Sicherungsverwahrung

404 - Not Found

Gast
Nein, die Angst davor bewirkt nur eine Sache. Dass man Angst vor einer Verurteilung hat und daher seine Straftat vertuscht oder weitere Straftaten begeht um die eigene zu vertuschen. Es bewirkt also nur noch Schlimmeres.

Außerdem sind die Kosten für zum Tode verurteilte Straftäter enorm.
 

Lord Cracker

Gast
Diese second chance würdest Du auch jemandem zugestehen, der einen Dir sehr nahestehenden Menschen (Vater, Mutter, Geschwister, Ehefrau oder schlimmstenfalls Dein eigenes Kind) umgebracht hat?
Für mich zählt da nur ein Grundsatz: "Wer einem anderen das Leben nimmt, hat das Recht auf sein eigenes verwirkt."
Ja, würde ich auch dann gewähren. Das Argument ist mir auch schon viel zu ausgelutscht um darauf noch einzugehen.

Und gegen Sicherungsverwahrung bin ich nur aus finanziellen Gründen, weil dieser Abschaum dann auch noch Unsummen an Geld kostet.
Vergleichende Berechnungen zeigen, dass die Todesstrafe wesentlich höhere Kosten verursacht. Einfach mal mit dem Thema beschäftigen.

Die Aussucht darauf, wegen Mordes (oder auch wegen Totschlags) zum Tode verurteilt zu werden, könnte m.E. durchaus abschreckende Wirkung zeigen.....
Weshalb in Ländern mit Todesstrafe die Verbrechensrate im Regelfall auch höher ist, als in Ländern ohne Todesstrafe? Es gibt keine abschreckende Wirkung der Todesstrafe. Auch das wüßte man, wenn man sich mit dem Thema jenseits des Phrasendreschens beschäftigt.
 

BOFH

Gast
Ja, würde ich auch dann gewähren. Das Argument ist mir auch schon viel zu ausgelutscht um darauf noch einzugehen.
Dir ist offenbar in deinem Leben noch nichts wirklich Schlimmes passiert, sonst würdest du nicht so sinnfrei argumentieren - oder Du bringst allen Ernstes Verständnis für Individuen auf, die aus niederen Beweggründen anderen Menschen das Recht zu leben nehmen, was Dich für mich als Diskussionspartner disqualifizieren würde.
 

pimpplayer24

Gast
Wenn Ich ganz ehrlich bin dann wüsste Ich nicht was Ich mit dem Mörder meiner Kinder machen würde.Aus dem Bauch heraus gesagt, würde Ich ihn bestimmt kalt machen.Vom Verstand her denke Ich mir das wir dafür eine Justiz haben.Über das Thema kann man ewig streiten und diskutieren.Jeder hat halt seine Sichtweise dazu.
 

Lord Cracker

Gast
Dir ist offenbar in deinem Leben noch nichts wirklich Schlimmes passiert, sonst würdest du nicht so sinnfrei argumentieren - oder Du bringst allen Ernstes Verständnis für Individuen auf, die aus niederen Beweggründen anderen Menschen das Recht zu leben nehmen, was Dich für mich als Diskussionspartner disqualifizieren würde.
Tja, das kannst Du Dir natürlich nun aussuchen. Mir ist das aber ziemlich egal.

Ich sehe auch keinen Unterschied für mich als Angehörigen in der Frage, was ich mit einem Täter machen würde - ich kann froh darüber sein, dass es dafür andere Instanzen gibt, die Strafen verhängen.

Du argumentierst mit niederen Beweggründen - also würde es für Dich einen Unterschied machen, ob jemand Deine Tochter im betrunkenen Zustand mit dem Auto tot fährt, oder ob er sie als Nebenprodukt einer Geiselnahme erschießt? Es würde für Dich einen Unterschied machen, ob Dein Kind in Wald missbraucht und getötet wird - oder ob ein Arzt sie aufgrund eines falsch verschriebenen Medikamentes, weil er ein wenig angespannt war, auf dem "Gewissen" hat?

