Bundestagswahl 2021

was wird wohl passieren am sonntag? es wird eine dreierkoalition geben.
cdu/csu, spd, grüne, fdp sind jene 4 parteien die das unter sich ausmachen werden. linke und afd werden aussen vor bleiben, unabhängig ihrer erzielten ergebnisse. wobei die linkspartei aus meiner sicht mit der 5% hürde kämpfen wird.

die 3 kanzlerkandidaten sind alles andere als leute mit weltmännischem flair. und jede/r von ihnen hat, ich nenn es mal ungereimtheiten, an der ferse.
laschet, der so herzhaft lachte im hintergrund als steinmeier den flutopfern trost spendete ließ mal eben den hamberger forst abholzen und seine rolle bei der flutkatastrophe in nrw plus andere korken sind unfein. da helfen auch die gummistiefel die er in ahrweiler trug nichts:rolleyes:
und baerbock? gehypt durch mainstream und die ÖR , aber mit den nur zu gut bekannten defiziten. ein habeck wäre der sinnvolllere kandidat.
scholz...der vergessliche,der den benzinpreis nicht kennt : er hat als skandale mehrere am hacken. der g7 gipfel seinerzeit als hamburger OB, wirecard, cum-ex, und jüngst die razzia in seiner bundesehörde.

mir ein rätsel das immernoch (derzeit 47%) cdu und spd, die klar in der groko in vielen punkten mist bauten, von den wählern in umfragen genannt werden. maskendeals, korruption und anderes - dagegen scheinen sie fast immun.
 
Sowohl die Linken als auch die CSU kämpfen mit der 5 % Hürde.
Die CSU muss in Bayern etwa 32 % erreichen um das zu schaffen.

Beide Parteien kämen aber auch beim Reißen dieser Hürde in den Bundestag.
Es greift dann die Grundmandatsklausel.
Hat eine Partei drei oder mehr Direktmandate stellt sie Abgeordnete entsprechend ihres Zweitstimmenanteils.
Bei der CSU ist das keine Frage und auch die Linken schaffen mindestens 3 eventuell sogar 5.

 
achja

Laschet wird Kanzler mit FDP und Grün
Ernsthaft?
Auch wenn die Union als stärkste Kraft aus dieser Bundestagswahl hervorgehen würde (und danach sieht es derzeit nicht aus), fehlt ihnen der zweite Koalitionspartner. Ich meine gehört (und gelesen) zu haben, dass sowohl SPD als auch die Grünen CDU/CSU auf die Oppositionsbank schicken wollen.

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/14423132-wahl-baerbock-aeussert-skeptisch-koalition-union

Laschet steckt in der Sackgasse, und da kommt er auch nicht mehr heraus; vielleicht hofft er auf ein Wunder (10-15% Stimmenplus) oder er legt sich doch mit der AFD ins Bett.....
 
nun stell dir mal kurz vor die FDP sagt nö
glaubst du wirklich die Grünen sagen dann auch nein

die dann übrig bleibende Option wäre RRG oder eher ne Minderheitsregierung
oder Neuwahlen
Neuwahlen können weder die SPD noch die Grünen riskieren. Dann kommt nämlich Söder.
 
nun stell dir mal kurz vor die FDP sagt nö
glaubst du wirklich die Grünen sagen dann auch nein
Die FDP hat schonmal gesagt: "lieber nicht regieren als schlecht regieren".
Nochmal so'n Satz und der Lindner wird geteert und gefedert.
Und zwar von seinen eigenen Leuten (bevor es die anderen tun).

