Flüchtlingsproblematik

Dieses Thema im Forum "Politik, Gesellschaft & Wirtschaft" wurde erstellt von Jagre, 06.09.15.

  1. Jagre

    Jagre

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    Würde gerne eine Diskussion über das im Moment sehr aktuell Thema der "Flüchtlingsproblematik" beginnen.
    Werfe mal ein paar Fragen in den Raum, vielleicht ergibt sich ja etwas.

    - Inwiefern gibt es überhaupt ein "Flüchtlingsproblem", wie es von den Medien dargestellt wird? Kommen wir, Europa, damit klar wie es in den 90er Jahren während dem Balkan-Krieg der Fall war oder sind es diesmal zu viele und die "Flüchtlingswelle" wird eine massive Auswirkung auf unseren Wohlstand in Europa haben?
     
  2. buelo

    buelo Gast

    Naja die erste Hauptunterscheidung die gemacht werden muß ist die Differnzierung zwischen den Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen.

    Für ersteres habe ich persönlich vollstes verständniss für zweiteres eher weniger...
    Bei uns im Badischen sieht es derzeit so aus das von 110 "Flüchtlingen" 101 Wirtschaftsflüchtlinge sind. Also demnach nur 9 Kriegsflüchtlinge.

    Das Flüchtlingsproblem besteht letzendlich in der Verteilung der Gesamtheit auf die ganzen Europäischen Länder. Da liegt der Knackpunkt für mich persönlich. Wenn ich mal in die Türkei schaue die ja direkt an der Grenze zu Syrien sind die haben derzeit ca. 2 Mio Kriegsflüchtlinge genauso aber auch im Libanon die sind ein sehr kleines land und Platzen wortwörtlich aus allen nähten.

    Wenn ich mir dann die Thematik anschaue zu diversen Statistiken das in Deutschland alleine mittlerweile 16,9 Mio Ausländer, Flüchtlinge oder mit Migrationshintergrund gezählt werden sehe ich in der tat auf DAUER ein Problem.... Die Flüchtlinge dürfen zu beginn nicht arbeiten und müssen sich diesen Status erst erreichen. Dazu kommt aber die Problematik das wir ein recht niedrige Arbeitslosenquote haben.
    Dazu hatte sich auch die "Handwerkskammer" geäußert sie würden geren ausbilden... Nur wenn die jedesmal nach bsp. 2 Jahren abgeschoben werden bringt das nichts ein. Daher möchten die eine Zusage und bestätigung haben wenn die ausbilden das derjenige auch bleiben kann.
     
  3. Bitte keine Diskussion dazu in diesem Forum...
     
  4. Lord321

    Lord321

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    kein politisches oder gesellschaftliches thema?
    todschweigen hilft immer ;)
     
  5. eileen.wolke

    eileen.wolke

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    Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast und so.
    Ich bin nicht in Deutschland geboren, habe aber deutsche Vorfahren und wurde vor zig Jahren als Teenie sehr zügig eingebürgert. Nur um neulich erstaunt zu erfahren, daß meine Kinder (by the way, mein Mann ist Deutscher) als "Kinder mit Migrationshintergrund" geführt werden. Faszinierend, doch. Mir kann´s egal sein, die Statistik bläht´s aber unnötig auf... Und in der Klasse meiner größeren Tochter trifft das auf die halbe Klasse zu.
    Davon mal abgesehen ist Zu/Ein/Abwanderung kein modernes Problem, sondern eher die Normalität gewesen, auch in früheren Zeiten.

    Ansonsten weiß ich nicht, ob´s groß irgendetwas bringt, über das Thema zu diskutieren, meist hat ja eh jeder seine Meinung dazu und wird sich davon kaum abbringen lassen.
    Wie es wirklich laufen wird, wird die Zeit schon zeigen.
     
  6. Lord321

    Lord321

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    jo statistiken sind super, damit kann man alles beweisen.

    gestern hab ich endlich mal erfahren, warum plötzlich so viele syrer zu uns kommen, der grund ist einfach, nach 4 jahren krieg, haben alle nationen ihre flüchtlingshoilfe für die region deutlich zurückgeschraubt, dadurch wird langsam die verpflegung knapp, was viel mehr als normal dazu veranlasst die lokalen flüchtlingsunterkünfte zu verlassen, außerdem möchste man ja nciht ewig dort festhängen und die hoffnung auf ein ende des krieges dürfte auch gegen null gehen. das alles führt zu einer verstärkten flucht aus der region.
     