Ich könnte diese Unterscheidung nicht vornehmen, denn der Verlust wäre für MICH jedes Mal identisch. Deshalb sollten Angehörige auch nicht über so etwas entscheiden. Aber in der Schuldfrage geht es ja auch nicht darum, was die Anghörigen ertragen müssen, sondern darum, was der Täter an Schuld auf sich geladen hat. Und da kann ich nur sagen: "Jeder hat eine zweite Chance verdient". Alles andere ist irrelevant.
 
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susiausessen

Gast
hallo und entschuldigung, dass ich mich hier kurz einklinke.
muss aber dem lordcracker recht geben in seinen ausführungen. und möchte noch etwas dazu fügen:

vor allem sollte man mal bedenken, dass jeder zum mörder werden könnte. was ist mit mord im affekt, mit fahrlässiger tötung, etc?
was ist mit schitzophren erkrankten? ich kenne einen fall von einem alten mann, der einen schitzophrenen akutanfall hatte. lebte seit über 40 jahren mit seiner frau zusammen. eine stimme sagte ihm plötzlich, dass sie satan wäre und er sie umbringen solle. der mann sitzt jezt in der forensik, ist total geschockt, weil er sich seiner tat bewusst ist. er wollte sich selbst umbringen, nachdem er das blutbad in der wohnung gesehen hat. aber polizei (durch nachbarn gerufen) war schneller. dem mann droht eine verurteilung zur anklage mord. jede nacht weint der mann, schreit in seinen träumen. er ist für mich kein individuum, wie im thread so benannt, sondern ein mensch mit gefühlen wie du und ich! und ich empfinde sogar empathie für diesen mann, der nichts mehr rückgängig machen kann, der seine frau vermisst und mit seinem gewissen nicht mehr klar kommt.

mich machen solche diskussionen immer sehr sehr nachdenklich und auch etwas traurig.
 

simpsons3

Gast
Dir ist offenbar in deinem Leben noch nichts wirklich Schlimmes passiert, sonst würdest du nicht so sinnfrei argumentieren - oder Du bringst allen Ernstes Verständnis für Individuen auf, die aus niederen Beweggründen anderen Menschen das Recht zu leben nehmen, was Dich für mich als Diskussionspartner disqualifizieren würde.
Definiere "Niedrigere Beweggründe"!

Ist es ein niedriger Beweggrund, wenn man z. B. einen Menschen umbringt, um einen anderen Menschen zu retten? Ist es ein niedriger Beweggrund, einen Menschen aufgrund seiner politischen Meinung umzubringen?

Außerdem gibt es schon einen Thread zum Thema Todesstrafe, wenn ihr das hier noch weiter ausrollen wollt.
 
Du argumentierst mit niederen Beweggründen - also würde es für Dich einen Unterschied machen, ob jemand Deine Tochter im betrunkenen Zustand mit dem Auto tot fährt, oder ob er sie als Nebenprodukt einer Geiselnahme erschießt? Es würde für Dich einen Unterschied machen, ob Dein Kind in Wald missbraucht und getötet wird - oder ob ein Arzt sie aufgrund eines falsch verschriebenen Medikamentes, weil er ein wenig angespannt war, auf dem "Gewissen" hat?

Ich könnte diese Unterscheidung nicht vornehmen, denn der Verlust wäre für MICH jedes Mal identisch.
Korrekt. Im Falle des fahrlässigen Arztes könnte ich nicht auf Hinrichtung, sondern nur auf Berufsverbot plädieren, aber ich würde mir nächtelang Vorwürfe machen, warum ich diesem unfähigen S... vertraut habe. Wut, Schmerz und Trauer wären aber um kein i-Tüpfelchen geringer als beim besoffenen Autofahrer.

Was aber sowohl bei der Sicherungsverwahrung als auch bei der Todesstrafe immer mitschwingt, ist der Gedanke: was kann man (= die staatlichen Sicherheitsbehörden) tun, damit sich diese Tat nicht wiederholt? Beim fahrlässigen Überfahren: klar, Lappen weg für immer, soll sich einen Job als Fahrradkurier suchen, da ist der Impulsübertrag bei Unfällen wesentlich geringer. Beim tödlichen "Kunstfehler": Approbation weg, soll sich ebenfalls einen ungefährlicheren Job suchen. Aber: was tun bei vorsätzlich geplanten Tötungsdelikten? Was tun mit sadistisch veranlagten Kindermördern? Was tun mit "Intensivtätern"? Verbannen, Abschieben, Hinrichten, Wegsperren, Foltern? Vielleicht Aversionstherapie? Der "kurze Prozess" hat den einen Vorteil, daß er Wiederholungstaten zuverlässig verhindert. Und teuer sind Hinrichtungen nur in rechtsstaatlich organisierten Justizsystemen wie in den USA. In "pragmatischen Staaten" wie China oder Vietnam kostet eine Hinrichtung nur die Patrone...

