Erlaubter Mord II - BGH pro Tests an Embryonen

Dieses Thema im Forum "Politik, Gesellschaft & Wirtschaft" wurde erstellt von Soulidarität, 07.07.10.

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  1. Pressemitteilung zum Grundsatzurteil:

    Quelle: http://juris.bundesgerichtshof.de/c...2288&anz=633&pos=2&nr=52539&linked=pm&Blank=1


    Hintergrundinfos zum streitgegenstänndlichen Verfahren:

    Angegriffen wurde die Untersuchung von Embryonen im Rahmen von künstlichen Befruchtungen auf Erbkranknheiten. Dies wurde hier getan im Wegen der Präimplantationsdiagnostik (PID).

    Das Urteil in verständlicheren Worten

    Zuerst mal langsam. Im wesentlichen lässt sich das Urteil auf folgende Gedanken eindampfen: Es darf untersucht werden, ob die Embryonen von einer "schwerwiegenden Erbkrankheit" betroffen sind. Die Eltern, oder die Mutter soll von der 'Bürde' befreit werden, zu einem späteren Zeitpunkt, wenn eine solche Krankheit mit konventionellen Methoden nachgewiesen werden kann, abtreiben zu lassen. Diese Konfliktlage soll vermieden werden, das bisherige Embryonenschutzgesetzes, welches ein "Untersuchen" bestraft, soll diese Situation nicht erfassen.

    Die Wertung des BGH

    Was macht der BGH damit ?

    Er nimmt zunächst eine Wertung vor. Es gibt Embryonen mit schwerwiegenden genetischen Krankenheiten und ohne. Aufgrund der reinen "Gefahrenlage", soll eine Untersuchung zulässig sein. Damit wird mittelbar zum Ausdruck gebracht, dass Kinder mit Erbkrankheiten eine Belastung darstellen. Eine Belastung für die Eltern.

    Damit wird faktisch allen Behinderung das Stigma der "Minderwertigkeit" auferlegt, über die man dann aus diesem Grund im Vorfeld Untersuchungen durchführt und aussortiert. Der BGH vermeidet diese Terminologie, indem er aus Sicht der Mütter argumentiert (Konfliktlage). Das ist für sich genommen eine rationale und nachvollziehbare Situation. Natürlich leidet auch die Mutter in dieser Situation. Man kann vertreten, dass dies für alle Beteiligten die schonenste Methode ist.


    Das Besorgniserregende daran


    Aber auch Embryonen enthalten bereits Leben. Leben, das geschützt werden muss, egal in welcher Form. Geschützt werden hier allenfalls die "gesunden" oder "Erbkrankfreien" Embryonen. Faktisch werden damit alle Bürger mit Behinderungen zu Bürgern 2 Klasse tituliert, eine ernstzunehmende Diskriminerung. Und eine besorgniserregende gesellschaftliche Entwicklung.

    Zwar nimmt der BGH noch Fahrt aus der Sache,
    "Der Bundesgerichtshof hat betont, dass Gegenstand seiner Entscheidung nur die Untersuchung von Zellen auf schwerwiegende genetische Schäden zur Verminderung der genannten Gefahren im Rahmen der PID sei"

    Das hier eine Art "die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Tröpfchen"-Kasuistik geschaffen wurde, bereitet mir dennoch ernsthafte Sorgen. Ich betrachte das Urteil als Dammbruch, bei dem schützenswertes Leben unter das Wohlbefinden der Eltern gestellt wird.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 07.07.10
  2. spock

    spock

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    Zuletzt bearbeitet: 07.07.10
  3. Ich finde es toll das seine kameraden ihm erklären was er schreiben soll.
    Wäre doch blöde wenn er das in eigene worte fassen müßte,dann sollte er sich den bull..,sorry,der polizei stellen.
     
  4. Sehe ich genauso.
     

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