  7. Sandokakis

    Sandokakis

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    hier muss ich mal meinen senf wieder abgeben.

    "Flüchtlingsproblem"??? Was für ein Problem? Es gibt Flüchtlinge. Die Problematik entsteht erst bei uns.

    Der Grund ist erstmal nebensächlich. Gefahr für Leib und Leben bringt auch Armut.

    Die Situation, die wir momentan haben, ist hausgemacht und nur das Ergebnis von Fehlern, die über Jahrzente, wenn nicht gar über Jahrhunderte gemacht wurden.

    Zu allererst ist doch wohl das Wohl eines jeden Menschen, egal welcher Herkunft und Religion, in den Vordergrund zu stellen. Sicher fehlt es uns in Deutschland an Geld für die verschiedensten Dinge. Unter anderem auch an Bildung. Aber wieso werden dann Schulen und Turnhallen angezündet?

    Die Schwierigkeiten, die die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge mit sich bringt, müssen wir einfach jetzt durchhalten und dann sehen, dass die Fehler der Vergangenheit nach und nach revidiert werden.

    Exkursion durch die Geschichte:
    Beginnen wir bei den Goten und Vandalen. Germanische Stämme, die als WIRTSCHAFTSFLÜCHTLINGE in ganz EUROPA bis nach NORDAFRIKA eindrangen. Man könnte also sagen, die Germanen kommen heute heim. ;)

    Wer ist eigentlich die ganzen Jahrhunderte durch die Welt geschippert und hat Kolonien geschaffen und Einheimische unterdrückt, ausgenommen und klein gehalten?

    Was ist eigentlich mit den DEUTSCHEN, die nach dem 2. WK die Ostgebiete verlassen mussten? Wirtschafts- oder Kriegsflüchtlinge? Der Krieg war ja zu Ende!

    Ach ja, die finanziellen Hilfen. Was wäre eigentlich aus Deutschland geworden, wenn wir nicht nach dem 2. WK massiv unterstützt worden wären? (Die Motive der Unterstützer mal außen vor gelassen.)

    Ich frag mich auch immer, warum ich einen Sonderstatus habe, nur weil ich das "Glück" hatte, auf deutschen Staatsgebiet das Licht der Welt zu erblicken. Gehört die Welt nicht ALLEN? Und wir haben hier in "diesem unserem Lande" mehr Schmarotzer mit deutschem Pass, als alle anderen Nationen zusammen.

    Letztlich sollten wir erstmal sehen, wie wir den Ansturm bewältigen. Dann sollten Hotspots entweder in Spanien, Grieschenland, Italien und Ungarn gebildet werden, die der EU unterstehen als Internationales Gebiet gelten und die Registrierung und Verteilung, bzw. Abweisung vornehmen oder alternativ, wenn deren Länder mitspielten, sollten diese Hotspots bereits in Serbien, der Türkei oder Nordafrika entstehen. Damit wäre schon mal das Mittelmeer als Massengrab ausgeschlossen.

    Zu guter Letzt liegt es an uns hier in Europa, den Flüchtlingsstrom zu unterbinden. Boykottiert die Hersteller, die in Afrika, Asien, Südamerika ihre satten Geschäfte machen und die Bevölkerung damit verarmen lassen. (z.B. Wiesenhof, Nestle, BP/Aral, Shell)
    Solange wir diese Firmen unterstützen, brauchen wir uns auch nicht über Wirtschaftsflüchtlinge beschweren.
    Auch unseren Müll, den wir da runterkarren, lässt den Wohlstand in diesen Ländern nicht steigern.

    Dazu nette Waffenverkäufe in die dritte Welt von Amis und Europäern. Warum?

    Und all jenen, die meinen ihr Hass wäre unerschütterlich berechtigt, die dumme Sprüche über tote Kinder am Strand machen, möchte ich sagen:
    Ihr seid so krank, dass ihr in einem Regime, was ihr bevorzugt, im Euthanasieprogramm landen würdet.
    Was glaubt ihr zu sein, dass ihr euch als Herrenmenschen aufspielt?

    Denen, die sich von Ängsten und skurilen Meinung verführen lassen möchte ich sagen, macht die Augen auf.
    Sicher kann unter den Millionen Ausländern ein Terrorist/Schläfer sitzen. Sollen dafür alle verrecken?
    Es gibt bereits soviele Schläfer, die bereits mit deutschen Pass (sogar von Geburt an/ Deutsche in der zigsten Generation) hier Leben.

