FDP - Ab sofort wird geliefert (Ph.Rössler)

Lofotenmann

Gast
Tja, angetreten ist der jetztige FDP-Vorsitzende und neue Vizekanzler ja vor einigen Wochen mit dem Ausspruch "Ab jetzt wird geliefert". Aus dem Kontext der Veranstaltung, auf der dieser Spruch fiel, mußte der geneigte Zuhörer annehmen, es gibt einen direkten Zusammenhang mit der FDP.
Aber vermutlich fragen sich viele Menschen bis heute, wann liefern sie denn nun endlich und was noch viel spannender ist, was soll da eigentlich geliefert werden?
Was könnte die FDP denn thematisch liefern, was die Menschen bewegt und sie mit der FDP in Zusammenhang bringen. Bisher reduzierte sich diese Partei doch ausschließlich auf Steuersenkungen, im übrigen eine sehr unglaubwürdige Ausrichtung auf die FDP, war sie doch in der langen Zeit diverser Regierungsbeteiligungen auch an den meisten Steuererhöhungen beteiligt.
Was kann man also noch von der FDP erwarten, sieht man mal von den jüngsten Stammtischparolen ab?
 

Lord Cracker

Gast
Die Selbstauflösung. Inhaltlich haben sie die ja schon vollzogen.
 

simpsons3

Gast
Die FDP ist wichtig. In der Politik braucht es neoliberale Strömungen. Aber wählbar ist die FDP nicht, nur ein abschreckendes Beispiel, was passiert, wenn man das Kreuz bei dem macht, der die niedrigsten Steuern verspricht.

Die FDP ist, wenn man mich fragt, sowieso eine typische Ein-Themen-Partei.
 

simpsons3

Gast
Wie gesagt, ohne neue neoliberale Partei halte ich eine Selbstauflösung nicht für sinnvoll.

Die neoliberale Partei - egal ob FDP oder Neugründung - muss aber immer unter der Fünf-Prozent-Hürde bleiben.
 

Lofotenmann

Gast
Die FDP ist wichtig. In der Politik braucht es neoliberale Strömungen. Aber wählbar ist die FDP nicht, nur ein abschreckendes Beispiel, was passiert, wenn man das Kreuz bei dem macht, der die niedrigsten Steuern verspricht.

Die FDP ist, wenn man mich fragt, sowieso eine typische Ein-Themen-Partei.
Aber meinst du denn wirklich, das liberale Ideen, so wichtig sie sind, eine FDP nach bekanntem Muster bedingen?
 

simpsons3

Gast
Nicht liberale Ideen - die halte ich für sehr wichtig, aber durch die Piratenpartei schon vertreten - sondern neoliberale Ideen.

De facto heißt das: Wer keine Ahnung von Wirtschaftspolitik hat, der soll FDP wählen, damit der Bundestag nur von Leuten mit Ahnung gewählt wird. Die FDP soll also als Sammelbecken für die "uninformierten" (nicht zu verwechseln mit "uniformierten") Wähler dienen, damit ihre Stimme keinen Einfluss auf den Bundestag hat. Vielleicht sollte man die FDP weiterhin auf die Wahlzettel schreiben, aber extra für die FDP die Fünf-Prozent-Hürde zu einer Hundertfünf-Prozent-Hürde ausbauen? Um zu verhindern, dass sie doch mal durch einen dummen Zufall im Bundestag landet.
 

Lofotenmann

Gast
Eigentlich ist doch erschreckend, wie schnell sich eine komplette Partei ins politische Nirvana schießen kann, dabei hatten sie durchaus mal interessante Köpfe in ihren Reihen. Allerdings waren selbst die schlichtweg Verräter, wenn es darauf ankam.
 

DeletedUser26243

Gast
Nunja, die FDP vertrat in alten Zeiten die Interessen der Erzkapitalisten und wurde auch brav von Ihnen gewählt. Dann forcierte der Lauf der Dinge, dass immer weniger FDP-Wähler immer mehr Geld hatten und damit brach der FDP die kapitalistische Basis weg. Also suchte man nach neuen Geschäftsfeldern und entdeckte das Reich der Grünen. Das allerdings war bereits kompetent besetzt und entlarvte mit Leichtigkeit die FDP-Stümper als eben solche. Außerdem waren nun die verbliebenen Erzkapitalisten beleidigt und wählten überhaupt nicht mehr. Jetzt sind noch ein versprengtes Grüppchen Anwälte und Ärzte übrig, die ihren Beruf starrsinnig als reine Gelddruckmaschine missverstehen, aber das sind nun mal keine 5% der Wahlberechtigten.
Nicht nur die Revolution, sondern auch der Kapitalismus frisst seine Kinder. Da heißt es ganz einfach warten und verflixt aufpassen, dass nicht wieder die Kapitalisten gemeinsame Sache mit den Faschisten machen, von diesen instrumentalisiert und einverleibt werden und wir wieder die üblichen deutschen Verhältnisse bekommen, dass also einer anschafft und alle anderen stramm stehen und irgendwelche Extremitäten in den Himmel strecken.
 

DeletedUser26243

Gast
das ist schon so lange her, da kann selbst ich mich nicht mehr erinnern...:confused:
 

simpsons3

Gast
Bist du sicher oder war das vielleicht nur das politische Feigenblatt ganz ganz weniger Liberaler.
Es wäre auf jeden Fall ein Grund, warum '49 mein Kreuz vielleicht bei der FDP gelandet wäre. Obwohl ich anno dazumal wohl dennoch für die SPD entschieden hätte.
 
De facto heißt das: Wer keine Ahnung von Wirtschaftspolitik hat, der soll FDP wählen,.
Dann hätten wir ja 2009 nicht 14% sondern 94% gekriegt (ja, 80% haben hierzulande keine Ahnung von Wirtschaft. Liegt an den Lehrplänen der staatlichen Schulen.) Dann hätten wir Westerwelle als Kanzler... nein, lieber nicht.
 

Lofotenmann

Gast
Dann hätten wir ja 2009 nicht 14% sondern 94% gekriegt (ja, 80% haben hierzulande keine Ahnung von Wirtschaft. Liegt an den Lehrplänen der staatlichen Schulen.) Dann hätten wir Westerwelle als Kanzler... nein, lieber nicht.
Es reicht vollkommen, das diese Niete Außenminister ist.
 

simpsons3

Gast
Dann hätten wir ja 2009 nicht 14% sondern 94% gekriegt (ja, 80% haben hierzulande keine Ahnung von Wirtschaft. Liegt an den Lehrplänen der staatlichen Schulen.) Dann hätten wir Westerwelle als Kanzler... nein, lieber nicht.
Gleichzeitig mit einer Anhebung der Sperrklausel speziell für die FDP auf 105 % hätten 6 % der Leute richtig entschieden. :D