Brexit - und was Jetzt

Man wählt nicht eine der drei Möglichkeiten. Die Unabhängigkeit Schottlands würden in jedem dieser drei Szenarien gleich aussehen.

Welche Möglichkeit es letztlich ist, wird sich am Verhalten der Übrigen Akteure zeigen. Und da ist eben die Frage, ob das ganze als Spaltung von Großbritannien, Austritt von Schottland aus Großbritannien oder als Auflösung Großbritanniens gesehen wird. Das entscheidet aber weder Schottland alleine, noch Rest-Großbritannien alleine, sondern die anderen Beteiligten durch Anerkennung als Rechtsnachfolger des UK, oder eben nicht. Sollten aber Staaten Schottland als (Teil-)Rechtsnachfolger des Vereinigten Königreichs anerkennen, dann kann Schottland durchaus auch die EU-Mitgliedschaft des UK "übernehmen".
Die Wahrscheinlichkeit einer Übernahme der EU Mitgliedschaft sehe bei unter 1%. Mehrere EU Mitgliedstaaten (vmtl. angeführt von Spanien) würden sich mit Händen und Füßen gegen diese Auslegung wehren. Die mögliche Blockade einer EU Mitgliedschaft ist für viele Nationen ein gewichtiges Argument gegen Sezessionsbewegungen im eigenen Land. Daher sah sich Brüssel bereits im Fall Katalonien gezwungen klar zustellen, dass eine Unabhängigkeit den Austritt aus der EU nach sich zieht.
Ich glaube kaum das Länder wie Spanien, Belgien und Italien die von zahlreichen Sezessionsbewegungen betroffen sind, einen Präzedenzfall mit Schottland zustimmen würden und damit Sezessionsbewegungen im eigenen Land stärken würden.

Die SNP regiert aber und wird von den Grünen geduldet, die ebenfalls für ein 2. Referendum sind.
Wann haben sich den die Grünen in Schottland für ein 2. Referendum ausgesprochen. Noch gibt es keine eindeutige Aussage von den Grünen zu diesen Thema. Man würde wohl zustimmen, aber bis jetzt ist das nur Spekulation (außer ich habe was gravierendes verpasst).

Die Berechtigung kann man sich einholen. Zumal die Frage, ob die Erlaubnis wirklich gebraucht wird nie tatsächlich entschieden wurde.
Die Kompetenzen der schottischen Regierung sind im Scotland Act geregelt. Der regelt nicht nur, dass man für solche Fragen Zustimmung aus London braucht sondern u.a. auch
"This section does not affect the power of the Parliament of the United Kingdom to make laws for Scotland."

In Nordirland haben im übrigen bereits die Regierungschefinnen von Nordirland und Irland einen Austritt Nordirlands aus dem UK dementiert.
 
Weil es bereits 2014 Pläne gab, wie man zur Unabhängigkeit kommt. Falls 2014 JA gewählt worden wäre, hätte Schottland versucht bis 2017 unabhängig zu sein und alles darunter wurde als unrealistisch bezeichnet. Warum sollte das nun anders sein.
Okay. Mir war nicht bekannt, dass damals eine zeitliche Prognose abgegeben wurde.

Die Wahrscheinlichkeit einer Übernahme der EU Mitgliedschaft sehe bei unter 1%. Mehrere EU Mitgliedstaaten (vmtl. angeführt von Spanien) würden sich mit Händen und Füßen gegen diese Auslegung wehren.
Wahrscheinlich ist es nicht. Unmöglich aber auch nicht...

Wann haben sich den die Grünen in Schottland für ein 2. Referendum ausgesprochen. Noch gibt es keine eindeutige Aussage von den Grünen zu diesen Thema. Man würde wohl zustimmen, aber bis jetzt ist das nur Spekulation (außer ich habe was gravierendes verpasst).
Ich habe dazu nur gelesen, dass das Kabinett Schottlands sich einig ist ein 2. Unabhängigkeitsreferendum abhalten zu wollen und dass die Grünen Zustimmung signalisiert haben...
 
Und Abgeordnete sind absolut unbeeinflussbar? Ich halte es für verfehlt da 600 Abgeordneten im deutschen Bundestag (als Beispiel) für kompetenter als das deutsche Volk (um im Beispiel zu bleiben) hinzustellen. Und auch die allumfassende Sachkenntnis, die wohl jedem Politiker bescheinigt wird möchte ich durchaus in Zweifel ziehen.
Die 600 Abgeordneten würden zumindest nicht für einen Ausstieg beim Euro abstimmen wenn dies zur Wahl stände, bei der deutschen Bevölkerung wäre ich mir da nicht so sicher.
 
