Was glaubt Grepolis?

Was glaubt Grepolis?

  • Ich bin mir zu 100% sicher, dass es Gott gibt.

    Abstimmungen: 31 17,2%
  • Ich bin mir fast zu 100% sicher, dass es Gott gibt.

    Abstimmungen: 10 5,6%
  • Grundsätzlich glaube ich an Gott, es könnte aber auch durchaus anders sein.

    Abstimmungen: 22 12,2%
  • Vielleicht gibt es Gott, vielleicht auch nicht. Beides ist für mich in etwa gleichermaßen möglich.

    Abstimmungen: 19 10,6%
  • Grundsätzlich glaube ich nicht an Gott, es könnte aber auch durchaus anders sein.

    Abstimmungen: 27 15,0%
  • Ich bin mir fast zu 100% sicher, dass es keinen Gott gibt.

    Abstimmungen: 15 8,3%
  • Ich bin mir zu 100% sicher, dass es keinen Gott gibt.

    Abstimmungen: 56 31,1%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    180

N0ble

Gast
"Durch Fakten gestützt/gesichert" ist nicht gleich bewiesen. Und by the way, diese "Fakten" würde ich gerne mal sehen...

"Nur eine Theorie"? Theorie bedeutet, dass etwas durch Fakten gesichert ist.
So ein Blödsinn. Lasse dir mal das Wort "Theorie" übersetzen.
Gott ist keine Theorie, sondern eine Allmachtsphantasie, weil es keine Fakten gibt, die seine Existenz auch nur ansatzweise nahelegen.
Es gibt aber auch keine Fakten, die ihn auch nur ansatzweise widerlegen. Genau wie beim Urknall, was?
Einen höheren Status für einen Gedanken als den der Theorie gibt es nicht - "Nur eine Theorie" ist daher die höchste denkbare Absage an das Denken.
Ich hätte das "nur" anscheinend in Anführungszeichen setzen sollen, für die Leute die Ironie nicht erkennen.
Ansonsten: Ich bin Gott. Das musst du mir jetzt einfach so glauben und mir dein Geld überweisen.
Man muss gar nichts glauben. Ich lehne es ab, an dich zu glauben.
 

PeterDackel

Gast
Zum Urknall kann ich nur sagen, dass es in der Physik keine allgemein anerkannte Theorie zur Entstehung des Universums existiert.
Somit ist die Aussage

Der Urknall ist durch Fakten gestützt, Gott nicht.
genauso richtig wie: Gott ist durch Fakten gestützt, der urknall nicht.
 
Der Urknall ist durch Fakten gestützt
Da machst du es dir vielleicht etwas einfach. Liegt wohl am Wetter, ich bin auch den ganzen Tag müde... :)

das einzige Faktum, das die Urknall-Theorie wirklich stützt ist, das es keine bessere gibt. Der Rest sind Näherungen. Die Vorstellung, dass Materie aus dem absoluten Nichts entsteht, ist nicht weniger kurios als die Vorstellung, sie wäre nicht erst entstanden, sie gäbe es "schon immer".
Ich will das nicht werten, weil es mir tatsächlich völlig egal ist. Auf die Idee, das Universum einem "Gott" in die Schuhe zu schieben käme ich nicht, kann ja nicht sein, dass ein "Gott" diese, unsere Welt zusammengestümpert hat...
 

Lord Cracker

Gast
Zum Urknall kann ich nur sagen, dass es in der Physik keine allgemein anerkannte Theorie zur Entstehung des Universums existiert.
Das dürfte für die meisten Physiker eine brandneue Nachricht sein.

Cancelot schrieb:
das einzige Faktum, das die Urknall-Theorie wirklich stützt ist, das es keine bessere gibt. Der Rest sind Näherungen. Die Vorstellung, dass Materie aus dem absoluten Nichts entsteht, ist nicht weniger kurios als die Vorstellung, sie wäre nicht erst entstanden, sie gäbe es "schon immer".
Könnten sich die Leute nicht erst mal mit der Theorie befassen, bevor so was geschrieben wird? Niemand proklamiert die Entstehung der Materie aus dem "Nichts". Einfach mal in die Naturwissenschaften einarbeiten, erspart Peinlichkeiten.
 

