Unabhängigkeit erklären

Dieses Thema im Forum "Politik, Gesellschaft & Wirtschaft" wurde erstellt von Sparanus, 24.01.12.

  1. Sparanus

    Sparanus

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    Was würde passieren, wenn ein Bundesland seine Unabhängigkeit
    von der Bundesrepublik erklären würde?
    Würde unsere Regierung dieses Bundesland angreifen?
     
  2. sankaku

    sankaku Gast

    naja, ich glaube heute versuchen alle es lieber ersteinmal ohne Waffen zu klären
     
  3. Formaljuristisch ist die einseitige Unabhängigkeitserklärung eines einzelnen Bundeslandes gemäß Art.23 GG gar nicht möglich, nur eine Verfassungsänderung würde diesen Schritt erlauben - dazu braucht es allerdings eine 2/3-Mehrheit beider Parlamente.

    Wenn natürlich nun Edmund, der König von Bayern, wieder aus Brüssel heimreitet und sich zum neuen Herrscher des unabhängigen Bayernlandes erklärt - also Fakten schafft - ist das mit der Formaljuristerei natürlich so eine Sache. Keine Ahnung, wie der Rest von Deutschland sich dann verhalten würde - wobei ich bei Bayern damit nun keine Probleme hätte. :D
     
  4. sankaku

    sankaku Gast

    Die Bayern machen doch so oder so ihr eigenes Ding :rolleyes:
     
  5. Ala -

    Ala -

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    Ich schon, auch wenn Ich nicht aus Bayern komme :D

    @ Threadtitel:
    Ich würde mal spekulativ behaupten, dass die Bundesrepublik nicht militärisch eingreifen würde, zumindest aber kann man von drohenden Verhalten ausgehen.

    Edit: Auch wenn die Frage wirklich sehr blöde ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.01.12
  6. Völkerrechtlich sieht das Ganze natürlich auch schon wieder etwas anders aus - was die Selbstbestimmungsrechte der Völker angeht, könnte sich hier eine Tür öffnen. Aber ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass da einer eine Insel Mitten in Europa ausruft, da er kaum mit einer Anerkennung durch andere Staaten rechnen dürfte und ein isoliertes Gebiet vor allem wirtschaftlich recht schnell vor die Wand fährt.
     
  7. Cancelot

    Cancelot

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    Machen sie nicht. Das populistische, von Franz Josef Strauss so gepflegte "Mia san mia" ("wir sind wir") und die ständigen Drohungen gegen (damals noch) Bonn war enges politisches Kalkül zur Festigung der eigenen, persönlichen Macht, nicht nur in Bayern, sondern vor allem im deutschen Bundestag.
    Es gab nie einen ernsthaften bayerischen Plan, sich aus dem Föderalismus zu lösen.

    Ansonsten verstehe ich den Threadtitel nicht. Was soll die Frage? Steht doch überhaupt nicht zur Debatte.
     
  8. Sparanus

    Sparanus

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    Mich interessiert es.

    Ach zu Bayern.
    Die haben es doch schon mal versucht.
    Stichwort Hitler Ludendorf Putsch

    Aber das steht nicht mehr zur Debatte
     
  9. Cancelot

    Cancelot

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    Willst du deine militanten Phantasien ausleben? Ist doch ein völlig abwegiger Gedanke, dass sich ein Bundesland aus dem Bund löst und selbst wenn ist es noch abwegiger, dass dann Restdeutschland einmarschieren könnte.
     
  10. Sparanus

    Sparanus

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    Nein, ich bin kein Seperatist.
    Naja wieso ist das denn so abwegig, dass sowas jemals wieder passieren könnte?
     
  11. Ala -

    Ala -

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    Deutschlands politische und wirtschaftliche Gesamtsituation.
     
  12. Cancelot

    Cancelot

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    Es fehlt einfach der Grund für ein solche extreme Maßnahme und auch die Möglichkeit. Ich kann mir das nichtmal für Bayern vorstellen. Bayern besteht ja nicht nur aus Almwiesen, sondern wird von bedeutenden Wirtschaftsmetropolen (Nürnberg, Augsburg, München) dominiert. Im Maximilianeum sitzen sie nicht mit Bier und Sepplhut herum, sondern pflegen nationale und internationale Wirtschaftsbeziehungen sowie kulturelle Kontakte und ziehen nicht zuletzt ihre Fäden in Berlin.
    Lustig wär ja die Vorstellung, Meck-Pomm würde sich separieren und wegen ihrer Abhängigkeit von gesamtdeutschen Zahlungen vielleicht bei den Russen anklopfen. Aber auch in diesem Fall käme keiner auf die Idee, in Meck-Pomm einzumarschieren. Da knallen dann eher die Sektkorken. Uff, endlich weg, die olle Naziburg, die eh nur Geld kostet und Ärger macht.Bloß - die Russen würden dankend ablehnen, Hungerleider ham se schon genug und Nazis stehen auch dort nicht so wirklich hoch im Kurs.