Die 600 Abgeordneten würden zumindest nicht für einen Ausstieg beim Euro abstimmen wenn dies zur Wahl stände, bei der deutschen Bevölkerung wäre ich mir da nicht so sicher.
Und was gibt dir die Kompetenz zu entscheiden, dass ein Euro Ausstieg nicht das richtige wäre? Finde das immer spannend wie schnell alle die nicht deiner Meinung sind Idioten sind ^^
 
Tatsache ist das sich Deutschland finanziell ruinieren würde wenn es aus dem Euro aussteigen würde. Und btw das böse I Wort hast du geschrieben und nicht ich
 
Das müßtest du bitte mal erklären, wieso sich ein Dauer-EU Einzahler ruinieren würde?

Nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht, aber die Erklärung dazu interessiert mich brennend.
Weil wir unbezahlbar teuer werden würden. Wir profitieren von den Schwachen des Bündnisses. Wenn wir eine eigene Währung hätten, müsste der Rest der Welt diese so teuer einkaufen, dass unsere Produkte auf dem Weltmarkt einfach preismäßig nicht konkurrenzfähig wären. Den Schweizern ist das passiert. Auch die Japaner kämpfen schon seit Jahren mit einer zu starken Währung.

Genau dies wird uns auch vorgeworfen. Wir profitieren am meisten von der ganzen Sache. Ich habe schon immer gesagt, die einzigen, die dringend raus müssten, sind wir, dann hätten die anderen eine echte Chance zu genesen.
 
Tatsache ist das sich Deutschland finanziell ruinieren würde wenn es aus dem Euro aussteigen würde. Und btw das böse I Wort hast du geschrieben und nicht ich
Das hast du also untersucht und bist in einer wissenschaftlichen Behandlung dieses Themas zu dieser Auffassung gekommen? Was für ein Modell hast du den zur Berechnung angewandt?

Spannend auch das einige Volkswirte zu einer ganz anderen Meinung als du kommen. Man könnte also meinen, dass diese Situation überhaupt nicht so klar ist, wie du das hier suggerierst.

Aber ich denke dein Dr. Titel in VWL berechtigt dich sicher dazu, anderen Absolventen der VWL die fachlichen Kentnisse abzusprechen ^^
 
Das müßtest du bitte mal erklären, wieso sich ein Dauer-EU Einzahler ruinieren würde?

Nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht, aber die Erklärung dazu interessiert mich brennend.
Das ist nur meine Perspektive. Ich kann nicht garantieren, dass alles wissenschaftlich korrekt ist.
Deutschland ist ein Exportland. Mit dem Einführung des Euro hat Deutschland eine Währung bekommen, die zu schwach für seine Wirtschaft war und ist. Eine schwache Währung führt dazu, dass es für andere Länder billiger wird unsere Waren zu kaufen. Mit eine stärkeren Währung wären deutsche Produkte nicht in dem Menge gefragt und verkauft wie sie es sind und Deutschlands Einnahmen wären geringer. Demnach würde es unserer Wirtschaft und damit den meisten von uns schlechter gehen.
Es sind aber nicht nur Exporte ins EU-Ausland, die uns unseren Wohlstand bringen, sondern auch Exporte in Länder innerhalb der Eurozone. Warum das ?
Während Deutschland eine zu schwache Währung bekommen hat, haben andere Länder eine zu starke bekommen. Das beste Beispiel ist ja Griechenland. Die hatten auf einmal deutlich mehr Kaufkraft. Infolgedessen hat Griechenland angefangen alles Mögliche zu importieren. Wir profitieren sogar immer noch von Griechenlandexporten. Selbst im Jahr 2015 hat Deutschland Waren im Wert von 4,6 Mrd. € nach Griechenland exportiert. Linke Spalte 039
Hätte Griechenland noch die Drachme, dann hätten wir in den Jahren seit Einführung des Euro sicher nicht so viel Gewinn dort machen können.

Wenn wir aus dem Euro aussteigen würden, dann würde mit Sicherheit ein relativ großer Teil unserer Exportwirtschaft wegfallen und der Rest weniger profitabel werden. Damit würden Arbeitsplätze und ganze Firmen verschwinden. Steigende Arbeitslosigkeit und geringere Löhne aufgrund geringerer Profite wären mMn. die Folge.

