Kommunismus <---> Kapitalismus

Lylla

Gast
Ich habe zuvor in der DDR gelebt und sie auch erlebt.
Jetzt lebe ich im Rheinland und erlebe wie hier gelebt wird.

Unzählige Male habe ich mich der Frage gequält mit welchen System ich am glücklichsten wäre, könnte ich das Alte, das Jetzige oder ein völlig neues erfinden.

Es gibt 1000 für und wider in allen gelebten Systemen. Man findet keine befriedigende Antwort - ich jedenfalls nicht.

Ich weiss aber wie ich persönlich leben möchte.
Ich weiss was ich brauche und was ich will.
Und keines der Systeme wird mich daran hindern es zu erreichen.

Manche Dinge die ich gern wollte waren damals verboten -
andere sind heute verboten.
Die meisten meiner Vorhaben sind aber völlig ohne Konflikt mit dem herrschenden Rechtssystem zu erreichen.

Ich werde vielleicht nicht die Welt retten - aber mein Leben.

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass auch die politische Debatte
dem natürlichen Ausleseprozess gleicht. Es regiert immer das System
dessen Zeit gerade reif ist. Egal ob es gut oder schlecht ist.
 
Okay, und wo habe ich was dagegen gesagt? Das gehört mit zum Sexualtrieb
Ja klar..........so nen Stuss!

Also ist es primär die Machtausübung, die nichts mit dem Patriarchat zu tun hat. Von mir aus. Ich sehe es nicht ganz so, das ist aber egal.
Der Zusammenhang mit dem Patriarchat war der, dass Frauen Opfer werden, weil es das Patriarchat gibt, ich habe immer gesagt, dass das Patriarchat für den Umstand des sexuellen Übergriffes sekundär ist - ich frage NOCHMALS, liest du meine Posts nicht?

Dass du das mit der Machtausübung und so nicht so siehst, kann man getrost vergessen und das werde ich hiermit.
Wenn dich die Psychologie/Psychiatrie nicht überzeugen kann vom Gegenteil, vermag ich das auch nicht.
"Schenke mir Gott die Fähigkeit
jene Dinge anzunehmen,
die nicht zu ändern sind.
Den Mut zu ändern,
was in meiner Macht steht
und die Weisheit den Unterschied
zwischen beidem zu erkennen."

so long, viel spass dem Rest hierbei.........
 

Garlan der Kavalier

Gast
Der Zusammenhang mit dem Patriarchat war der, dass Frauen Opfer werden, weil es das Patriarchat gibt, ich habe immer gesagt, dass das Patriarchat für den Umstand des sexuellen Übergriffes sekundär ist - ich frage NOCHMALS, liest du meine Posts nicht?
Ich habe das gelesen und verstanden, ich sehe halt nicht den Zusammenhang zum Patriarchat
Dass du das mit der Machtausübung und so nicht so siehst, kann man getrost vergessen und das werde ich hiermit.
Wenn dich die Psychologie/Psychiatrie nicht überzeugen kann vom Gegenteil, vermag ich das auch nicht.
Sie kann es ja mal versuchen. Ein paar Links wären ein guter Anfang.
 

simpsons3

Gast
Was das mit der Leistung angeht, war nicht mein Argument, ist aber durchaus ran. Wenn kein Konkurrenzkampf herrscht, wird niemand sich sonderlich anstrengen, wenn er so oder so alles bekommt, was er braucht.
Das Argument hört man so oft, es nervt einfach nur noch. Natürlich klar, dass du es noch extra ausrollen musst.

Die Antikommunisten sollten sich langsam etwas neues ausdenken, ich höre immer nur das Argument, dass Verbrechen nicht verhindert werden (können sie auch im Kapitalimus nicht, der Kommunismus lässt aber einige Motive wegfallen) und dass es keinen Grund gibt, etwas zu leisten (gibt es in der sozialen Marktwirtschaft übrigens auch nicht, aber lassen wir das).

Ja, gut einige. Aber die Mehrheit wird es nicht tun.
Was du natürlich ganz sicher weißt.

