das BGE

Dieses Thema im Forum "Politik, Gesellschaft & Wirtschaft" wurde erstellt von Quallenwolf, 06.06.12.

  1. Also ich bin bisher ohne Kredite durchs Leben gekommen. Du kannst immer noch nicht logisch begründen, warum ein Staat Kredite aufnehmen muss.
     
  2. Quallenwolf

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    Doch klar oO
    Habe ich auch bereits. Ohne kein exponentielles Wachstum. Ohne exponentielles Wachstum gehen wir aber Bankrott auf die Dauer.
    Aber solche Feinheiten interessieren dich ja nicht xD
    Solange du deine 2.500 € BGE, deine 25€ Mindestlohn und deine Cracker hast xD
     
  3. Wir gehen Bankrott, wenn wir keine Schulden machen? Das klingt echt arg griechisch.
    Du konntest auch immer noch nicht begründen, warum wir
    a) ein exponentielles Wachstum brauchen und
    b) wie sowas überhaupt funktionieren soll. Denk' dran: Exponentiell. Unbegrenzt! Rechne das mal vor :)

    Mir würde es vollkommen reichen, wenn Du einen rudimentären wirtschaftlichen Sachverstand hättest ;)
     
  4. Quallenwolf

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    Schau dir mal eine Funktion an wie Zinsen steigen ^^
    Wieso sollte es den nicht funktionieren? ich meine du bist derjenige der die VWL umkrempeln will also erz. mal ich lausche dir gebannt :D



    Hab ich des wegen weiß ich auch, was eine Insolvenz bedeutet, was der unterschied zwischen steuern und versicherungen sind und warum wir wirtschaftswachstum brauchen ^^
     
  5. Das war so gar keine Antwort.

    Bisher blieben Deine Äußerungen jeden rudimentären Sachverstand schuldig.
     
  6. Quallenwolf

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    Zinsen steigen exponentiell....
    D.h. unsere Zinslast steigt exponentiell.
    D.h. wir brauchen eine exponentiell steigende Einnahmequelle....
     
  7. Das heißt aber immer noch nicht, dass ein exponentielles Wachstum überhaupt funktioniert. Wie willst Du das bewerkstelligen? Sind die Ressourcen unbegrenzt?
    Du hast da auch einen wunderschönen Zirkelschluss drin:
    a) Ich brauche Schulden, um exponentielles Wachstum erzeugen zu können
    b) Ich brauche exponentielles Wachstum, um die Schulden bedienen zu können.

    Es ist nur weder eine Begründung, warum ich Schulden brauche, noch eine Begründung, warum ich Wachstum brauche. Es ist einfach ein Zirkelschluss. Habe ich keine exponentiell steigenden Schulden, brauche ich kein exponentielles Wachstum, und umgekehrt. In so fern ist Deine Aussage: Ohne Schulden brauche ich kein Wachstum.

    Tada.
     
  8. Quallenwolf

    Quallenwolf

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    Und haben wir kein Wachstum mehr gibt es auch keinen Fortschritt mehr, weil Fortschritt bedingt Wachstum ^^

    Mein kleiner Cracker ^^
     
  9. Gab es denn in der Menschheitsgeschichte nie Fortschritt ohne Wachstum? Was ist denn beim Buchdruck gewachsen? Oder bei der Erfindung des Rades? Die Wirtschaft?
    Drehen wir es doch einfach mal um: Nehmen wir mal an, DU erfindest das Auto, dass die kommenden 100 Jahre das beste Auto der Welt ist und welches in den 100 Jahren nicht kaputt geht. Fortschrittlich, oder? Leider nur total verheerend für jede Form des Wirtschaftswachstums.
    Nehmen wir mal an, Du erfindest Haushaltsgeräte, die 10 statt 3 Jahren halten - da ist die Wirtschaft eher am schrumpfen und dennoch ist es fortschrittlich.
    Die Beispiele ließen sich beliebig fortführen.

    Fortschritt erzeugt manchmal Wachstum, Wachstum erzeugt aber keinen Fortschritt. Du vertauscht hier Ursache und Wirkung. Wenn ich morgen drei mal so viele Brote verkaufe, habe ich Wachstum - aber null Fortschritt.