Die Frage ist halt, was man will, und wie man leben will. In der Illusion obrigkeitsstaatlich garantierter Sicherheit oder in der überschaubaren Unsicherheit eines doch etwas freiheitlicheren Systems.
 
... die "Verbrechensbiografien" der 4 Beschwerdeführer sind interessant zu lesen...

ein "gewohnheitsmäßiger Einbrecher", der Wohnungen alleinlebender Frauen bevorzugt,

ein sadistischer Serienvergewaltiger

und zwei therapieunwillige Sexualmörder, von denen der eine bereits mit 19 mordete, aber nicht zu "lebenslänglich" verurteilt wurde, weil das Gericht Jugendstrafrecht angewandt hat (hätte es Erwachsenenstrafreht angewandt, hätte er keinen Grund, sich zu beschweren - dann würde er völlig zu Recht immer noch einsitzen) und der andere, der vor seinem Mord bereits länger wegen serienmäßiger Kindervergewaltigung eingesessen hatte, die Gutachter belogen hat, um "nur" 15 Jahre statt lebenslang zu bekommen.

Alles Leute, die man nicht gerne als Nachbarn haben möchte.
 

Jukuhu

Gast
Ich finds ja sehr interessant das ein zu Guttenberg beim Deutschen Volk über allem erhaben ist und hier so krass "Einmal Verbrecher, immer Verbrecher" geschrien wird. Hammerhart.

Für die Pro-Todesstrafe Leute: Verhandelt mal mit Merkel, die freut sich über Hinrichtungen und sagt das sogar im Fernsehen. Tjaja, Christen an die Macht.

Zur Sicherheitsverwahrung:

Sie ist sicher bei manchen Menschen notwendig. Allerdings wird sie jetzt bei jedem verhängt werden, egal wie der Einzelfall sich darstellt, damit man eben auf gar keinen Fall einen psychisch kranken Menschen wieder freilassen muss. Da werden viele Menschen die eine zweite Chance verdient haben und nutzen könnten drunter leiden.

Der Aspekt der "absoluten Sicherheit" ist in diesem Forum offenbar auch groß in Mode.
Selbstverständlich kann man nicht vorraussagen ob der Mensch wieder morden wird sobald er auf freiem Fuß ist, aber was ist schon ohne Risiko?

Mit jedem Stück vermeintlicher Sicherheit gibt man ein Stück seiner Freiheit ab, wer sich in bestimmte Situationen reinversetzen kann wird das auch hier erkennen.

Nehmen wir als Beispiel dein Kind wird wirklich von einem Betrunkenen überfahren und du bringst den Kerl aus Rache um. Solltest du dafür getötet werden oder ein Lebenslang bekommen? Die Sicherheitsverwahrung ist hier nicht angebracht weil der Grund des Mordes aus der Welt geschaffen wurde.


Aber wir könnten auch einfach alle Morde verhindern indem wir überall Kameras aufstellen, vielleicht ist damit der deutsche Sicherheitsfaschismus befriedigt...
 

Bloodhunter

Gast
Unser gesamtes Rechtssystem ist für die Tonne, weil es auf Rache basiert - so ganz nach dem Motto "Du warst böse zu wem, also sind wir jetzt böse zu dir". Dann wird man halt mal eben eingesperrt und irgendwann kommt man wieder raus und macht, sofern eine psychische Störung vorliegt, einfach weiter wie gehabt.

Was braucht es also?

Primär müssen diese ganzen dummen Gefängnisstrafen weg. Und kommt mir bloß nicht mit Todesstrafe. Demnächst hackt ihr den Dieben noch die Hand ab, so wie früher geschehen, lol. Echt peinlich, was hier manche fordern.