    Oder sagen wir, das Saarland würde sich wieder Fronkreisch anschließen. Ne, undenkbar, da käm dan Angie zu Nicolas und würd ihm ihren Busen hinhalten "darfst mal hingreifen, Nicki, aber vom Saarland lassen wir hübsch die Finger, gell!" Stell ich mir grade mal so bildlich vor... hehe

    Das neuerdings grüne BW freut sich über sein Grünsein und hält ganz hübsch die Füße still, man will ja nicht auffallen. Außerdem gilt hier dasselbe wie für Bayern.

    Interessant könnte es vielleicht werden, wenn Hamburg sich selbstständig macht und, sagen wir, mit England kungelt. Das gäbe dann doch leichten Ärger. Aber auch hier würde dann der Draht glühen zwischen Deutschland - USA - England, und die USA würden die Engländer streng geschäftlich darauf hinweisen, dass Hamburg womöglich eine grobe Fehlinvestition darstellt, jetzt wo der Meeresspiegel so ansteigt und die Elbe bald nach hinten fließt...

    Ne, also, wie ich das auch drehe und wende, ein Schuh wird nicht draus.
     
  13. Sparanus

    Sparanus

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    Stimmt, es müsste schon was extremes passieren.
    EIn Weltkrieg oder so^^
    Naja nach dem ersten wär es schon ein paar mal dazu gekommen.
     
  14. Dexter67

    Dexter67 Gast

    Hallo Cancelot,

    wie du schon schreibst, wenn sich Bundesländer selbstständig machen würden, es ginge in die Hose.
    Aber anders betrachtet, und da hat mich indirekt Lord darauf gebracht, was ist, wenn das Volk (wie zu Zeiten des Mauerfall's)
    das Selbstbestimmungsrecht in Anspruch nehmen würden und die politischen Führungsebenen (deren Funktionalität mir immer noch ein Rätsel bleibt) boykottieren. Ergo, allen Gesetzen zum Trotz, die Führung ihrer Bundesländer selbst in die Hand nehmen, eigene Handelsabkommen schließen, die Fördergelder dort einsetzen, wo es auch notwendig ist. Den Mittelstand wirklich unterstützen und eine Form der "Hanse" aufleben lassen würden?!?
    ...
    Alles in Allem und noch nicht durchdacht ... eine "autonome Regierung" jeweiliger Bundesländer unter dem Zepter der Volksmassen. :D
    Somit könnte man auch frei entscheiden, ob man die Milch aus Spanien oder vom Bauern nebenan kauft.
    Theoretisch schön zu betrachten, aber wirtschaftlich leider nciht mehr möglich, da die wirtschaftliche Entwicklung und Strukturierung der Länder schon vor Jahrzehnten auf die europäische Union umgestaltet wurden. Das beste Beispiel ist jetzt zu sehen mit der "Fusion" von Japan und China ... und nicht mehr lange, dann gibt es wirlkich nur noch drei grosse Wirtschaftsmächte.
    Wir betrachten das Weltgeschen nur im Kleinen und dem Moment. Und immer bekommen wir die Happen von den Medien vorgeworfen die wir gerade noch schlucken können. Haleluja
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28.01.12
  15. Cancelot

    Cancelot

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    ich weiß nicht genau, was damals in den russischen Köpfen vorgegangen ist, aber Tatsache ist eines: das "Volk" der DDR hat nichts anderes getan, als zu Fuss durch die plötzlich offene Grenze zu gehen. Das war ja nur möglich, weil die DDR Führung eine entsprechende Weisung aus Moskau erhalten hatte. Insofern also kein guter Vergleich und nicht geeignet als Beispiel dafür, was geschehen kann, wenn das "Volk" sich zu irgendetwas aufrafft. Siehe Libyen, auch da wäre der Aufstand des "Volkes" kläglich gescheitert, wenn nicht fremde Interessen den Aufstand aus höchst eigenen Motiven unterstützt hätten. Siehe Syrien, Syrien ist überhaupt nicht interessant und deswegen wird das aufständische "Volk" einfach massakriert.

    Richtig funktioniert das erst, wenn sich die Menschen "entvolken", also sich nicht mehr als Untertanen eines Staates verstehen, sondern diesen ganzen Machtapparat abschaffen. Aber vermutlich wird aus diesem "entvolken" dabei sehr leicht eine "Entvölkerung", ein Bruderkrieg, weil diejenigen, die vom Staat profitieren, sich diese "segensreiche" Einrichtung nicht so einfachen wegnehmen lassen werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29.01.12
  16. Dexter67