Die Grünen sind mit dem Verlauf der letzten 4-6 Wochen alles andere als zufrieden. Die sehen ihr Potential bei 30%.
Aus deren Sicht spricht wenig gegen Neuwahlen.
Realistisch ist, dass uns Tante Merkel noch ein paar Monate erhalten bleibt, Ausgang offen.
 
nun
Neuwahlen bei Grün wäre besser mit Habeck
und ich sehe nicht das Baerbock freiwillig geht
 
Zuletzt bearbeitet:
Jo,
vielleicht bekommen wir (die Wähler) ja doch noch von allen Parteien das A-Team.
Ich bin davon überzeugt, dass Scholzibubi nur deshalb gerade oben steht, weil bei der Union und den Grünen die zweitbeste Wahl Kanzlerin werden möchte.
Söder vs Habeck vs Scholz
das will ich sehen:glasses:
 
Von der Prognose her reicht ja nicht mal die Klimapolitik der Grünen für die 1,5 Grad. Zumal ich den Ansatz der Wirtschaftspolitik von denen nicht in der Umsetzung sehe. Die Wahl wäre besser gewesen hätte man wie schon so oft gesagt Söder Habeck und Scholz gehabt.


Ich darf zwar nicht wählen, jedoch kann ich von der Sicht der jüngeren Generation mal sagen das zumindest ich SPD und Grüne unwählbar finde aufgrund der Steuer/Wirtschaftspolitik. Ebenso hat die CDU zu viel Dreck am Stecken mit bezahltem Lobbyismus, Maskendeals etc. und bei dem Wort Digitalisierung verstecken die sich ja unter dem Pult da 90% der CDU/CSU nicht mal die genaue Bedeutung des Worts kennen.
Die FDP ist in 50% der relevanten Themen neutral eingestellt und äußert sich gefühlt nur zur Wirtschaft. Wobei man hier sagen muss das Lindner den besten Kanzler Kandidaten abgeben würde, da er wenigstens einen Funken Kompetenz ausstrahlt. Was man von einer Baerbock, welche extreme Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache zu haben scheint nicht sagen kann. Laschet empfinde ich als Witzfigur und Scholz sollte bei seiner Artikulation eventuell aufhören die ganze Zeit zu flüstern.

long story short: Nichts scheint mir wirklich wählbar dieses Jahr (außer natürlich NPD und der 3. Weg xD)
 
Diese Trends müssen durch eine Politik umgekehrt werden, die das Wachstum nicht hemmt, also im Ergebnis durch Technologie. Wir müssen das in Deutschland vormachen - und selbst dann haben wir es noch immer leichter als die Schwellenländer.
und wann soll diese noch noch nicht erforschte technologie zum einsatz kommen? 2035? 2045? wann? und bis dahin warten wir ab? und bauen weiter schnell noch nicht genehmigte kohlekraftwerke, die mit steinkohle aus südamerika befeuert werden? oder bauen garzweiler 3 noch schnell auf?
das kann es ja nun nicht sein
wenn wir nicht jetzt, ich meine mit jetzt sofort, beginnen, werden deine (falls du das in erwägung ziehst) kinder mit mind 3 grad mehr auf der erde umgehen müssen, und was das bedeutet, muss man glaube keinem mehr erklären
wer tausende arbeitsplätze im bereich erneuerbarer energien zerstört, hat die zeichen der zeit echt nicht erkannt
und auch die wirtschaft, insbesondere die energiewirtschaft, hat ein interesse an klaren regeln, weil nur an diesen wird sie investitionen ausrichten, jedesmal hop oder top und wieder zurück und vor ist absolut ineffektiv
jo, es wird arbeitsplätze kosten, aus braunkohle auszusteigen, aber das traf in der vergangenheit auch zig tausende andere arbeitnehmer in deutschland
umschulung, alternativarbeitsplätze ggf im bereich erneuerbarer energien, das sollte ja wohl möglich sein
wir hätten bereits seit jahren vorreiter sein können, ds hätte auch die wirtschaft angekurbelt, aber nee, Lobbyismus war mehr wert als das dasein zukünftiger generationen auf diesem planeten
 