Der Kommunismus basiert darauf, dass die Menschen engagiert sind. Dass du sowas wie Engagement höchstwahrscheinlich nicht aus eigener Erfahrung kennst, ändert nichts an dieser Tatsache. Zumindest verwette ich captaincomas linkes Ei darauf, dass du selten engagiert bist.

Ich habe zuvor in der DDR gelebt und sie auch erlebt.
Schon wieder einer, der sich nicht informiert hat. Zumindest die ersten Seiten durchzulesen, kann ja wohl nicht so schwer gewesen sein. Warum tust du es dann nicht?
Ihr schreit ja direkt vor Blindheit.


Staatsversagen
erleichtert Vergewaltigungen aber ungemein.
Aha. Natürlich nur, wenn man einen Gott hat, den man dafür beschuldigen kann, dass man jemanden vergewaltigt hat. Drei Ave Maria beten, dann ist sowas gegessen. Im Atheismus aber nicht, Atheisten haben ein Gewissen. Staatliche Strafe schützt vor Vergewaltigung nicht.
 

FightingSnake

Gast
Die Antikommunisten sollten sich langsam etwas neues ausdenken, ich höre immer nur das Argument, dass Verbrechen nicht verhindert werden (können sie auch im Kapitalimus nicht, der Kommunismus lässt aber einige Motive wegfallen)
Wenn aber der wegfall der Staatlichkeit gefordert wird braucht es auch einen neuen Weg damit umzugehen. Und solange solche grundlegenden Dinge nicht geregelt sind ist Kommunismus nicht Praxistauglich.

und dass es keinen Grund gibt, etwas zu leisten (gibt es in der sozialen Marktwirtschaft übrigens auch nicht, aber lassen wir das).
Natürlich gibt es die in der sozialen Marktwirtschaft.

Im Atheismus aber nicht, Atheisten haben ein Gewissen. Staatliche Strafe schützt vor Vergewaltigung nicht.
Soll man nun daraus schließen dass religiöse Menschen kein Gewissen haben und Atheisten nicht vergewaltigen?
 

simpsons3

Gast
Wenn aber der wegfall der Staatlichkeit gefordert wird braucht es auch einen neuen Weg damit umzugehen. Und solange solche grundlegenden Dinge nicht geregelt sind ist Kommunismus nicht Praxistauglich.
Man kommt ja in der Diskussion nie dazu, irgendwas zu regeln, weil andauernd irgendwelche Newfags dazwischenrufen:
"kommunismuss kann nimahls funkioniren das weis ich genau !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! weil da nämlich keiner was zu leißten brauch und wegen mord !!!!!!!!!!!!!!!!!11111einself"

Natürlich gibt es die in der sozialen Marktwirtschaft.
Aha. Wie kommt es dann, dass manch eine Reinigungsfachkraft deutlich weniger verdient als ein ALG-II-Empfänger?

Soll man nun daraus schließen dass religiöse Menschen kein Gewissen haben und Atheisten nicht vergewaltigen?
Nein. Aber es gibt schon zu denken, dass die Kriminalitätsraten in Staaten mit höheren Gläubigenanteilen (egal welche Religion) höher ist als in Staaten mit hohem Atheistenanteil.
Außerdem höre ich verdammt oft Dinge wie "Der Glaube an Gott hilft mir, mit meine Schuld besser zurechtzukommen".
 

FightingSnake

Gast
Man kommt ja in der Diskussion nie dazu, irgendwas zu regeln, weil andauernd irgendwelche Newfags dazwischenrufen:
"kommunismuss kann nimahls funkioniren das weis ich genau !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! weil da nämlich keiner was zu leißten brauch und wegen mord !!!!!!!!!!!!!!!!!11111einself"
Hast du den Thread in letzter Zeit eigentlich verfolgt? Fall ja, solltest du wissen dass wir dieses Thema hier schon lang und breit diskutiert haben.

Aha. Wie kommt es dann, dass manch eine Reinigungsfachkraft deutlich weniger verdient als ein ALG-II-Empfänger?
Und weil eine Reinigungskraft wenig verdient, gibt es keinen Anreiz für Leistung? Ist das jetzt wirklich dein Ernst?
 