Wir helfen Griechenland nicht aus Barmherzigkeit, sondern weil wir den Euro retten wollen ohne den wir wirtschaftlich bei Weitem nicht so stark wären wie wir es sind.

Das Problem mit dem Euro ist, dass unser Erfolg mit dem Misserfolg der Anderen bezahlt wird und die Folge sehen wir in der Schuldenkrise der schwächeren Euroländer. Vielleicht muss es irgendwann zu einer Auflösung der Währungsunion kommen - vielleicht aber auch nicht.

Nö. Eigentlich hat sich überhaupt kein Umstand geändert. Großbritannien ist weiterhin vollwertiges Mitglied in der EU, Großbritannien hat keine Absichtserklärung zum Austritt übermittelt und ob es überhaupt einen Austritt geben wird ist ungeklärt. Faktisch hat sich noch überhaupt nichts verändert. Möglicherweise ändert sich das in ein paar Jahren, aber bis dahin hat sich der Status nicht wesentlich verändert.
Natürlich müsste man sich auch mal fragen, was den alles als drastisch geänderte Umstände gelten soll.

Hätte Deutschland November 2015 eine Volksabstimmung zur Flüchtlingspolitik gemacht und bei dieser Abstimmung wäre Merkels Kurs bestätigt worden, wären dann die Ereignisse der Sylvester Nacht, ebenfalls ein Grund für ein 2. Referendum gewesen?

Was die nationalistische SNP hier versucht ist das Instrument der Volksabstimmung zu missbrauchen. "Großereignisse" wie die Abstimmung zum Brexit verändern, dass Stimmungsbild in einem Land. Kurzfristig. Langfristig gesehen pendelt sich die Meinung wieder auf ein normales Maß ein. Ein paar Gedankenspiele dazu

- Abstimmung zum Atomausstieg 1 Monat vor Fukushima, 1 Monat nach Fukushima und 2 Jahre nach Fukushima. Das wären 3 völlig unterschiedliche Ergebnisse, obwohl sich de facto nichts verändert hat. Die AKWs wären immer noch genauso sicher und es gäbe auch keine neuen Erkentnisse zur Sicherheit
- Abstimmung zur Einschränkung des Streikrechts 1 Monat vor den Bahnstreiks, 1 Monat nach den Bahnstreiks und 2 Jahre nach den Bahnstreiks. Wie wirkt sich das wohl auf die Umfrage Ergebnisse aus?
- Abstimmung über die Verschärfung des Demonstrationsrechts 1 Monat vor den Protesten gegen die EZB, 1 Monat danach und 2 Jahre danach. Wie glaubst du wären die Ergebnisse?
- Einschränkung des Rechts auf freie Religionsausübung sowie Einschränkung der Freiheitsrechte 1 Monat vor einen Anschlag in Berlin (nach Pariser Vorbild), 1 Monat danach und 2 Jahre danach

Volksabstimmungen dürfen sich keine kurzfristigen Effekte zu eigen machen. Ansonsten wird das Ergebnis verzerrt.


Klar können die Engländer Schottland rechtlich gesehen dazu zwingen im Königreich zu bleiben, aber außer dem Gesetz und der Tatsache, dass es 2014 schon mal ein Referendum gab gibt es kein politisches Argument, das gegen ein neues Referendum spricht.
Bei einer Volksabstimmung über AKWs in Deutschland wäre es vor und nach Fukushima sicher zu zwei deutlich unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Da hat sich die Realität nicht geändert. AKWs haben davor und danach das gleiche Unfallrisiko.
Zwischen dem schottischen Referendum und einem potenziellen Zweiten hat sich die Realität aber schon geändert.
Der Brexit ist sicher kein kurzfristiger Effekt und es pendelt sich auch nichts wieder aufs vorher normale Maß ein, denn die Normalität hat sich umgedreht.
Erst hieß aus UK raus auch raus aus der EU. Jetzt heißt aus UK raus evtl. rein in die EU. Wenn die EU Schottland nicht aufnehmen würde, wäre das natürlich zwecklos.

Das Motto der Leave-Kampagne war doch "Let's take back control !". Mit welchem moralischen/politischen Grund will man selbes Recht den Schotten verweigern ?
 