    Was ist wichtiger, der saubere Rasen oder Leben, Gesundheit und Würde des Menschen?

    Es wird auf uns viel Arbeit zu kommen. Aber auch auf die Flüchtlinge. Sie müssen lernen, was es bedeutet innerhalb der deutschen/europäischen Gesellschafft zu leben.

    UND DIESE CHANCE HABEN SIE VERDIENT!

    Niemand sagt, dass man Verbrecher tolerieren muss. Aber man muss den Flüchlingen auch die Möglichkeit geben, ein nach unseren Regeln gestaltetes Leben zu führen. Am Ende gewinnen wir alle.

    P.S. Niemand muss alle lieben. Aber Respekt und Toleranz sind für mich Grundpfeiler einer "zivilisierten Gesellschafft".
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.09.15
  8. kompis

    kompis

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    Fakt ist: Laut Gesetz muss jeder der Asyl beantragen will dies in Deutschland tun. Egal ob Kriegsflüchtling oder Wirtschaftsflüchtling. Wenn wir in Deutschland in der Lage wären die Anträge zügig zu bearbeiten würde es gar nicht solch ein großes Problem darstellen. Weiterhin wurden in der Vergangenheit viele Flüchtlingsunterkünfte in den Kommunen abgeschafft - weil sie eben nicht mehr gebraucht wurden. Nun stehen diese Plätze aber nicht mehr zur Verfügung. Und als drittes: Was wird (auch von deutscher Seite) getan um den Krieg in Syrien zu beenden?
    Nur alleine diese drei Punkte zeigen, dass auch Deutschland nicht ganz unschuldig an der derzeitigen Situation ist. Ich persönlich finde es beschämend zu sehen, dass Deutschland nicht wirklich in der Lage ist mit diesen "paar" Flüchtlingen klarzukommen. Es gibt Länder in denen weit mehr Flüchtlinge Zuflucht gefunden haben.
     
  9. Mim le Fay

    Mim le Fay

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    Da verwechselst Du glaube ich etwas

    http://www.proasyl.de/de/themen/basics/basiswissen/asyl-in-europa/asylantrag-in-europa/

    Und deswegen gehen ja auch die Diskussionen los. Eigentlich müßten die ganzen Menschen in Griechenland, Italien oder Ungarn bleiben. Nur die können natürlich diese unglaublichen Menschenmassen gar nicht alleine bewältigen. Und die Flüchtlinge möchten auch nicht so gerne in Griechenland etc. bleiben.

    Daher hat Deutschland das Recht, diese Menschen wieder nach z.B. Griechenland abzuschieben, was jedoch das Problem in keinster Weise beheben würde.

    Ich persönlich finde die Quote für alle auch ne gute Geschichte. Die Randstaaten von Europa werden sonst immer alleine auf Grund Ihrer geographischen Lage ein Problem haben, und das sollte ja im Sinne eines "vereinten" Europas auch nicht passieren.

    Ansonsten seh ich es jedoch wie einer meiner Vorredner. Völkerwanderungen sind etwas ganz normales, wie uns die Geschichte lehrt.
     
  10. kompis

    kompis

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    Ja - das weiß ich schon. Das meinte ich auch nicht. Es gibt ja Menschen die ganz bewusst nach Deutschland möchten und dort Asyl beantragen. Wenn z.B. für Menschen aus dem Kosovo die Möglichkeit bestehen würde dort ihre Anträge einzureichen - dann könnten diese auch dort bearbeitet und u.U. relativ schnell abgelehnt werden. Diese Menschen würden also gar nicht erst nach Deutschland kommen müssen. Ich hoffe du verstehst was ich meine.
     
  11. Mim le Fay

    Mim le Fay

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    Ich bin relativ sicher, das die Menschen aus dem Kosovo wissen, das sie abgeschoben werden.

    Allerdings zieht sich jedes Asylverfahren ja nun aus mehreren Gründen ein bisschen in die Länge. In dieser Zeit gibt es Kleidung, Unterkunft, genug Nahrung und natürlich auch ein Taschengeld. Alles Dinge, die für uns in Europa selbstverständlich sind, bei vielen der Zuwanderer jedoch der pure Luxus bedeuten.