Die Gefängnisstrafen müssen durch soziale Programme ersetzt werden. Diese dienen der Resozialisierung des Täters, sollen ihm aber auch gleichzeitig sein Verbrechen vor Augen führen und dafür sorgen, dass es sich nicht wiederholt.

Bei psychisch kranken Menschen wäre die Geschlossene vmtl zusätzlich notwendig.

Danach greift aber etwas das bisher viel zu kurz kommt. Die Hilfe für Opfer und Angehörige. Psychologische Unterstützung, etc. Viele Menschen sind, nachdem sie Opfer eines Verbrechens wurden, unglaublich verstört. Das interessiert nur irgendwie keine Sau. Haben ja auch den pöhsen Verbrecher eingesperrt.

Natürlich sind auch vorbeugende, soziale Programme notwendig. Wenn man sich mal die heutigen Schulen in Deutschland anschaut, dann braucht es doch keinen zu wundern, dass die Hälfte von den Spastenkindern irgendwann im Knast landet, weil wen ausgeraubt oder abgestochen.
 

Lord Cracker

Gast
Unser gesamtes Rechtssystem ist für die Tonne, weil es auf Rache basiert - so ganz nach dem Motto "Du warst böse zu wem, also sind wir jetzt böse zu dir". Dann wird man halt mal eben eingesperrt und irgendwann kommt man wieder raus und macht, sofern eine psychische Störung vorliegt, einfach weiter wie gehabt.
Blödsinn. Unser Rechtssystem basiert eben nicht auf Rache.

Primär müssen diese ganzen dummen Gefängnisstrafen weg. Und kommt mir bloß nicht mit Todesstrafe. Demnächst hackt ihr den Dieben noch die Hand ab, so wie früher geschehen, lol. Echt peinlich, was hier manche fordern.
Das wäre ein auf Rache basiertes Rechtssystem.

Die Gefängnisstrafen müssen durch soziale Programme ersetzt werden. Diese dienen der Resozialisierung des Täters, sollen ihm aber auch gleichzeitig sein Verbrechen vor Augen führen und dafür sorgen, dass es sich nicht wiederholt.
Das wiederum passiert in unserem Rechtssystem.

Bei psychisch kranken Menschen wäre die Geschlossene vmtl zusätzlich notwendig.
Psychisch Kranke werden bereits in Verwahrung gehalten.

Die Hilfe für Opfer und Angehörige. Psychologische Unterstützung, etc. Viele Menschen sind, nachdem sie Opfer eines Verbrechens wurden, unglaublich verstört. Das interessiert nur irgendwie keine Sau. Haben ja auch den pöhsen Verbrecher eingesperrt.
Der Weiße Ring und weitere Opferschutzorganisationen würden Dir hier extrem widersprechen.

Natürlich sind auch vorbeugende, soziale Programme notwendig. Wenn man sich mal die heutigen Schulen in Deutschland anschaut, dann braucht es doch keinen zu wundern, dass die Hälfte von den Spastenkindern irgendwann im Knast landet, weil wen ausgeraubt oder abgestochen.
Wenn man Deinen letzten Satz so liest, muss man sich schon fragen, ob Du nicht vielleicht auch in vielerlei Hinsicht ein "Spastenkind" bist. Außerdem solltest Du weniger RTL2 schauen.
 

Bloodhunter

Gast
Blödsinn. Unser Rechtssystem basiert eben nicht auf Rache.
Sondern? Gerechtigkeit? :D

Das wäre ein auf Rache basiertes Rechtssystem.
Auch, ja. Allerdings ist es doch letztlich wayne ob wer lebenslang eingeknastet wird oder nach 3 Jahren auf den Stuhl kommt. Letztlich wird die Gesellschaft einen Verbrecher los und die Opfer haben gewissermaßen "Gerechtigkeit" erfahren, da dem Bösen nun auch was Böses angetan wurde.

Gerechtigkeit in Klammern, weil ich derartige Dinge nicht wirklich als Gerechtigkeit bezeichnen möchte. Sowas ist abartig und unzivilisiert.