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Das hast du also untersucht und bist in einer wissenschaftlichen Behandlung dieses Themas zu dieser Auffassung gekommen? Was für ein Modell hast du den zur Berechnung angewandt?

Spannend auch das einige Volkswirte zu einer ganz anderen Meinung als du kommen. Man könnte also meinen, dass diese Situation überhaupt nicht so klar ist, wie du das hier suggerierst.

Aber ich denke dein Dr. Titel in VWL berechtigt dich sicher dazu, anderen Absolventen der VWL die fachlichen Kentnisse abzusprechen ^^
Ich habe kein Dr in VWL und auch keine fachlichen Kenntnisse in diese Richtung. Allerdings habe ich mich darüber informiert was du damit anspielen willst. Du spielst darauf an das mit einer stärkeren Währung die Einfuhr der Güter die wir für die Exportgüter benötigen ebenfalls günstiger würden. Die Frage ist nur folgende, was bringt es uns wenn wenn wir Güter günstig einkaufen könnten wenn wir die Folgegüter nicht mehr verkaufen könnten.
 
Ich habe kein Dr in VWL und auch keine fachlichen Kenntnisse in diese Richtung. Allerdings habe ich mich darüber informiert was du damit anspielen willst. Du spielst darauf an das mit einer stärkeren Währung die Einfuhr der Güter die wir für die Exportgüter benötigen ebenfalls günstiger würden. Die Frage ist nur folgende, was bringt es uns wenn wenn wir Güter günstig einkaufen könnten wenn wir die Folgegüter nicht mehr verkaufen könnten.
Ich studiere Volkswirtschaftslehre und die Situation ist nicht so einfach wie du das suggerierst. Du versteifst dich bei deiner Betrachtung lediglich auf die Stärke der Währung, obwohl die notwendige Modellbetrachtung weit umfangreicher ist.

Man könnte z.B. argumentieren, dass die Auflösung des Euro Raums zu einer massiven Währungsabwertung bei den Staaten Südeuropas führen würde die in der Folge an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen würden und langfristig somit mehr exportieren könnten.
Man könnte auch argumentieren, dass der Euro zum Scheitern verurteilt ist und Deutschland immer höhere Risiken eingeht und am Ende beim unvermeidlichen Ende des Euros den Ausstieg nicht mehr abfangen könnte.
Man könnte argumentieren, dass der Verlust der Kontrolle über die Notenbankpolitik ein zu großes Risiko mit langfristigen Folgen für Deutschland ist.
Man könnte argumentieren das es Ausgleichseffekte bei einen Ausstieg geben würde, die die negativen Effekte ausgleichen würde.

Ich bin sicher man könnte auch 1000 andere Ansätze finden. Das sind nur ein paar Beispiele von mir. In der Volkswirtschaftslehre betrachten wir Modelle die versuchen mit möglichst vielen Parametern die Realität möglichst genau abzubilden. Sich auf einen Parameter zu beschränken bringt überhaupt nichts.

Ich würde empfehlen wenn du dich für Wirtschaft interessiert "American Economic Review" zu beziehen. Das ist eine der renomiertesten Fachzeitschriften im Bereich Volkswirtschaft und ist (sofern du Student bist oder gut verdienst) relativ erschwinglich.
 
Die Frage ist nur folgende, was bringt es uns wenn wenn wir Güter günstig einkaufen könnten wenn wir die Folgegüter nicht mehr verkaufen könnten.
Ich kann mich natürlich irren, dann kann mich ja unser VWL-Experte korrigieren, aber ausgehend von diesen von dir genannten Voraussetzungen wäre es doch dann auch so, dass so die (Produktions-)Kosten der Folgegüter dadurch sinken würden (benötigte Güter können günstiger erworben werden), was dazu führt, dass auch das Folgegut dann günstiger exportiert werden könnte, trotz starker Währung.
 
Ich kann mich natürlich irren, dann kann mich ja unser VWL-Experte korrigieren, aber ausgehend von diesen von dir genannten Voraussetzungen wäre es doch dann auch so, dass so die (Produktions-)Kosten der Folgegüter dadurch sinken würden (benötigte Güter können günstiger erworben werden), was dazu führt, dass auch das Folgegut dann günstiger exportiert werden könnte, trotz starker Währung.
Nicht ganz weil die Produktions und Entwicklungskosten in der neuen Währung, ich sag jetzt einfach mal D-Mark, bezahlt werden müssten. Außerdem hast du schon einmal von einem Konzern gehört der etwas günstiger angeboten hat nur weil etwas günstiger wurde?
 