    Wenn ich jetzt wählen müsste, ob ich auf Fremdsstaatskosten in Südeuropa in einem Zeltlager untergebracht werde, oder in Mittel- und Nordeuropa in einem Haus mit sanitären Anlagen und eigenen Schlafzimmern fänd ich das Zeltcamp-Abenteuer auch nicht so erstrebenswert.

    Bei den Kriegsflüchtlingen sieht es natürlich komplett anders aus:
    Ich gebe offen zu, ich weiß nur, was meine Familie von der Flucht aus dem Osten in den letzten Kriegstagen erzählt haben, und das war nicht viel. Ich selber kenne das also nur aus seltenen Erzählungen aus der Familie oder aus dem Fernsehen. Da sich gerade hier ein Knotenpunkt für den Zugverkehr befunden hat, haben hier in der Gegend viele "Flüchtlinge" gesiedelt. Kaum eine Familie hat hier regionale Wurzeln und deswegen sind auch in meiner Jugend noch einige Familien die sich hier nicht so wohl fühlten weiter gewandert. USA, Australien und Kanada sind damals das Endziel vieler dieser Familien gewesen. Diesen Menschen muss mal einfach eine Chance geben, sich erst mal selber wiederzufinden, eine neue Perspektive aufzubauen und dann Ihrem Ziel zu folgen. Ich denke, dafür benötigt es auf jeden Fall eine geeignete Unterkunft und genug Zeit.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.09.15
  12. Boss2k11

    Boss2k11

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    Quasi bezahlter Urlaub in Deutschland mit Vollpension und Sozialarbeitern und Freiwilligen Helfern als Animateure, die sie bei Laune halten.

    Ganz so extrem ist es hier bei uns in Oberbayern nicht, da ist schon ein höherer Anteil Kriegsflüchtlinge, hauptsächlich aus Syrien und auch einige der Gruppe verfolgte Minderheiten wie Christen, die dort unten wegen IS und ähnlicher radikaler Gruppen täglich mit dem Tod rechnen müssten.

    Ich hab die Augen und Ohren offen. Unter den Flüchtlingen sind etliche mit sehr zweifelhaften Hintergrund, in Richtung kriminell. Ob und in wieweit da im Asylverfahren überhaupt was nachgeprüft wird bzw. überhaupt nachgeprüft werden kann ist eh fraglich, insbesondere wenn sie bestimmte Aspekte ihrer Vergangenheit einfach verschweigen. Die Sozialarbeiter werden sie wohl in dieser Hinsicht beraten. Im Fernsehen wird ein ziemlich gut deutsch sprechender Arzt oder Ingenieur als typischer Flüchtling präsentiert, der zusammen mit seinen kleinen Kindern vor dem Krieg geflohen ist und der jetzt unbedingt beim "Fachkräftemangel" in Deutschland helfen will. Die Realität sieht bei uns in Oberbayern anders aus, ganz anders!
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.09.15
  13. Sandokakis

    Sandokakis

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    genau das meine ich mit dummen sprüchen. oder sind die massenunterkünfte mit 2m²/person und außentoilettencontainern für dich das, was einen all-inclusive-urlaub ausmacht? dann bist du sicher auch einer von denen, die sich ohne arbeit durchs land stehlen.

    du hast halt nicht die augen offen, denn du siehst nur abgeranzte schmarotzer, die ein luxusleben suchen.

    hast du schon mal monate ein kleinkind über tausende von kilometern getragen, die halbe familie in einem gekenterten schlauchboot verloren und die ganze zeit nicht gewusst was morgen wird? und dann kommen noch die erwartungen der "gastgeber", sprecht deutsch, benehmt euch anständig, seid dankbar und heult nicht, wenn wir euer heim anzünden.

    nicht nur das dies absolut unwürdig ist, anscheinend respektiert niemand den gesamtzustand dieser menschen. schätze mal, es gibt keinen, der nicht traumatisiert ist.

    und das die realität in (ober-)bayern eh eine andere ist, beweisen die von euch gewählten regierenden ja beinahe täglich. [​IMG]
     