FightingSnake

Gast
Die Putze geht trotzdem putzen obwohl sie vom "Sozialstaat" mehr bekommen würde - wo ist der Anreiz?^^
Für die "Putze" gibt es keinen, aber daraus zu folgern dass es in der sozialen Marktwirschaft prinzipiell keinen Anreiz für Leistung gibt halte ich doch für mehr als fragwürdig.
 

simpsons3

Gast
Hast du den Thread in letzter Zeit eigentlich verfolgt?
Ehrliche Antwort?
Wenn ja: Nein.
Wenn nein: Ja.

Fall ja, solltest du wissen dass wir dieses Thema hier schon lang und breit diskutiert haben.
Aha. Wenn hier also ein paar Kommunisten und ein paar Kapitalisten in einem Minderheitenforum diskutieren, werden die Lösungen für die großen Probleme der Welt gefunden, interessant. Wir sollten die UN abschaffen und hier über ihre Aufgabenbereiche richten.

Außerdem sollte dir aufgefallen sein, dass ich bereits ein paar mögliche Lösungen genannt habe: Zum Beispiel Ausgrenzung für gewisse Zeit aus der Kommune. Dem ausgegrenzten steht es dann frei, in andere Kommunen zu gehen oder einfach zu warten, bis die Zeit vorbei ist.

Und weil eine Reinigungskraft wenig verdient, gibt es keinen Anreiz für Leistung? Ist das jetzt wirklich dein Ernst?
Nach kapitalistischen Gesichtspunkten macht es keinen echten Sinn, für 400,- € abzgl. Miete irgendwo Klos zu putzen, wenn man auch seinen Hobbys freie Bahn lassen kann, und dafür dann 364,- € zu verdienen und eine Wohnung (in manchen Fällen, bis zu einem gewissen Betrag) finanziert bekommt. Am Ende hat der ALG-II-Empfänger mehr in der Tasche. Was natürlich nicht heißt, dass man das Arbeitslosengeld II senken sollte, sondern die Löhne sollten ganz einfach steigen. Es muss also noch andere Gründe geben, aus denen man arbeiten geht.
 

FightingSnake

Gast
Aha. Wenn hier also ein paar Kommunisten und ein paar Kapitalisten in einem Minderheitenforum diskutieren, werden die Lösungen für die großen Probleme der Welt gefunden, interessant. Wir sollten die UN abschaffen und hier über ihre Aufgabenbereiche richten.
Öhhmmmm....soll ich das jetzt wirklich kommentieren?

Außerdem sollte dir aufgefallen sein, dass ich bereits ein paar mögliche Lösungen genannt habe: Zum Beispiel Ausgrenzung für gewisse Zeit aus der Kommune. Dem ausgegrenzten steht es dann frei, in andere Kommunen zu gehen oder einfach zu warten, bis die Zeit vorbei ist.
Also eine Strafe über die dann wer zu befinden hätte?

Nach kapitalistischen Gesichtspunkten macht es keinen echten Sinn, für 400,- € abzgl. Miete irgendwo Klos zu putzen, wenn man auch seinen Hobbys freie Bahn lassen kann, und dafür dann 364,- € zu verdienen und eine Wohnung (in manchen Fällen, bis zu einem gewissen Betrag) finanziert bekommt. Am Ende hat der ALG-II-Empfänger mehr in der Tasche. Was natürlich nicht heißt, dass man das Arbeitslosengeld II senken sollte, sondern die Löhne sollten ganz einfach steigen. Es muss also noch andere Gründe geben, aus denen man arbeiten geht.
Deine Behauptung war aber die dass die soziale Marktwirtschaft keinen Anreiz für Leistung bietet. Das lässt sich aber anhand diese Beispiels nicht belegen.
 

simpsons3

Gast
Öhhmmmm....soll ich das jetzt wirklich kommentieren?
Manche Dinge sind zum kommentieren gedacht, andere nicht. Der Abschnitt, den du meinst, gehört zu Letzterem.