Das wiederum passiert in unserem Rechtssystem.
Richtig, aber viel zu wenig. Sonst würden nicht so viele Leute trotz 10 Vorstrafen irgendwann im Knast landen und viele dieser Knastbrüder nach wenigen Monaten oder Jahren erneut im Knast hocken. Hier macht unser achso tolles Rechtssystem wohl irgendwas falsch, meinst du nicht? ;)

Der Weiße Ring und weitere Opferschutzorganisationen würden Dir hier extrem widersprechen.
Gut, lass es mich etwas umformulieren. Den Staat interessiert es einen Scheißdreck, was mit dir passiert. Besser?

Wenn man Deinen letzten Satz so liest, muss man sich schon fragen, ob Du nicht vielleicht auch in vielerlei Hinsicht ein "Spastenkind" bist. Außerdem solltest Du weniger RTL2 schauen.
Wenn meine Glotze mal läuft, dann läuft entweder N24 oder phoenix. Tut mir leid für dich. :p

Und ja, die Beleidigung war evtl etwas überzogen, aber bei derart unzivilisiertem, teils brutalen und recht hirnlosen Verhalten eigentlich auch gerechtfertigt. Damit wollte ich keinesfalls irgendwelche Spastiker angreifen oder in irgendeiner Art und Weise kränken.
 

Lord Cracker

Gast
Sondern? Gerechtigkeit? :D
Wiedereingliederung, Resozialisierung. Das sind die Grundlagen unseres Rechtssystems.

Auch, ja. Allerdings ist es doch letztlich wayne ob wer lebenslang eingeknastet wird oder nach 3 Jahren auf den Stuhl kommt. Letztlich wird die Gesellschaft einen Verbrecher los und die Opfer haben gewissermaßen "Gerechtigkeit" erfahren, da dem Bösen nun auch was Böses angetan wurde.
Auch da hast Du wieder mal die Grundlagen unseres Rechtssystems nicht verstanden. Es gibt bei uns keinen "Täter-Opfer-Ausgleich" im Strafrecht und es geht auch nicht darum, irgendwen "los zu werden". Du faselst wirr.

Richtig, aber viel zu wenig. Sonst würden nicht so viele Leute trotz 10 Vorstrafen irgendwann im Knast landen und viele dieser Knastbrüder nach wenigen Monaten oder Jahren erneut im Knast hocken.
Befasse Dich mit Rückfallquoten und tatsächlichen Fällen von "Mehrfachtätern" bevor Du weiterhin auf Fällen wie "Crash Kid Andy" & Co. rumreitest.

Hier macht unser achso tolles Rechtssystem wohl irgendwas falsch, meinst du nicht? ;)
Fehler passieren überall. Sie sind aber auch hier die extreme Ausnahme.

Gut, lass es mich etwas umformulieren. Den Staat interessiert es einen Scheißdreck, was mit dir passiert. Besser?
Nein, das ist immer noch falsch.

Wenn meine Glotze mal läuft, dann läuft entweder N24 oder phoenix. Tut mir leid für dich. :p
Dann müsstest Du vielleicht auch noch entsprechend Aufmerksamkeit schenken.

Und ja, die Beleidigung war evtl etwas überzogen, aber bei derart unzivilisiertem, teils brutalen und recht hirnlosen Verhalten eigentlich auch gerechtfertigt. Damit wollte ich keinesfalls irgendwelche Spastiker angreifen oder in irgendeiner Art und Weise kränken.
Deine Ausdrucksweise macht Dich halt auch zum "Vollspasten".
 

Bloodhunter

Gast
Auch da hast Du wieder mal die Grundlagen unseres Rechtssystems nicht verstanden. Es gibt bei uns keinen "Täter-Opfer-Ausgleich" im Strafrecht und es geht auch nicht darum, irgendwen "los zu werden". Du faselst wirr.
Dann basiert Resozialisierung also entweder darauf, wen einsperren zu müssen, um ihn zu resozialisieren oder der Freiheitsentzug selbst stellt die Resozialisierung dar. Dolle Sache. "Ab in die Ecke, warst böse" stellt dann also auch die Grundlage für eine Resozialisierung dar. Nette Vorstellung. :)

Wie wär's, die Leute ohne Knastaufenthalt zu resozialisieren? Schonmal überlegt wie viele Straftaten aufgrund unserer Strafen unaufgeklärt bleiben, wie viel zusätzliche Arbeit die jeweiligen Ermittler haben und wie viele zusätzliche Verbrechen begangen werden, um zu fliehen und/oder seine Spur zu verwischen? Offenbar nicht.