  14. Boss2k11

    Boss2k11

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    Irgendwie wusste ich dass das kommt. Kennst du die Mietpreise im Großraum München? Bezahlbarer Wohnraum Fehlanzeige. Da ist als Student alles was über die Größe einer kleinen Besen- und Abstellkammer hinausgeht nicht erreichbarer Luxus, weil man sich das nebenbei gar nicht erarbeiten kann. Ein Teil der Flüchtlinge bekam bei uns deutlich mehr Wohnraum als das, es wurden extra einige Häuser renoviert, weil die Flüchtlinge anscheinend ein Anrecht auf ordentlichen Wohnraum mit moderner Ausstattung hatten. Das waren keine Altbau-Bruchbuden, sondern Häuser die vorher noch bewohnt waren, regulär und teuer vermietet wurden! Erst in den letzten Monaten wurden dann Turnhallen und ähnliche temporäre Unterkünfte hinzugenommen, weil man das auf die Schnelle nicht mehr anders machen konnte. Man ist aber aktiv auf der Suche nach weiterem richtigen Wohnraum für Flüchtlinge. Endlich wird Wohnraum geschaffen. Es gibt genug Obdachlose in München die unter der Isarbrücke oder in Zelten übernachten, denen hilft vom Landratsamt niemand, obwohl anscheinend Geld für Wohnraumschaffung da wäre. Realitätscheck!
    Ich hab das nicht generalisiert, es gibt definitiv solche, wie hoch der Anteil ist lässt sich debattieren. Es sind aber sicher keine Einzelfälle, wie du meinst. Einer war z. B. gleich richtig "geschäftstüchtig", hat das ihm geschenkte neue Fahrrad verkauft und dann wieder eins bekommen. Ein Haufen einwandfreier gebrauchter Kleidung wanderte in den Container. Ich könnte dir noch einige andere Sachen und Geschichten erzählen da würdest selbst du irgendwann von deinem Glauben abfallen!

    Zumindest da sind wir einer Meinung.
     
  15. Sandokakis

    Sandokakis

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    naja, ich seh die entwicklung in berlin. münchen brauch ich wohl nur verdoppeln. ;)

    aber hier begehst du den fehler, die die meisten machen. zum einen ist der immobilienmarkt in allen metropolen der welt unverschämt hoch. da sind die deutschen städte noch schnäppchen. gesetz der marktwirtschaft (oder eine unserer westlichen errungenschaften). sicher, dass die flüchtlingssituation den markt noch verschärft. aber den flüchtlingen die schuld für den angespannten markt zu geben, ist dann nicht zielführend und wieder nur populistische meinungsmache wie schon mal vor ein paar jahrzenten.

    hast du schon mal versucht einen obdachlosen in das "normale" leben zurück zu führen. dazu fehlt es einfach an der persönlichen mitwirkung des betroffenen.

    Sicher gibt es "Schmarotzer" und "Verbrecher", sicher auch einige mit terroristischen Absichten. Aber ich seh nicht ein, den größten Teil der wirklich Bedürftigen vor die Hunde gehen zu lassen.
    Die Fahrradgeschichte seh ich jetzt nicht so problematisch. Betrachte sie aus der Sicht des Flüchtigen. Gerade angekommen, tausende für Dollars bei Schleusern gelassen. Tausende Kilometer in den Knochen. Kein Plan wie es weitergeht. Ich hätte das Fahrrad sicher auch erstmal verkauft. Und wenn man mir dann noch eins schenkt, hätte ich es sicher auch genommen.
    Die Kleidung hab ich auch gesehen. Aber die wurde auch in Säcken auf einem Platz gereicht. Jetzt sucht jeder in den Säcken nach seiner Größe. (War eher wie bei Dalli Dalli oder Spiel ohne Grenzen!?!) Das da dann viel verdreckt, kaputt geht und im Container landet ist abzusehen gewesen.

    man sollte aufhören einzelfälle betrachten oder die blickrichtung ändern. aber das ist auch nicht so einfach, weil ja nun auch völlig andere kulturen unsere gepflogenheiten erst erlernen müssen und wir deren handlungen nicht nachvollziehen können.

    wie gesagt, ich halte unsere vorgeschobenen argumente gegen die flüchtlinge für maginal, gegenüber dem was die flüchlinge bisher hinter sich haben und auch noch hier durchleben müssen.

    und dann die probleme da bekämpfen wo sie entstehen. in den heimatländern der flüchtlinge. ob wirtschaft oder krieg.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.09.15
  16. Boss2k11