Also eine Strafe über die dann wer zu befinden hätte?
Die Gemeinschaft, d. h. die betroffene Kommune, im Stil einer Basisdemokratie.

Es gibt dann eine Kommunensitzung, auf der dann jeder Betroffene (ähnlich wie in einer Gerichtsverhandlung in Deutschland) seine Meinung vortragen soll, also Beschuldigter, Kläger und eventuelle Zeugen, aber auch spontane Beiträge aus der Masse der Abstimmungsberechtigten.
Ganz am Anfang der Sitzung wird ein Sprachführer gewählt, der immer bestimmt, wer jetzt was sagt. Wenn alle Beiträge gehört worden sind, dann entscheidet die Kommune erst über Schuld oder Unschuld (vielleicht reicht eine einfache Mehrheit, vielleicht ja auch nur eine Zwei-Drittel-Mehrheit zur Verurteilung aus, das wird sich zeigen), später ggf. die gesamte Kommune oder ein von ihr nach dem Schuldspruch gewähltes Gremium über die Strafzumessung. Über den Vorschlag des Gremiums, wie hoch die Strafe ausfällt, wird dann nochmal abgestimmt.

Auch der Beklagte, der ja bis zur Vollkündung der Strafe, d. h. bis zum Ende der Sitzung, Teil der Kommune ist, hat ein Stimmrecht in den Abstimmungen, genau wie die Zeugen und der Ankläger.

Deine Behauptung war aber die dass die soziale Marktwirtschaft keinen Anreiz für Leistung bietet. Das lässt sich aber anhand diese Beispiels nicht belegen.
Meine Behauptung war mit der Behauptung verknüpft, dass es im Kommunismus keine Anreize für Leistung gibt. Wenn die Putzfrauen trotz geringerer Entlohnung arbeiten gehen, dann muss es noch andere, eventuell sogar systemunabhängige Anreize für Leistung geben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

FightingSnake

Gast
Es gibt dann eine Kommunensitzung, auf der dann jeder Betroffene (ähnlich wie in einer Gerichtsverhandlung in Deutschland) seine Meinung vortragen soll, also Beschuldigter, Kläger und eventuelle Zeugen, aber auch spontane Beiträge aus der Masse der Abstimmungsberechtigten.
Ganz am Anfang der Sitzung wird ein Sprachführer gewählt, der immer bestimmt, wer jetzt was sagt. Wenn alle Beiträge gehört worden sind, dann entscheidet die Kommune erst über Schuld oder Unschuld (vielleicht reicht eine einfache Mehrheit, vielleicht ja auch nur eine Zwei-Drittel-Mehrheit zur Verurteilung aus, das wird sich zeigen), später ggf. die gesamte Kommune oder ein von ihr nach dem Schuldspruch gewähltes Gremium über die Strafzumessung. Über den Vorschlag des Gremiums, wie hoch die Strafe ausfällt, wird dann nochmal abgestimmt.

Auch der Beklagte, der ja bis zur Vollkündung der Strafe, d. h. bis zum Ende der Sitzung, Teil der Kommune ist, hat ein Stimmrecht in den Abstimmungen, genau wie die Zeugen und der Ankläger.
Endlich mal ein Kommunist der konkret wird. So weit weg von der Staatlichkeit, die ja nach Meinung einiger abgeschafft gehört, ist das aber nicht.

Meine Behauptung war mit der Behauptung verknüpft, dass es im Kommunismus keine Anreize für Leistung gibt. Wenn die Putzfrauen trotz geringerer Entlohnung arbeiten gehen, dann muss es noch andere, eventuell sogar systemunabhängige Anreize für Leistung geben.
Dann schreib das auch so.
 

simpsons3

Gast
Endlich mal ein Kommunist der konkret wird. So weit weg von der Staatlichkeit, die ja nach Meinung einiger abgeschafft gehört, ist das aber nicht.
Es kommt darauf an, wie stark der Staat vertreten wird und wie viel Gewalt am Ende ausgeübt wird. Wenn ich einen Mörder zehn Jahre lang aus der Kommune Osburg sozial ausgrenze (was übrigens nicht auch die physische Ausgrenzung bedeuten muss) *, dann wende ich ja de facto keine Gewalt an. Wenn ich aber jemanden wegen dem Kopieren von ein paar DVDs fünf Jahre lang seiner Menschenrechte beraube, dann ist das etwas völlig anders.