Befasse Dich mit Rückfallquoten und tatsächlichen Fällen von "Mehrfachtätern" bevor Du weiterhin auf Fällen wie "Crash Kid Andy" & Co. rumreitest.
Büdde sehr.
http://archiv.bundesregierung.de/pressemitteilung/06/600306/attachment/600304_0.pdf

Ist schon etwas älter, lass ich aber dennoch gelten. Es hat sich ja seitdem nichts Großes geändert.

Wenn 70% nicht rückfällig werden, sind das trotzdem noch 30% zu viel. Wenn nur 5% rückfällig würden, würde ich von unbelehrbaren Idioten sprechen die es wirklich verdient hätten, wenn man sie in irgendeine Grube wirft und nie wieder rauslässt.

Fehler passieren überall. Sie sind aber auch hier die extreme Ausnahme.
Wie gesagt, 30% sind 30% zu viel. Wenn es um die Sicherheit der Bürger geht, sollte man sich besser keine Fehler erlauben.

Außerdem geht aus der oben geposteten pdf Datei hervor, dass vor allem geringe Delikte (für die du kaum eine Strafe bekommst, höchsten ein paar Sozialstunden oder nach mehreren Verurteilungen ein paar Monate auf Bewährung) die höchste Rückfallquote haben.

Also !§#$%&? auf vorbeugende Aufklärung etc, lass die Taschendiebe einfach laufen. Tun doch keinem was, die armen Kerle...

Manchmal versteh ich dich echt nicht, Cracker.

Nein, das ist immer noch falsch.
Dann sag mir wie es richtig ist. WAS GENAU tut der Staat für die Opfer von Gewalt- und Sexualverbrechen? Und mit "Staat" meine ich nicht irgendwelche Hilfsorganisationen, sondern die BRD bzw deren Ämter.

Dann müsstest Du vielleicht auch noch entsprechend Aufmerksamkeit schenken.
Das lass mal meine Sorge sein. ;)

Deine Ausdrucksweise macht Dich halt auch zum "Vollspasten".
Vielen Dank für die Blumen. So nett hat das lange keiner ausgedrückt. :p
 

Jukuhu

Gast
Aua Bloody ><

Mich persönlich haben nur die Strafen bisher von so mancher Straftat abgehalten. Nagut, das ist gelogen.

Aber man brauch auf deinen Post nicht eingehen, das was du schreibst kann man nichtmal mehr als Unsinn bezeichnen, das ist einfach Diarroeh.
Es gibt genug Straftäter die NIENIENIEMALS bereuen. Die soll man einfach laufen lassen?
Ich glaube du kennst die "Harten Jungs" nicht, ich kenne ein paar Ex-Knastis die der Meinung sind der Knast war das beste was ihnen passieren konnte weil sie endlich gerafft haben was sie angestellt hatten.
Andere gehn jetzt zum 5. mal in den Knast. Trotz diesem Opfer-Täter Programmen.

Von den Unbelehrbaren gibt es viele, die pissen sich ein vor lachen wenn der Deutsche Staat ihnen bei Schwerem Einbruch in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung 50 Sitzungen beim Quasselarzt verschreibt.

Bist du wirklich so blauäugig das du glaubst was du da Gestern Nacht verfasst hast? Oder geht es dir darum einen Standpunkt möglichst weit weg von Cracker einzunehmen?
 

simpsons3

Gast
... die "Verbrechensbiografien" der 4 Beschwerdeführer sind interessant zu lesen...
wer beschwerde einlegt ist schlicht egal.

Blödsinn. Unser Rechtssystem basiert eben nicht auf Rache.
lol, du hast humor.

Das wäre ein auf Rache basiertes Rechtssystem.
nein, das würde auf vorbeugung basieren. ^^ jemand ohne hände klaut unter garantie nie wieder.