Außerdem hast du schon einmal von einem Konzern gehört der etwas günstiger angeboten hat nur weil etwas günstiger wurde?
Naja, auch große Konzerme können die Wechselkurse nicht beeinflussen. Gleichzeitig haben auch große Konzerne mehrere Standorte. Was uns zum Thema zurückführt, ziemlich wahrscheinlich haben auch diese Konzerne einen Standort in UK. Was sollen die denn deiner Meinung nach damit machen und wie sind dort zukünftige Gewinnchancen?
 
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Ich weis jetzt nicht ob das stimmt aber einige schon in Erwägung gezogen haben auf das Festland umzuziehen. Darunter auch Banken wie JP Morgan oder Morgan Stanley ich denke das sind nur einige wenige aber das wenn es entgültig wird dass dann noch einige nachziehen werden
 
Ich weis jetzt nicht ob das stimmt aber einige schon in Erwägung gezogen haben auf das Festland umzuziehen. Darunter auch Banken wie JP Morgan oder Morgan Stanley ich denke das sind nur einige wenige aber das wenn es entgültig wird dass dann noch einige nachziehen werden
Das mit den Banken bzw. Finanzplatz hatte ich ja Eingangs schon erwähnt. Das ist für alle Parteien nicht wirklich einfach. London war jedoch immer ein großer Finanzplatz und eine tolle Stadt. Ich hab damals Canary Warf kurz nach Fertigstellung besucht, es war damals ziemlich tot. Wäre schade, wenn das aufgrund des Brexit wieder passiert. Die Arbeitsplätze wären auch pfutsch, die Nichtlondoner bräuchten keinen Wohnraum mehr.

Doch was passiert mit der produzierenden Industrie?
 
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naja wenn ich etwas in den letzten Jahrzehnten gelernt habe dann das Firmen nicht unbedingt Landesloyal sind
JP Morgan und Morgan Stanley sind eh große smerikanische Banken. Ländertreu wären sie daher wenn sie ausschließlich in US Geschäft zeichnen würden. Für diese beiden Banken erschließt sich daher der EU Markt über ein Land, wo man noch nichtmal eine neue Sprache lernen muß, das ist daher überaus praktisch. Allerdings hat sich das Umfeld mittlerweile gewandelt. Geschäftssprache der Deutschen Bank ist schon seit einiger Zrit ebenfalls englisch ebenso trifft man das heute bei kleineren Firmen, wie z. B. unser InnoGames an, es ist also kein Vorteil mehr, seinen europäischen Hauptsitz in einem englisch sprachigen Land zu betreiben.

Ländertreue für das produzierende Gewerbe ist jedoch etwas anderes. Natürlich liest man immer mal, das ganze Fabriken abgebaut und in Niedriglohnländer wieder aufgebaut werden; aber die Kosten dafür sind einfach immens; die Arbeiter in dem neuen Land ungeschult, die Qualität im ersten Moment nicht zu halten.

Ich bin unsicher, ob die Firmen wirklich einfach so verschwinden, zumal ja durchaus auch UK weiterhin einen Bedarf an Gütern hat, die man erfüllen sollte, sonst machen es andere ;)
 
Also der britische Finanzminister hat heute Steuererhöhungen ins Gespräch gebracht und finanziell stabil bleiben zuu können.
 
Nicht ganz weil die Produktions und Entwicklungskosten in der neuen Währung, ich sag jetzt einfach mal D-Mark, bezahlt werden müssten. Außerdem hast du schon einmal von einem Konzern gehört der etwas günstiger angeboten hat nur weil etwas günstiger wurde?
Ja. Wenn er es für den teureren Preis (den du ja befürchtest du Umstellung auf D-Mark) nicht loswird. Also quasi: Bauteile werden billiger um und es können meinetwegen 120 Teile statt vorher 100 gekauft werden. Aus 5 Teilen baut der Konzern ein Produkt hat also satt 20 nun 24 Produkte zum selben Einkaufspreis produziert. Die wird er für seinen ursprünglichen (lediglich umgerechneten) Preis nicht los und geht dadurch runter. Wenn die Ersparnis im Einkauf entsprechend groß genug ist, sollte er auch weit genug hinunter gehen zu können, um weder Vor. noch Nachteil durch eine neue Währung zu haben, oder vertue ich mich da grade?