Man sollte eines offen aussprechen: Politik wird nicht mehr von den Politikern gemacht, sondern vielmehr von multinationalen Konzernen – Lobbys die unendlich Geld haben und daher ebenso großen politischen Einfluß nehmen. Bisher waren deutsche Regierungen bloß drittklassige Fernsehserien, deren Darsteller ständig ausgewechselt werden. Und talentierte Schauspieler sind nie nachgewachsen. Was mir fehlt sind humanistische, originelle, kreative Menschen in der Regierung.
Ich glaube, der mit Abstand wichtigeste Wert, den die Menschheit bewahren muß, ist die Ehrlichkeit. Wenn man zu sich selbst und zu anderen Leuten ehrlich ist, hilft das letztlich auch der "geistigen Gesundheit" der gesamten Menschheit. Denn schlechte geistige Gesundheit ist eines der größten Probleme, die die Welt heute mit sich herumschleppt. Menschen, die ehrlich und geistig gesund sind, führen keine Kriege gegeneinander. Es ist mir bewußt, daß Ehrlich -Sein heutzutage extrem unmodern ist. Es ist viel leichter zu lügen, als Lügner kommt man schneller weiter. Lügner machen die besseren Karrieren. Im Endeffekt aber ist Unehrlichkeit der Sargnagel der Menschheit, Unehrlichkeit zerstört den Menschen.
Frei zitiert aus Texten von Frank Zappa.
 
Dass wir über Verzicht den Klimawandel aufhalten ist jedenfalls noch viel unrealistischer als ihn bei weiterem Wachstum mit neuen Technologien aufzuhalten. Denn selbst, wenn wir in Deutschland so viel Wohlstand haben, dass wir auf einige Dinge verzichten könnten, werden wir den Klimawandel niemals alleine aufhalten können. Wir müssen zwar mit gutem Beispiel vorangehen, aber das schließt eben nicht nur ein, dass wir unsere Verpflichtungen erfüllen, sondern auch, dass wir sie so erfüllen, dass andere denselben Weg beschreiten können.
Und solange Diskussionen über Klimarettung (Schutz reicht da NICHT MEHR!) so geführt werden, gibt das eh nix.
In meinem Gesamt-Post habe ich zwar geschrieben, das die Lösung nicht sei, auf noch nicht definierte oder grade diffus angedachte technische Lösungen zu setzen. Das ist richtig.
Aber ich habe NICHT gesagt und meine das auch nicht, das es technishe Lösungen gibt und weitere entwickelt werden sollten!
So wie Du das jetzt gemacht hast, gehen alle Diskussionen dann den Bach runter, wenn denn dann die Beteiligten anfangen sich über ihre Standpunkte zu TEILBEREICHEN zu streiten.

Natürlich tun wir uns leichter technische Lösungen zu finden als bspw. Schwellenländer. Logo. Und da müssen wir auch ansetzen.
GLEICHZEITIG sollten wir aber auch das Signal in die Welt aussenden, das selbst wir verwöhnte Deutschen bereit und in der Lage sind, zu verzichten. Und ja: Notfalls per Order of the Mufti. Basta.
Weils normale Volk zu bequem und zu kurzsichtig ist. Bestes Beispiel für mich ist ein Geschwindigkslimit auf Autobahnen. Ehrlich? Daran hängt das Wohlergehen unseres Landes und unsere Freheit ab, wenn man den meisten Dagegen-Argumenten folgt?
Es gibt noch 2 Länder ohne Begrenzung: Afghanistan und Deutschland. Hey - Vorbildcharakter! Lass uns auch deren Frauenbild übernehmen. Spart viel Kraft und Energie wegen wegfallender Diskussionen. Und das Gendersternchen fällt weg. *kopfschuettel*

