich das eine Weile hinziehen.
    Nachdem diese Absichtserklärung übermittelt worden ist, muss die Regierung Großbritanniens ein Abkommen über die Einzelheiten des Austritts UND trifft ein Abkommen, dass den "Rahmen für die künftigen Beziehungen dieses Staates zur Union berücksichtig[en] wird".
    Zur Aushandlung dieses Abkommens gibt es eine Frist von 2 Jahren. Mit qualifizierter Mehrheit kann diese jedoch beliebig verlängert werden.

    Da Großbritannien mehrere Optionen für eine weitere Zusammenarbeit mit der EU hat und diese alle erst national und dann mit der EU verhandelt werden müssen, werden die Verhandlungen sich möglicherweise über Jahre ziehen, in denen GB weiterhin Mitglied der EU ist.
    Die EU kann kein Interesse daran haben, dass GB nicht Mitglied im EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) ist. Aber zu den Bedingungen die Norwegen akzeptiert hat, wird GB nicht Mitglied im EWR werden. Also muss man hier große Kompromissbereitschaft von Seiten der EU zeigen, oder GB wird nicht Mitglied im EWR bleiben.
    Ein Schweizer Modell (über 120 multilaterale Abkommen mit der EU) wäre noch zeitintensiver und müsste ebenfalls erweitert werden, weil auch das für GB einige Nachteile hätte.
    Ich rechne damit das GB noch für 5 Jahre in der EU bleiben wird und dann zu anderen Konditionen in der EU verbleiben wird, denen bei einen 2. Referendum zugestimmt wird.

    Die Brexit Befürworter machen keinen Rückzieher. Da sie nicht in der Regierung sind, haben sie auch keinen Einfluss auf die Verteilung der Gelder. Natürlich könnten sinkende Ausgaben so eingebracht werden, wie das die Brexit Befürworter vorgeschlagen haben, aber sie haben darauf keinen Einfluss.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25.06.16
  7. Lord321

    Lord321

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    das mit dem blockieren, da begeben wir uns wieder sehr unsicheres terrain, manchmal zählt das selbstbestimmungsrecht der völker mehr als nationales gesetzt, manchmal nicht.

    und bei 77% gegen den austritt, kann sich sehr schnell die regierung ändern.

    das das ganze sich mehr als 2 jahre hinziehen wird hat grönland schon bewiesen, da haben die verhandlungen 3 jahre gedauert, und um viel mehr als fisch gings da nicht wirklich.
    und im gegensatz zu dir denke ich nciht das die 5 jahre verhandlungegn der wirtschaft einen aufschub geben, denn wenn ich güter für den eu markt in gb produzieren würde, würde ich sicher ein zweitwerk auf dem kontinent errichten, oder direkt alles schon umsiedeln, dann gleich nach osteuropa, da sind die löhne auch noch günstiger.
    also selbst wenn nach 5 jahren gb ähnlich freien handel betreiben kann wie bisher wird die industrie sicher nciht so lange und mit nicht gewissen ausgang warten.
     
  8. Quallenwolf

    Quallenwolf

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    Es haben lediglich 62% in Schottland gegen den Brexit gestimmt. Nicht 77%.

    Wir bewegen uns da eigentlich überhaupt nicht in unsicheren Terrain. Großbritannien ist eine Atommacht, eine Militärmacht und hat einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat. Wenn Großbritannien nicht möchte, dass Schottland sich abspaltet, dann wird sich Schottland nicht abspalten. Das liegt alles im Ermessen von Großbritannien.

    Ich glaube du verstehst das nicht ganz. Solange die Verhandlungen dauern wird Großbritannien Mitglied der EU bleiben. Mit guter Chance wird Großbritannien zumindest den EWR nie verlassen. Alles andere ist für die Wirtschaft auch uninteressant.
     
  9. 19LEXX81

    19LEXX81

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    Russland ist ebenfalls eine Atommacht und hat ebenfalls ein ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat trotzdem konnten sie es nicht verhindern das sich einige Staaten für unabhängig erklärten als die UDSSR zusammenfiel. Ich will jetzt nicht sagen dass GB dem Untergang geweiht ist aber es ist möglich.
     
  10. Quallenwolf

    Quallenwolf

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    Der Unterschied zwischen der UDSSR und Großbritannien sollte allerdings schon ein Begriff sein?

    Schottland kann sich nicht abspalten. Genauso wenig wie es Katalonien kann. Es wird nur gehen wenn die jweilige Zentralregierung zustimmt.
     
  11. spock

    spock

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    Zitat "Der britische Rechtspopulist Nigel Farage hat sich kurz nach dem EU-Referendum von einem zentralen Versprechen der Brexit-Kampagne distanziert. In der ITV-Sendung „Good Morning Britain“ sagte der UKIP-Politiker, er könne nicht garantieren, dass wie von den Brexit-Befürwortern angekündigt 350 Millionen Pfund pro Woche statt an die EU nun an das Gesundheitssystem NHS gingen. „Das war einer der Fehler, die die „Leave“-Kampagne gemacht hat“, sagte Farage."