    Boss2k11

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    Natürlich ist es schwer Langzeit-Obdachlose zurück zu führen, das Problem liegt da am Herausfallen und das geht viel zu leicht und zu schnell und ist dann oft selbst bei persönlicher Mitwirkung nicht mehr änderbar. Oft haben sie nicht mal die Chance gehabt überhaupt ins "normale" Leben hereinzukommen, weil sie z. B. als Jungarbeiter - später dann nicht mehr so jung - ohne Perspektive durch die Gegend ziehen. Wenn man keine feste Adresse/Wohnsitz (mehr) angeben kann ist es im Grunde gelaufen. Man kann sich ja schlecht im eigenen Land als Flüchtling melden. Ein paar Leute - ja ich kenne komische Typen - haben da schon bitterböse Witze in dieser Richtung gemacht, die ich nicht teile. Es gibt halt bei uns auch einen Haufen Elend gerade bei jungen und alten Leuten, die zwar nicht direkt obdachlos sind, aber ohne richtigen festen Wohnsitz, die sich gerade so von einem Tag zum nächsten durchfretten. Wie viel die Asylbewerber konkret mitwirken kann man schlecht beurteilen, mache scheinen aber zu meinen Polizei steht für kostenlosen Transportdienst. Mittlerweile verwenden die Zivilfahrzeuge damit es nicht so auffällt. Ok, ich hör schon auf mit meinen marginalen vorgeschobenen Argumenten. Refuges welcome!
     
  17. kompis

    kompis

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    Zu der Geschichte mit dem Fahrrad: Warst du dabei, oder hast du es wieder von einen erfahren der gehört hat wie einer der gesehen hat, dass dies so abgelaufen ist? Und wenn du es direkt mitbekommen hast - warum bist du nicht eingeschritten und hast gesagt, dass derjenige schon ein Fahrrad erhalten hat. Ich denke dies ist wieder das übliche Hörensagen-
     
  18. timemnemic

    timemnemic

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    ja der realitätscheck sieht so aus das seit 25 jahren über 200 milliarden euro die für den sozialen wohnungsbau gedacht waren von den landesfürsten zweckentfremdet eingesetzt wurden....sozialer wohnungsbau fehlanzeige....prachtbauten und andere sinnlose projekte in rauen mengen....
    aber es sind natürlich die "flüchtlinge" dran schuld das es derzeit ein wenig an sozialen wohnungsbau fehlt...
    irgend ein schuldiger wird sich immer finden...nur nicht die, die wirklich schuld sind an den derzeit vermitteltem chaos...
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.09.15
  19. Boss2k11

    Boss2k11

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    Meine Eltern wohnen in Nähe einer solchen Unterkunft. Meine Mutter hat den gefragt warum er jetzt ein neues Fahrrad hat - weil sie vorher selber mit dem Gedanken gespielt hat ein wenig gebrauchtes Klapprad zu geben - und der hat es ihr erzählt. Wenns dich wirklich interessiert, könnte ich sie morgen nochmal fragen was sie darauf geantwortet hat, aber sie war wohl einfach nur sprachlos.

    Die ganzen Verfehlungen im Sozialbereich müssten jetzt eigentlich ans Tageslicht kommen, aber da deckt einer den anderen und die Medien berichten über sowas auch nicht. Wenn die Summe wirklich stimmt, war der Bischof Tebartz van Elst dagegen ein Waisenkind.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.09.15
  20. Diodemus

    Diodemus

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    Keine Sorge, Zeltabenteuer gibt es auch in Österreich (Mitteleuropa) :(
    Trauriger Stand der Dinge, und das gleich neben euch Deutschen (Salzburg/Oberösterreich). Und genau hier sind wir wieder bei den Quoten. Hier in Österreich wurden wegen den Quoten vom Bund unzählige Zelte aufgestellt, um diese mehr oder weniger erfüllen zu können.

    Das Flüchtlingsproblem aber entsteht nicht in Europa, sondern dort, wo die Leute weg müssen. Das Problem in Europa ist ein anderes. Bis Europa können es sich meistens nur bereits "etwas besser Verdienende" Personen leisten. Die meisten der Ärmeren könnten sich die Lange Reise gar nicht erst leisten. Und die besser Verdienenden Personen erwarten dann meistens auch, dass sie ihren Lebensstandard weiter fortführen können, wie bisher.

    Und mal ganz ehrlich, nahezu alle führenden Staaten versagen doch kläglich bei den Flüchtlingen. Australien schiebt alles zu den Nachbarinseln, die USA tuen hier generell wenig. Warum auch? Die Überreise dorthin ist doch viel teurer als nach Europa. Die EU bringt rein gar nichts zusammen. Russland unterstützt die syrische Regierung immer mehr. Nach China/Indien will niemand. Der einzige größere Staat, der halbwegs gut in der Asyldebatte abschneidet ist Kanada.
     

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