Gravierender beim Punkt Lebensmittel ist aber die Verschwendung derselben. Auch der, die hier produziert werden.
Mehrere Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr in D vernichtet. (27 Millionen Tonnen ?? = 27 Mio / 40t-1 LKW)
Wir belegen einen der Spitzenplätze in Europa.
Wieviel Ressis werden bei der Herstellung verbraucht?? Hier spreche ich u.a. auch den Fleisch- u. Wurstbereich an. In dem werden jährlich noch zusätzlich zig tausend Tonnen Antibiotika eingesetzt, die dann auch in unser Grundwasser gelangen (noch ein Punkt) und uns gesund erhalten (Achtung: IRONIE).
Bauern pflügen massenhaft ihre Produkte unter, da i-welche Marketingfuzzis vor Jahren "erkannt" haben wollen das wir Kunden/Verbraucher keinerlei krumme Äpfel usw kaufen wollen (sehr viele alte unnütze EU-bestimmungen zu Größe usw., die gerne als Bsp. für deutsche Machtlosigkeit angeführt werden, gelten nimmer. EU sei Dank. die kann manchmal lernen.)

So kommt ein machbarer Punkt zum nächsten, ohne das wir uns groß anstrengen müssten. Und dann kommt ein Ergebnis über die Menge der Maßnahmen zustande.
Meine Postings sind lang genug. Wenn ich jetzt jedes Mal dazu schreiben muss, was für Maßnahmen ichnoch für sinnvoll halte, damit jeder sich ein genaueres Bild von meiner Gesamtargumentation hat und so eine Einordnung des von mir aktuell vorgebrachten Arguments machen kann, ufert das hier und überall aus. Und da Ihr anderen dann dasselbe Recht habt, blickt schon hier dann keiner mehr durch ^^
 
So wie Du das jetzt gemacht hast, gehen alle Diskussionen dann den Bach runter, wenn denn dann die Beteiligten anfangen sich über ihre Standpunkte zu TEILBEREICHEN zu streiten.
Exakt. Also warum führen wir diese Diskussionen über Teilbereiche und Einzelmaßnahmen?
Warum reicht es nicht, einfach ein von Wissenschaftlern festgelegtes, einheitliches CO2-Budget für Deutschland zu errechnen, das wir bis zum Jahr X emittieren dürfen? Alle Unternehmen, die CO2-belastete Produkte und Dienstleistungen anbieten, müssen sich dann einen Teil aus diesem CO2-Budget (sog. Emissionszertifikate) kaufen. Diesen Preis werden sie wiederum an ihre Käufer weitergeben müssen, womit sich andere Unternehmen Wettbewerbsvorteile verschaffen können, wenn sie dieselbe Leistung CO2-neutral anbieten, da sie dann ja für einen geringeren Preis verkaufen können. Simple Marktwirtschaft. Auf diesem Weg werden Produkte und Dienstleistungen, die nicht CO2-neutral sind, in so kurzer Zeit wie möglich verschwinden. Je mehr von dem Budget aufgebraucht wird, desto höher steigt der Preis und desto größer wird der Anreiz für Unternehmen, ihre Produkte CO2-neutral zu machen.

Genau das passiert in Europa gerade im Übrigen schon im Energie- und Industriesektor. Es gibt den europäischen Emissionshandel, über den sich Kohleverstromer und Industrie-Unternehmen Zertifikate kaufen müssen, damit sie emittieren dürfen. Aktuell ist der Preis pro Tonne CO2 bei etwa 60 Euro, Tendenz steigend. Das ist genau das richtige Instrument für den Klimaschutz (seitdem die Schwächen des Instruments durch zu viele kostenlos zugeteilte CO2-Zertifikate u.a. behoben wurden) - und der Emissionshandel sollte auf jegliche CO2-emittierenden Unternehmen ausgedehnt werden, also etwa auf den Verkehr und den Gebäudesektor. Da gibt es in Europa aktuell noch viel Gegenwind, den man angehen muss. Außerdem muss das Ziel sein, den europäischen Emissionshandel mit denen anderer Staaten zu verknüpfen, also beispielsweise mit den USA.