    Du solltest irgendwann versuchen, weniger Phrasen zu dreschen und Deine eigenen Dogmen besser überprüfen.
     
  10. xIceCubex

    xIceCubex

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    Ob ihr wohl so höflich wärt euren VWL-Exkurs per PN zu führen? und zum Thema zurück zu kommen?
    Komme bei der Gelegenheit aber auf einen Punkt zu sprechen. Thema Insolvenz, ich hab immer gedacht das es zu mindest positiv ist für den der die Insolvenz in Anspruch nimmt. Ich weiß nicht wie der Herr heißt der so bei Jauch, Lanz und Illner aufgetaucht ist. Irgend so ein Börsen- und Finanzexperte der im übrigen genau das sagt, für Griechenland wäre es das Beste aus dem Euro auszusteigen und Insolvenz anzumelden, der Nachteil an der Geschichte ist wohl der, wenn Länder wie Spanien oder Irland dann sehen wie gut es den Griechen dann in ein paar Jahren wieder geht steigen sie auch aus, was wohl schlecht für den Euro wäre. Aber das nur mal so am Rande. Thema war ja BGE.
     
  11. Ereb0s

    Ereb0s

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    Nope; es ist für alle das besste, wenn Deutschland aus dem Euro verschwindet. Am besten aus der Eu. Dann sind wir alle glücklich, es Hilft Griechenland, Spanien, Irland, Partugal ... allen gleichzeitig. Was gibt´s besseres?
     
  12. simpsons3

    simpsons3 Gast

    Ist zwar ne Milchmädchenrechnung (es sind nicht 19 %, die der Apotheker spart, sondern "nur" ca. 16 %) und in der Klausur bekäme ich wegen dem Wort "Mehrwertsteuer" vermutlich 0,5 bis 3 Punkte Abzug (wir intelligenten Menschen sprechen von der Umsatzsteuer, hat u. a. den Vorteil, dass man die Abkürzung "USt" viel leichter aussprechen kann als "MwSt"), aber ist im Prinzip total richtig.

    Sowas ist echt schlimm. Man weiß zum Beispiel: Oh, der Kerl bescheißt vorne und hinten. Das hat man irgendwie im Blut. Da ich erst seit einem halben Jahr veranlage, ist das bei mir noch nicht so ausgeprägt, aber mit zunehmender Erfahrung kommt das, das sehe ich bei dienstälteren Kollegen immer sehr schön. Aber "Ich hab ein mieses Gefühl" ist nunmal kein Grund, eine Außenprüfung - im oberen konstruierten Fall würde sich ein Umsatzsteuersonderprüfer geradezu anbiedern - anzuordnen, da müssen schon konkrete Verdachtsmomente vorliegen.

    Der Klassiker kommt deinem Apotheker sehr nahe: Der Steuerberater kauft sich 25 PCs, bei 15 Mitarbeitern. Natürlich werden alle als Betriebsausgaben geltend gemacht (d. h. weniger Gewinn, d. h. weniger Einkünfte, d. h. weniger ESt) und natürlich auch im Rahmen des Vorsteuerabzugs berücksichtigt. Zehn PCs auf Vorrat, damit man schnell Ersatz hat, wenn mal einer kaputt ist. Aber warum sollen die zehn denn einfach so im Lager vergammeln? Fängt dem Finanzamt ja sowieso nicht auf, wenn man einen oder zwei für sich selbst und seine Familie nutzt. Gerne auch drei, vier oder fünf ...

    Beweisen lässt sich sowas nie. Und das ganze als Privatentnahme verbuchen wäre ja lächerlich.

    Noch schlimmer sind Vermieter: Die kaufen sich Tapete für ihr Privathaus, normalerweise nicht steuerlich ansetzbar. Wird aber auf der Anlage V als Werbungskosten eingetragen.

    Traurig aber war. Den § 35a (3) EStG kann ich nachvollziehen: Hier wird versucht, Schwarzarbeit zu verhindern, indem man die "braven" Handwerker steuerlich subventioniert. Und somit den Vorteil durch die Schwarzarbeit aus Sicht des Leistungsempfängers verringert. Aber was Haushaltshilfen, Putzfrauen, Gärtner und Co. angeht: Hier verstehe ich den Sinn nicht im geringsten. Die Absetzbarkeit macht das Steuerrecht nur komplizierter und umfangreicher und kostet in der täglichen Arbeit sogar relativ viel Zeit.