* Was meine ich mit "Sozialer Ausgrenzung"?
Ein sozial Ausgegrenzter profitiert nichtmehr von den Nahrungsmitteln der Gemeinschaft, sondern muss selbst für seinen Unterhalt sorgen (indem er beispielsweise selber Kartoffeln anbaut oder indem andere Leute ihm einen Teil ihrer Nahrung abgeben). Außerdem darf er nichtmehr an den Kommunensitzungen teilnehmen (vielleicht noch als Zuschauer, der jedoch nicht zur Teilnahme bei Abstimmungen und zu Wortmeldungen berechtigt ist). Außerdem sind bestimmte kulturelle Rechte der sonstigen Individuen, zum Beispiel der Besuch des örtlichen Theaters, eingeschränkt oder nicht mehr erlaubt.

Dann schreib das auch so.
Hab ich doch:

Es muss also noch andere Gründe geben, aus denen man arbeiten geht.
 

simpsons3

Gast
Nein, das sind Deine Vorstellungen, von heute, in dieser Zeit mit den Dir bekannten Mitteln der Politik und der Ökonomie.
Natürlich, nur meine Vorstellungen. Ich habe auch niemals behauptet, dass diese Vorstellungen unter Kommunisten "Mainstream" seien oder das Marx/Engels so gedacht haben. Ich hab meine Theorie selber nur als "mögliche Lösung" bezeichnet. Aber um auf eine solche Problematik eine Lösung zu finden, muss man nunmal Vorschläge machen. Meinen Vorschlag habe ich hier zur Diskussion gestellt, damit Kommunismuskritiker genau wie auch Kommunisten darüber nachdenken können, Probleme in meiner Idee benennen können und wir diese Probleme lösen können. Alternativ könnten natürlich auch sowohl von Antikommunisten als auch von Kommunisten jetzt andere Vorschläge kommen, die wir dann diskutieren, oder was auch immer.
 

Garlan der Kavalier

Gast
simpsons3 schrieb:
Die Antikommunisten sollten sich langsam etwas neues ausdenken, ich höre immer nur das Argument, dass Verbrechen nicht verhindert werden (können sie auch im Kapitalimus nicht, der Kommunismus lässt aber einige Motive wegfallen) und dass es keinen Grund gibt, etwas zu leisten (gibt es in der sozialen Marktwirtschaft übrigens auch nicht, aber lassen wir das).
In der sozialen Marktwirtschaft hat man beispielsweise den Anreiz, mehr Geld zu bekommen und somit besser zu leben.


Der Kommunismus basiert darauf, dass die Menschen engagiert sind. Dass du sowas wie Engagement höchstwahrscheinlich nicht aus eigener Erfahrung kennst, ändert nichts an dieser Tatsache. Zumindest verwette ich captaincomas linkes Ei darauf, dass du selten engagiert bist.
Glück gehabt, du kannst das Ei behalten. Was nichts daran ändert, dass ich sehr wohl über Engagement Bescheid weiß. Und allein die Tatsache, dass es solche wie mich gibt, zeigt schon, dass eben zu wenig Engagement da ist.
Vielleicht würde es sogar funktionieren, aber nur, wenn die Unengagierten damit zufrieden sind, sich einen angemessenen Anteil zu nehmen und nicht die ganzen Kartoffeln nehmen, dass für die Arbeiter nichts mehr da ist, wenn sie hungrig und müde von der Arbeit kommen.
Staatliche Strafe schützt vor Vergewaltigung nicht.
Zu einem gewissen Maße schon. Man schaue nur, wie sich Vergewaltigungen häufen, wenn z. B. Krieg ist, sodass der Staat des Feindes nichts unternehmen kann.
Aha. Wie kommt es dann, dass manch eine Reinigungsfachkraft deutlich weniger verdient als ein ALG-II-Empfänger?
Vielleicht war sie ja arbeitslos, und das Amt hat ihr gesagt, dass sie einen Job haben und wenn sie den nicht annimmt, werden ihr leider die Bezüge gekürzt.
Leistungsanreiz 2: Der Staat sitzt einem im Nacken.