Was nicht vergessen werden darf, das ist natürlich, dass es eine Übergangsphase geben wird, in der ärmere Menschen sich kein neues E-Auto kaufen können und weiterhin auf ihre Heizung angewiesen sind. Deswegen sollte mit den Einnahmen aus dem Emissionszertifikate-Verkauf die EEG-Umlage abgeschafft, die Stromsteuer gesenkt und der verbleibende Teil an die Menschen pro Kopf ausgekehrt werden. Dadurch bleiben die marktwirtschaftlichen Anreize erhalten, gleichzeitig machen wir Klimaschutz aber sozial verträglich.

Ich komme nochmal auf meine Frage "Also warum führen wir diese Diskussionen über Teilbereiche und Einzelmaßnahmen?" zurück. Ich schätze, man müsste sie so beantworten:
Weil es vielen Linken nicht nur um Klimaschutz geht, sondern darum, dass sie zu wissen meinen, wie man "richtig" lebt. Und dazu gehört der Verzicht auf Fleisch und auf SUVs und der Kampf für eine pauschale Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen, Solaranlagen auf jedem Neubau und der Kohleausstieg bis zum Jahr X.
Dieses "moralisch richtige Leben" steht der "Leitkultur"-Debatte der Rechten in nichts nach, nur dass es auf der entgegengesetzten Seite zur Ideologie erhoben wird. Und beides ist einfach nur so unfassbar unnötig.
 
Exakt. Also warum führen wir diese Diskussionen über Teilbereiche und Einzelmaßnahmen?
Warum reicht es nicht, einfach ein von Wissenschaftlern festgelegtes, einheitliches CO2-Budget für Deutschland zu errechnen, das wir bis zum Jahr X emittieren dürfen? Alle Unternehmen, die CO2-belastete Produkte und Dienstleistungen anbieten, müssen sich dann einen Teil aus diesem CO2-Budget (sog. Emissionszertifikate) kaufen. Diesen Preis werden sie wiederum an ihre Käufer weitergeben müssen, womit sich andere Unternehmen Wettbewerbsvorteile verschaffen können, wenn sie dieselbe Leistung CO2-neutral anbieten, da sie dann ja für einen geringeren Preis verkaufen können. Simple Marktwirtschaft. Auf diesem Weg werden Produkte und Dienstleistungen, die nicht CO2-neutral sind, in so kurzer Zeit wie möglich verschwinden. Je mehr von dem Budget aufgebraucht wird, desto höher steigt der Preis und desto größer wird der Anreiz für Unternehmen, ihre Produkte CO2-neutral zu machen.

Genau das passiert in Europa gerade im Übrigen schon im Energie- und Industriesektor. Es gibt den europäischen Emissionshandel, über den sich Kohleverstromer und Industrie-Unternehmen Zertifikate kaufen müssen, damit sie emittieren dürfen. Aktuell ist der Preis pro Tonne CO2 bei etwa 60 Euro, Tendenz steigend. Das ist genau das richtige Instrument für den Klimaschutz (seitdem die Schwächen des Instruments durch zu viele kostenlos zugeteilte CO2-Zertifikate u.a. behoben wurden) - und der Emissionshandel sollte auf jegliche CO2-emittierenden Unternehmen ausgedehnt werden, also etwa auf den Verkehr und den Gebäudesektor. Da gibt es in Europa aktuell noch viel Gegenwind, den man angehen muss. Außerdem muss das Ziel sein, den europäischen Emissionshandel mit denen anderer Staaten zu verknüpfen, also beispielsweise mit den USA.

Was nicht vergessen werden darf, das ist natürlich, dass es eine Übergangsphase geben wird, in der ärmere Menschen sich kein neues E-Auto kaufen können und weiterhin auf ihre Heizung angewiesen sind. Deswegen sollte mit den Einnahmen aus dem Emissionszertifikate-Verkauf die EEG-Umlage abgeschafft, die Stromsteuer gesenkt und der verbleibende Teil an die Menschen pro Kopf ausgekehrt werden. Dadurch bleiben die marktwirtschaftlichen Anreize erhalten, gleichzeitig machen wir Klimaschutz aber sozial verträglich.