    Dexter67 Gast

    ...absolut korrekt...
    es ist auch mehr der "Werdegang" des Mauerfalls, den ich als Formbeispiel nennen wollte. Am Ende ist jeder "Aufstand" des Volkes eine inzenierte Geschichte gewesen, ob russische Revolte, fränzösische Revolution oder die Bundschuhbewegen. Immer gab es Führungskräfte die nur aus einem Aspekt heraus die Menschen aufwiegelten ... Herrschaft zu erlangen. Was nicht beweisbar ist, aber meiner Meinung nach bei jedem Umsturz/versuch der Tatbestand ist, es gab immer einen "Puppenspieler der an den Fäden zog. Und das kleine Menschlein mit seinen Scheuklappen und dem ausgeprägtem Herdentrieb, läuft von einem Desaster ins nächste.
    Es wird wohl noch viele Generationen brauchen, bis eine tatsächliche Selbstbestimmung möglich ist, und der Begriff Anarchie in ein anderes Licht rückt, und nicht nur Utopie ist.
    Aber solange die menschen noch mit Medienmüll und Panikmache gefüttert werden und ihr Dasein mit einer gewissen Zufriedenheit auskosten können, wird es nie zu einem Umdenken kommen, der Weitblick fehlen und die Füße schön unter dem Tisch bleiben.
    Und wie du schon geschrieben hast, viele haben "Angst" ihe einträgliches Leben einfach so preis zu geben und werden sich eher einem "Bruderkrieg" hingeben als mögliche Ptotentiale zu teilen. Zumindest der Großteil.
    Ein Umdenken findet aber schon im "Kleinen" statt. Der Gründer von Esprit ist z.B. einmal aufgewacht und hat die Augen geöffnet. Seither kauft er Regenwaldregionen in Chile und Naturflächen in Argentinien um diese vor der Umweltzerstörung zu schützen.
    Und da tirtt wieder deine These in Kraft ... die Regierung schert sich einen Dreck um Privatbesitz ... da sie von Konzernen die die Ressis auf den Weltmarkt bringen wollen unter Druck gesetzt werden und Gesetze umgeht oder abändert.
    Schade das wir nicht mehr miterleben dürfen, wenn die Ressis tatsächlich knapp werden und der Raubbau ein Ende findet, wie sich dann die "natürliche" Weltwirtschaft etablieren will. Also virtuelles Geld und Papierscheine eignen sich meiner Ansicht nach weniger zum Verzehr. *gg* Wall-E sei geheiligt. :D
    ...
    Edit: Apropos Movies.
    Unsere Entwicklung ist schon filmisch dargestellt.
    Am Anfang wird es wie auf Pandora zu einem Aufstand kommen. Danach findet die große Aufräumaktion wie bei Wall-E statt. Und am Ende leben wir wie die Nox bei Stargate. Und die Welt ist wieder in Ordnung.
    Amen *gg*
    Voraus gesetzt, wir werden nicht wegespült wie bei dem Film 2012, oder tiefgekühlt wie bei The Day after tomorrow. Jedoch in Anbetracht der zu erwartenden Planetenkonstellation :D kann man eher das Desaster bei The Core in Erwägung ziehen. ;) Haleluja Apokalypse, now :D
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29.01.12
  17. [​IMG]
     
  18. Cancelot

    Cancelot

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    sehr ästhetisch, dein Weltuntergang!
     
  19. nix fronkreich! nix heim ins reich! einsame verelendung ist angesagt. es sei denn, man könnte ein oder zwei eu-behörden abgreifen, so wie dieses dings, äh, belgien.

    [​IMG]
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29.01.12
  20. Jaramir

    Jaramir Gast

    Gehen wir davon aus das sich zwei Bundesländer (Stadtstatt & Bundesland) zusammen schließen, um sich eben politisch wie kulturell vom Rest Deutschlands zu lösen.

    bs.
    Berlin & Brandenburg=Preußen
    Hamburg & S-H
    Bremen & Sachsen
    Freistatt Bayern

    Idee`n dazu gab es schon viele in den einzelnen Landtagen.

    Würde hier bei 2/3 zustimmen. Würde Deutschland in seiner jetzigen Form nicht weiter existieren.

    Freistatt Sachsen,Bayern und Thüringen. Würden sich wohl umgehend unabhängig erklären.
    aus einem Land würden 16 kleine Statten werden,welche sich sicherlich neu gruppieren. Norden wie Süden,Osten wie Westen.

    Schon aus Wirtschaftlichen gründen würden sich gewisse Bundesländer neu zusammenschließen.

    Einen darauf folgenden Bürgerkrieg unter dem deutschem Volk schließe ich da gänzlich aus.
    Es mag zwar eine Minderheit geben die gerne Säbel rasselt. Unser Volk durfte sich in vielen Kriegen behaupten und gerade die letzten Kriege haben uns gelehrt was Krieg eigendlich bedeutet."Wollt ihr den totalen Krieg"

    Den will doch niemand.Wir sind doch froh wenn unsere Soldaten endlich aus den einzelnen Krisengebieten zurück kehren.

    Wir sind ein Volk das über die Jahrhunderte politisch und kriegerisch zusammen geführt wurde.
    Viele unterschiedliche Kulturen und Sprachen.Etwas einzigartiges in ganz Europa. Denn wir haben es trotz der vielen Kulturen, geschafft.Gemeinsam sind wir stark, nicht der einzelne.

    "Unitet Federation of Germany"

    Ist die offiziele englische bezeichnung unseres Landes.
    Das sollte hier nicht vergessen werden.

    Bevor das geschieht, wird wohl eher der Euro wieder eingestampft ^^
     

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