Wenn meine Glotze mal läuft, dann läuft entweder N24 oder phoenix. Tut mir leid für dich. :p
n24 wäre ja schon schlimm genug. konzentrier dich lieber ganz auf phoenix und aufs grepo-forum.

Wiedereingliederung, Resozialisierung. Das sind die Grundlagen unseres Rechtssystems.
inwiefern? wenn dem sao wäre, wäre man nach der haftentlassung bereit, ein statistisches durchschnittsleben zu führen, was vor allem eines bedeutet: einen job auszuüben. aber wer einmal im knast war, der sieht nie wieder eine einladung zum vorstellungsgespräch.



um in die laufende debatte einzusteigen, zitiere ich einfach mal aus bloodhounters link:

"Darüber hinaus hatten Personen mit Verurteilungen zu freiheitsentziehenden Strafen ein höheres Rückfallrisiko als Personen mit Bewährungsstrafen. So lag die Rückfallquote von Personen, die nach Erwachsenenstrafrecht behandelt und zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurden (diese Gruppe umfasst 85.460 Personen), bei etwa 45 Prozent (38.177 Personen). Bei einem Freiheitsentzug (diese Gruppe umfasst 19.551 Personen) lag die Quote bei etwa 56 Prozent (11.028 Personen).

Nach der Studie werden Täter, die zu einer Jugendstrafe ohne Bewährung verurteilt wurden, besonders häufig rückfällig. Von den insgesamt 3.265 Personen dieser Gruppe begingen 2.541 nach der Entlassung aus der Haft erneut Straftaten."

wie die bmj-statistik zeigt, bringt es nichts, den täter wegzusperren. es kommt offenbar positiv an, wenn man zum täter sagt "ich vertrau dir! du versprichst, dass du die finger stillhältst, dann gehst du als freier mensch hier raus."
zerreißt mich ruhig, aber vielleicht sollte man taten wie mord zur bewährung aussetzen ...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Grumbadir

Gast
wie die bmj-statistik zeigt, bringt es nichts, den täter wegzusperren. es kommt offenbar positiv an, wenn man zum täter sagt "ich vertrau dir! du versprichst, dass du die finger stillhältst, dann gehst du als freier mensch hier raus."
So ganz unrecht hast du nicht, ich kenne viele Geschichten von "Knackis" die in der Zelle oder im Hof Kontakte für die Zukunft geknüpft haben.

Aber wenn man z.B einen mehrfach auffällig gewordenen Sexualstraftäter nach einer gescheiterten Therapie aus der Haftanstalt wieder in die Freiheit entlässt, muss ich mich fragen ob das so richtig ist.

Im Urteil weisen die Richter ja auf die Verhältnismässigkeit hin, die eine Sicherungsverwahrung rechtfertigen muss, nur sollte die Sicherungsverwahrung nicht bereits im Urteil, sondern erst nach durchlaufen diverser Therapien, Gutachten und dem ganzen Kram, gegen Ende der verurteilten Haftstrafe angeordnet werden können.
Hat es gegeben, hat den Verfassungsrichtern nicht gepasst und wurde daraufhin gekippt.

Wir können solche Diskussionen führen bis zum Tag nach dem Sankt Nimmerlein, ändern wird sich nichts - auch nicht an den Grundrechten eines Straftäters nach dem Absitzen der Strafe
 
wie die bmj-statistik zeigt, bringt es nichts, den täter wegzusperren. es kommt offenbar positiv an, wenn man zum täter sagt "ich vertrau dir! du versprichst, dass du die finger stillhältst, dann gehst du als freier mensch hier raus."
zerreißt mich ruhig, aber vielleicht sollte man taten wie mord zur bewährung aussetzen ...
Man kann es auch anders herum sehen: es gibt Menschen, die grundsätzlich fähig sind, sich an Regeln zu halten und nur ausnamsweise mal Gesetze brechen, für die reicht eine Bewährungsstrafe. Dann gibt es andere Menschen, denen diese Fähigkeit völlig fehlt, die werden immer rückfällig, egal, wie man sie bestraft. Die beobachtete statistische Korrelation zeigt, daß offensichtlich die Richter in Deutschland im Mittel zwar ganz gut, aber längst nicht perfekt darin sind, die einen von den anderen zu unterscheiden.