Ich komme nochmal auf meine Frage "Also warum führen wir diese Diskussionen über Teilbereiche und Einzelmaßnahmen?" zurück. Ich schätze, man müsste sie so beantworten:
Weil es vielen Linken nicht nur um Klimaschutz geht, sondern darum, dass sie zu wissen meinen, wie man "richtig" lebt. Und dazu gehört der Verzicht auf Fleisch und auf SUVs und der Kampf für eine pauschale Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen, Solaranlagen auf jedem Neubau und der Kohleausstieg bis zum Jahr X.
Dieses "moralisch richtige Leben" steht der "Leitkultur"-Debatte der Rechten in nichts nach, nur dass es auf der entgegengesetzten Seite zur Ideologie erhoben wird. Und beides ist einfach nur so unfassbar unnötig.
wenn du hier gegen Links hetzen möchtest, gibst du dir wirklich viel mühe

was soll das?
hier die moralkeule auszupacken ist blanker populismus

du erhebst dafür den zeigefinger für das wirtschaftlich richtige leben?

scheint so, als ob dein wahlkampf nur darauf abzielt hier
das find ich höchst bedenklich

dies spaltet die Gesellschaft und du bedienst es
reich gegen arm, links gegen rechts, wahlweise hier i-was einsetzen
die da sind doof, die machen das und die ....

geht´s noch?

was hast du für ein Demokratieverständnis?
diese lebt von diskussionen, unterschiedlichen ansichten und nicht von populitischer hetze gegen eine seite

es gibt so viele Ansätze für Wirtschaft, Klima usw, nicht für jeden sind die zertifikate das allheilmittel und allein können sie das schon gar nicht sein, das ist blankes nachquatschen

ich greif mal eines auf: warum sollte jeder ein E-Auto besitzen? ärmere menschen, wer auch immer das aus deiner sicht sein mag, haben auch ggf derzeit kein auto, weil sie es sich nicht leisten können, als alternative könnte man ja den öffentlichen verkehr anders gestalten (kostengünstiger, kostenfrei?), ausbauen usw

ich wusste gar nicht, dass du so ein wirtschaftsweiser bist, der das allheilmittel schlechthin kennt
stell dir mal vor, man subventioniert weiter i-welche unternehmen, die dann solche schicken zertifikate kaufen, stellt sie von kosten für CO2-ausstoss weiter frei, gibt noch weiter verbilligten strom, öl usw
oder genau die anderen, die müssen dann auf dem markt nicht so den spagat machen

was da alles zusammengreift, ist unglaublich

man geht jetzt schon davon aus, dass allein eine höherbepreisung bei Co2, vor kurzem noch als das ding schlechthin gepriesen, nicht ausreichen kann

hier muss mehr als nur ein ansatz her, von mir aus auch zertifikate, aber sicherlich nicht als einzigstes instrument
und nur mal so, wie damit auch gewiefte Unternehmen noch den reibach machen

https://www.heise.de/tp/news/RWE-Zusatzgewinne-durch-Emissionshandel-6197570.html
 
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wenn du hier gegen Links hetzen möchtest, gibst du dir wirklich viel mühe
Ich würde es nicht als Hetze bezeichnen, sondern als Kritik, aber ja, ich bin gegen die Instrumentalisierung der Klimakrise zu ideologischen Zwecken.