    Und zu deiner Erinnerung Cameron ist zurückgetreten und der neue Kanzler wird ein Brexitkaner sein.

    Und das wird nicht das einzige sein denn sollten die Briten in Wirtschaftsraum bleiben wollen müssen sie das nächste Versprechen brechen.

    Dann nimm den Kosovo als Beispiel und die Krim.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.06.16
  12. Mim le Fay

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    Die Finanzmärkte hat es arg durchgewirbelt. Nach meinen Informationen haben die großen Kapitalanlagegesellschaften und Industrieunternehmen nicht wirklich damit gerechnet, was auch die Finanzmärkte heute wiedergespiegelt haben. Eine riesengroße Unsicherheit die sich sicherlich auch nicht schon nächste Woche wieder klärt.

    Kein guter Tag für die eh schon gebeutelten europäischen Lebensversicherer & Co.

    Zweiter Punkt ist das die Londoner Börse die größte europäische Börse überhaupt ist/war. Es ist zu erwarten, das diese nun verlegt werden wird. Das wird ganz klar in GB zu Einnahmeverlusten führen, und die sind bei den dort gehandelten Summen auch nicht gerade ein Taschengeld.
     
  13. 19LEXX81

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    weil du es von der Londoner Börse hast nicht zu vergessen dass die geplante Fusion mit der deutschen jetzt auch ins Wasser fallen wird.
     
  14. Mim le Fay

    Mim le Fay

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    Nicht unbedingt; denn dann stünde der übernehmende Part ja schon fest. Des einen Pech ist des anderen Glück ;)

    Allerdings gibt es in Europa noch einige andere Standorte die in Frage kommen.

    Schaum wir mal, möglicherweise wird es ein wenig die Baubranche unterstützen; neue Bürogebäude fallen ja nicht vom Himmel ;)
     
  15. Quallenwolf

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    Der neue Premier wird ein Mitglied der Tories sein und damit (wahrscheinlich) ein Vertreter von Bremain. Die Brexit Kampagne hat überhaupt keinen Einfluss auf die Verwendung von Geldern aus den Haushalt von Großbritannien. Sie können nur Möglichkeiten aufzeigen.

    Die Krim ist eine völkerrechtswidrige Annexion, welche noch nicht einmal China anerkannt hat. Ich denke die Wahrscheinlichkeit, dass eine andere Nation in der Atommacht Großbritannien einfällt und Schottland annektiert ist relativ gering.

    Der Kosovo wird lediglich von der Hälfte der UN als unabhängige Nation anerkannt. Dazu ist auch hier der Vergleich völliger Irrsinn. Der Kosovo ist ein ehemaliger Teil Jugoslawiens und wurde bei dessen Zerfall von der NATO übernommen und unter ein UN Mandat genommen.
    Ohne diese Vorgänge hätte Serbien eine Unabhängigkeit verhindert. Das man Teile Großbritanniens mit einen UN Mandat besetzen kann, halte ich für ausgeschloßen.
     
  16. Olympia- Caotis

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    Das politische System in Russland und GB ist vollkommen anders. Die Britische regierung hat eine viel größere zustimmung in der bevölkerung als die UDSSR damals, zudem kann GB auf die militärische hilfe der Nato zählen.
     
  17. 19LEXX81

    19LEXX81

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    Naja zeichnet sich eine Demokratie nicht dadurch aus, dass das Volk entscheiden lässt. Wenn also die schottische Bevölkerung entschließt sich als unabhängig zu erklären, sollte das die Regierung nicht respektieren?
     
  18. Quallenwolf

    Quallenwolf

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    Erklären nicht momentan alle Gegner des Brexit und alle Befürworter der EU warum man solche Fragen nicht per Volksentscheid entscheiden sollte?

    Im übrigen hat Schottland bereits vor 2 Jahren darüber abgestimmt. Es ist keine Demokratie solange über etwas abzustimmen bis mir das Ergebnis passt
     
  19. 19LEXX81

    19LEXX81

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    Nur haben sich inzwischen die Umstände drastisch geändert und vielleicht hat die Bevölkerung nun eine andere Meinung als vor zwei Jahren.
     
  20. Nea-Polis

    Nea-Polis

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    Ich würde mir weniger Sorgen um Schottland machen, als um Nordirland. Noch kann jeder katholische Nordire einfach über die Grenze zu seinen Verwandten gehen. Demnächst ist diese Grenze dicht, da sie eine EU-Außengrenze wird. Dazu kommt, dass Nordirland mehrheitlich in der EU bleiben will und Sinn Féin bereits (wieder einmal) die Wiedervereinigung mit der Republik Irland fordert. Der Bürgerkrieg ist gerade mal 20 Jahre her und das Pulverfass ist immer noch wohl gefüllt.
     

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