Die Gemeinschaft, d. h. die betroffene Kommune, im Stil einer Basisdemokratie.

Es gibt dann eine Kommunensitzung, auf der dann jeder Betroffene (ähnlich wie in einer Gerichtsverhandlung in Deutschland) seine Meinung vortragen soll, also Beschuldigter, Kläger und eventuelle Zeugen, aber auch spontane Beiträge aus der Masse der Abstimmungsberechtigten.
Ganz am Anfang der Sitzung wird ein Sprachführer gewählt, der immer bestimmt, wer jetzt was sagt. Wenn alle Beiträge gehört worden sind, dann entscheidet die Kommune erst über Schuld oder Unschuld (vielleicht reicht eine einfache Mehrheit, vielleicht ja auch nur eine Zwei-Drittel-Mehrheit zur Verurteilung aus, das wird sich zeigen), später ggf. die gesamte Kommune oder ein von ihr nach dem Schuldspruch gewähltes Gremium über die Strafzumessung. Über den Vorschlag des Gremiums, wie hoch die Strafe ausfällt, wird dann nochmal abgestimmt.
Ein schöner konkreter Vorschlag, nur dass das schon eine Art Staat ist.
Es kommt darauf an, wie stark der Staat vertreten wird und wie viel Gewalt am Ende ausgeübt wird. Wenn ich einen Mörder zehn Jahre lang aus der Kommune Osburg sozial ausgrenze (was übrigens nicht auch die physische Ausgrenzung bedeuten muss) *, dann wende ich ja de facto keine Gewalt an.
Genau, ich wende keine Gewalt an. Also kann der einfach sagen, ne, ich gehe nicht, dann kann natürlich die Gemeinde ein paar starke Kerle abkommandieren, die ihn ohne Rücksicht auf Verluste wegschleifen. Aber wenn der dann mit einer Waffe zurückkommt . . .

Ein sozial Ausgegrenzter profitiert nichtmehr von den Nahrungsmitteln der Gemeinschaft, sondern muss selbst für seinen Unterhalt sorgen (indem er beispielsweise selber Kartoffeln anbaut oder indem andere Leute ihm einen Teil ihrer Nahrung abgeben).
Oder indem er was klaut - Aber halt, es gibt ja im Anarchokommunismus keine Verbrechen. Die Lösung ist eine Versammlung wie deine, die aber keine Anarchie zulässt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Es wird kein System funktionieren (egal welches) und zu vollendeter Zufriedenheit führen, solange auch nur ein Individuum anderer Ansicht ist als der Rest.
Besonders schön zu sehen an dem Bsp des Gewaltverzichts.

Und da wir keine Insekten sind, wird dieser utopische Endzustand so schnell nicht erreicht werden....btw, ich glaub selbst bei Insekten gibt es Streitigkeiten innerhalb eines Staates.
 

Garlan der Kavalier

Gast
Es wird kein System funktionieren (egal welches) und zu vollendeter Zufriedenheit führen, solange auch nur ein Individuum anderer Ansicht ist als der Rest.
Unser System zum Beispiel ist im Jahre 1965 zusammengebrochen, als die Schrecken des Dritten Reiches langsam nachließen und sich einige Chaoten gegen das System der BRD stellten. . .:confused:

Vollendete Zufriedenheit gibt es ohne Manipulation sowieso nicht. Aber es ist sinnvoll, die Zufriedenheit zu erhöhen.
Besonders schön zu sehen an dem Bsp des Gewaltverzichts.
Nämlich?
Dieser Artikel erwähnt also, dass viele Männer ihre Frau für ihr "Eigentum" halten und sie deshalb vergewaltigen. Das mag die Sache vereinfachen, aber der Artikel sagt nicht, dass es der Anlass wäre, sondern nur als eine Nebenursache.

Du hast nicht zufällig noch mehr Links?;)