    Ein Posting vorher hast du dich gegen eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes ausgesprochen, jetzt sagst du, man muss die relative Staatsverschuldung drücken. Warum nicht einfach die Einnahmen erhöhen und somit die absolute Staatsverschuldung senken? Hat den Vorteil, dass auch die Zinslast sinkt und mehr Geld für sinnvolle Dinge übrig bleibt.

    Der Staat investiert doch schon massiv, woher kommt denn z. B. das (durchaus gering bemessene) Geld für den Straßenbau? Von privaten Investoren? Und wer investiert in Banken, wenn die mal wieder wunderbar Privatwirtschaft betrieben haben?

    Die Rettung: Eine winzige Wortänderung im § 1 (2) Nr. 1 EStG, das "und" wird gestrichen. Damit müsste man die deutsche Staatsangehörigkeit ablegen, um der unbeschränkten Steuerpflicht zu entkommen, die wird man nicht so einfach los wie den Aufenthalt in Deutschland.

    Weil sie es können. Im Gegensatz zum Rest.

    Naja, in manchen Fällen kann es sinnvoll sein, das Wachstum anzukurbeln. Kandidaten dafür sind z. B. Italien oder die USA. Aber Wachstum alleine kann nie die Lösung sein, es findet sich eigentlich in jeder Schuldenkrise ein Topf, in dem man sparen kann und eine Quelle, die man stärker besteuern kann.

    Ein halbes Semester VWL? Jeden Tag die ARD-Tagesthemen würden völlig reichen, um derart neoliberales Geschwätz noch im Hirn (sofern vorhanden) abzuwürgen.

    Die Ökonomen haben alle in den letzten zehn Jahren Urlaub hinterm Jupiter gemacht.
    Btw: Frag einen Bettler, ob du ihm Geld anvertrauen kannst. Er wird ja sagen. Frag einen Ökonomen, ob das System, das er verteidigt, es wert ist, verteidigt zu werden.

    Stimmt, Schulden sind kein Problem. Sieht man sehr gut in Griechenland, das funktioniert trotz 145-%-Verschuldung alles noch wunderbar. Mehr oder weniger ...

    Schulden sind so lange kein Problem, wie der Zinssatz </= 0 % beträgt. Ist der Zins > 0 %, dann sind Schulden nur so lange kein Problem, wie man nicht vorhat, sie zurückzuzahlen. Obwohl sie in Einzelfällen selbst dann ein Problem sein können.

    Hier sieht man den Unterschied zwischen einem Ökonomen und einem Realisten.

    Dann wirst du mir sicher auch sagen können, inwiefern die gesetzlichen Sozialabgaben zur Arbeitslosenversicherung eine Versicherung darstellen?

    Es gibt genau einen entscheidenden Grund, warum Sozialabgaben keine Steuern sind. Dieser hat nichts damit zu tun, dass "-versicherung" dahinter steht.

    An kurzfristigen Krediten wird man kaum drumrumkommen können. Die Frage ist: Bestehen diese Kredite länger als zwölf Monate?
     
  13. Quallenwolf

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    Kosten.lappe 2billionen euro
     
  14. Ereb0s

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    Schöne Zahl. So weit kannst du schon zählen? o_O;

    Woher nimmst du sie?
     
  15. Quallenwolf

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    Berechnung nach USB
     
  16. Ereb0s

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    Und wie kommt ein Bussystem auf die Zahlen? ^.^
     
  17. Quallenwolf

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    Die USB ist eine Bank.
    Soweit ich weiß ist die Berechnung öffentlich einsehbar
     
  18. Cancelot

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    Danke sehr, genau den meinte ich.
     
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  20. xIceCubex

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    Was man so findet wenn man im Internet so stöbert um sich weiteres Wissen anzueignen, irgendwie ist das hier das genaue Gegenteil und für mich logischer als deine Ausführung.
     

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