hier die moralkeule auszupacken ist blanker populismus
Das kannst du durchaus so sehen, ich sehe es genau umgekehrt. Ich komme ohne die Aussage "Fleischkonsum ist schlecht, du solltest damit aufhören" aus, auch wenn ich die hohe Wahrscheinlichkeit dafür sehe, dass Fleisch irgendwann zu einem Luxusprodukt werden könnte, wenn der CO2-Preis weiter steigt und die Menschen sich das einfach nicht mehr leisten können oder wollen (und der CO2-Preis wird steigen, egal ob marktwirtschaftlich durch Emissionshandel bestimmt oder seitens der Politik so wie es aktuell der Fall ist). Das den Leuten zu verklickern dürfte schwierig genug werden - aber die Grünen sind da noch viel krasser, denn sie gehen ja mit dem erhobenen Zeigefinger los und tadeln die Leute für ihren Fleischkonsum. Der Klimaschutz wird allen noch viel abverlangen, da ist es unnötig, als Politik mit den Kategorien "gut" und "schlecht" zu arbeiten.

du erhebst dafür den zeigefinger für das wirtschaftlich richtige leben?
Ich verstehe nicht, was du damit meinst.

scheint so, als ob dein wahlkampf nur darauf abzielt hier
das find ich höchst bedenklich
Ich mache zumindest keinen bewussten Wahlkampf, sondern sage nur meine Meinung.

reich gegen arm, links gegen rechts
Hm, also ich wäre eigentlich gerade für den Weg, der für alle am neutralsten ist, für reich und für arm, für links und für rechts. Also keinen ideologisierten Klimaschutz - abgesehen mal von der Festlegung, dass nur noch X Tonnen emittiert werden dürfen.

was hast du für ein Demokratieverständnis?
diese lebt von diskussionen, unterschiedlichen ansichten und nicht von populitischer hetze gegen eine seite
Ich glaube, ich hab ein ganz gutes Demokratieverständnis. Die Diskussion zwischen uns beiden ist doch genau das, ein politischer Streit. Du nennst meine Position "populistische Hetze", das ist eben deine Meinung - und meine habe ich oben ja schon geschildert. ^^

es gibt so viele Ansätze für Wirtschaft, Klima usw, nicht für jeden sind die zertifikate das allheilmittel
Absolut! Es gibt bei der Frage des besten Wegs für den Klimaschutz unterschiedliche Auffassungen, sowohl in der Politik als auch in der Wissenschaft. Ich habe meine Auffassung klar gemacht, hoffe ich - und ich denke, du wärst eher dafür, mehr ins Detail zu regulieren?

ich greif mal eines auf: warum sollte jeder ein E-Auto besitzen?
Frag das die Grünen - ich fände es genau so gut, wenn jemand einen Verbrenner fährt, der keine CO2-Emissionen mehr verursacht. Mir ist es also egal, ob es ein E-Auto ist oder nicht.

ärmere menschen, wer auch immer das aus deiner sicht sein mag, haben auch ggf derzeit kein auto, weil sie es sich nicht leisten können, als alternative könnte man ja den öffentlichen verkehr anders gestalten (kostengünstiger, kostenfrei?), ausbauen usw
Ja, manche haben kein Auto, manche haben ein Auto. Wer generell kein Auto hat, braucht sich über den CO2-Preis in der Hinsicht keine Gedanken zu machen. Aber wer eben ein altes Auto fährt und kein Geld hat, sich ein neues anzuschaffen, der ist wahrscheinlich auch noch länger auf fossile Energieträger zur Betankung angewiesen. Und das sollte man im Blick behalten bei der Frage, wie man Klimaschutz sozial verträglich macht.

ich wusste gar nicht, dass du so ein wirtschaftsweiser bist, der das allheilmittel schlechthin kennt
Ach, das bin ich gar nicht. Die Grünen aber auch nicht. Deswegen soll die Politik das tun, was sie am besten kann: das Ziel vorgeben, per Gesetz, per Verbot. Aber den Weg eben nicht so stark im Detail regeln und dann sehr wahrscheinlich in einigen Punkten am Ende falsch liegen. Vielleicht ist das E-Auto nämlich gar nicht der beste Weg zur Klimaneutralität im Verkehr.

stell dir mal vor, man subventioniert weiter i-welche unternehmen
Ja, Subventionen für klimaschädliche Produkte müssen gestoppt werden.

stellt sie von kosten für CO2-ausstoss weiter frei, gibt noch weiter verbilligten strom, öl usw
Da stimme ich absolut mit dir überein, das sollte und darf nicht sein, weil dann natürlich keine Anreize bestehen, auf CO2-Neutralität umzustellen.

man geht jetzt schon davon aus, dass allein eine höherbepreisung bei Co2, vor kurzem noch als das ding schlechthin gepriesen, nicht ausreichen kann
Manche halten das nicht für ausreichend, andere schon. Allerdings geht es mir auch eher um eine Bepreisung, die sich aus Angebot von und Nachfrage nach Emissionszertifikaten ergibt (also wie der EU-Emissionshandel), also nicht um einen von der Politik festgelegten Preis (wie ihn die GroKo für Deutschland beschlossen hat).

und nur mal so, wie damit auch gewiefte Unternehmen noch den reibach machen

https://www.heise.de/tp/news/RWE-Zusatzgewinne-durch-Emissionshandel-6197570.html
Ja, der Emissionshandel hat zu Beginn keinerlei Lenkungswirkung entfaltet, weil zu viele Zertifikate umsonst verteilt wurden und somit das Angebot nicht so knapp war, dass sich ein wirksamer Preis gebildet hätte. Da wurde aber nachgesteuert, z.B. durch die Marktstabilitätsreserve, weshalb der Preis jetzt auch in die Höhe geschossen ist. Dass RWE von dieser Fehlkonzeption profitiert hat, ist ärgerlich, lässt sich aber wohl im Nachhinein jetzt nicht mehr ändern.

Der Emissionshandel ist übrigens auch deswegen gut, weil er dazu genutzt werden könnte, für Negativemissionen einen Markt zu haben. Sodass zusätzliche CO2-Zertifikate dadurch generiert werden könnten, dass CO2 wirksam und nachhaltig aus der Luft gezogen wird. Das mögliche Potenzial dafür wird noch nicht ausgeschöpft, weil der Anreiz fehlt. CO2-Zertifikate erschaffen zu können und dann zu verkaufen wäre der notwendige Anreiz für noch mehr private Investitionen in Negativemissions-Verfahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde es nicht als Hetze bezeichnen, sondern als Kritik, aber ja, ich bin gegen die Instrumentalisierung der Klimakrise zu ideologischen Zwecken.
der grat zwischen hetze und kritik ist oft ein schmaler.
auch ich bin gegen jede instrumentalisierung von dingen zwecks ideologischer ziele.
fakt jedoch ist das die regierung genau jenes mit hochdruck betreibt und somit von oben tiefe risse ins volk treibt.
waldbrände , die flutkatastrophe etc. werden stets instrumentalisiert für den klimawandel.
 
waldbrände , die flutkatastrophe etc. werden stets instrumentalisiert für den klimawandel.
Das würde ich nicht als Instrumentalisierung bezeichnen. Dass Extremwetterereignisse zunehmen, wenn sich die Erde weiter erwärmt, ist ja Konsens in der Wissenschaft. Natürlich kann niemand sagen, dass Extremwettereignis X nicht eingetreten wäre, wenn Y nicht gewesen wäre. Aber das ist in meinen Augen auch nicht erforderlich. Die Flut war jedenfalls ein eindrückliches Beispiel für ein Extremwettereignis, die zunehmen werden, wenn die Welt den Klimawandel nicht unter Kontrolle bekommt.
 
*Lach*
Wenns soweit ist, bekommst du sicher einen prima Preis für deinen gebrauchten Porsche^^
Bist dann sicher der einzige, der auf so'ne Idee kommt :wink:


Nö, nur wenn du ihn bewegst (mithilfe seines Motors)
Vielleicht darf ich ja bald mit ner Pferdekutsche über die Autobahn galoppieren, ich glaube das ist ökologisch sinnvoll.