PeterDackel

Gast
Die Entstehung des Universums aus einer Planck-Welt. Davon geht man als Ursprung aus. Bis irgendwann diese Symmetrie "aufgebrochen wurde" welche zu einem Selektionvorteil führte.
Jedoch kann man fragen: Woher kommt die Planck-Welt?
Und hier dreht man sich wieder im Kreis und die Erklärungen hören auf.(Stand heute)
 

Lord Cracker

Gast
Die Entstehung des Universums aus einer Planck-Welt. Davon geht man als Ursprung aus. Bis irgendwann diese Symmetrie "aufgebrochen wurde" welche zu einem Selektionvorteil führte.
Jedoch kann man fragen: Woher kommt die Planck-Welt?
Und hier dreht man sich wieder im Kreis und die Erklärungen hören auf.(Stand heute)
10:1, Du weißt nicht einmal, was die "Planck-Welt" ist? Und nein, der "Urknall" endet nicht an dem Punkt, an den man nicht mehr "schauen" kann - denn das ist nun einmal die Planck-Welt.

Aber spannend wieder, wie hier "Gott" zu einem "Gott der Lücken" gestutzt wird - wie es in der Vergangenheit ja auch immer der Fall war. Bei allem, wo noch keine Erklärungen für den "Normalsterblichen" vorlagen, hieß es "DA, DAS IST ALSO GOTT!" - bis die Forschung auch da wieder weiter war. Mittlerweile passt "Gott" also als Erklärung noch soeben in die Planck-Welt. Ziemlich geschrumpft, der Gute.
 

PeterDackel

Gast
Wie kommst du darauf, dass ich nicht weiß was die Planck-Welt ist?
 

N0ble

Gast
Aber spannend wieder, wie hier "Gott" zu einem "Gott der Lücken" gestutzt wird - wie es in der Vergangenheit ja auch immer der Fall war. Bei allem, wo noch keine Erklärungen für den "Normalsterblichen" vorlagen, hieß es "DA, DAS IST ALSO GOTT!" - bis die Forschung auch da wieder weiter war. Mittlerweile passt "Gott" also als Erklärung noch soeben in die Planck-Welt. Ziemlich geschrumpft, der Gute.
Beim Glauben geht es nicht darum etwas zu beweisen, deshalb heisst es ja auch "Glauben". Das haben anscheinend viele hier noch nicht begriffen. Das Religion früher gleich Wissenschaft war hat nichts mit der Religion an sich zu tun, sondern mit ihrer Auslegung.
 

Orestikon

Gast
Und by the way, diese "Fakten" würde ich gerne mal sehen...
Hintergrundstrahlung, Expansion des Weltraums usw. usf., man könnte Bücher darüber schreiben.

So ein Blödsinn. Lasse dir mal das Wort "Theorie" übersetzen.
Du meinst, aus der Übersetzung eines Wortes erklärt sich der Begriff?
Glaubst du auch, dass begreifen etwas ist, was man mit den Händen macht? ;D

Du verwendest das Wort "Theorie" für den Begriff der "Hypothese". Glaub mir ruhig. ;)
 

N0ble

Gast
Was für ein Mumpitz. Religion und Wissenschaft hatte nie irgendwas miteinander zu tun.
Religion war die Wissenschaft. Erklärung für alles, das man sich nicht erklären konnte. Dieselbe Funktion hat die Wissenschaft heute. Hätte mir denken können, dass du das nicht wusstest.
 

Orestikon

Gast
Hätte mir denken können, dass du das nicht wusstest.
Versuch das doch etwas weniger überheblich.

Religion war die Wissenschaft. Erklärung für alles, das man sich nicht erklären konnte.
Wissenschaft ist aber gar nicht die Erklärung für alles, was man sich nicht erklären kann. Dieser Satz ist übrigens vollkommen selbstwidersprüchlich.

Wissenschaft ist eben die Erklärung von Sachverhalten. Wenn man Wissenschaft betreibt, dann kann man sich Sachverhalte erklären, über all das, was man sich nicht erklären kann, macht Wissenschaft überhaupt keine Aussagen, bis sie dem Phänomen auf die Spur gekommen ist und es tatsächlich erklären kann.
Religion ist das nicht, sondern institutionalisierter Glaube, der eben gerade die Absage an besseres Wissen ist.

Adorno z.B. hat den alten Mythen einen gewissen aufklärerischen Charakter zugesprochen, deine Haltung, Mythos wäre einmal Wissenschaft gewesen, wird ja durchaus vertreten. Wissenschaft geht aber über den Mythos hinaus und institutionalisiert ihn nicht in einer Religion.
 
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Lord Cracker

Gast
Erklärung für alles, das man sich nicht erklären konnte. Dieselbe Funktion hat die Wissenschaft heute.
Und morgen auf diesem Sender: "Wir erklären, was WISSENSCHAFT eigentlich ist". Wie erklären, was eine "WISSENSCHAFTLICHE THEORIE" ist und was die "WISSENSCHAFTLICHE METHODE" eigentlich so "neu" macht...

...und nein, die Wissenschaft versucht nicht einmal zu erklären, was nicht erklärbar ist. Genau das ist Wissenschaft NICHT.
 
Niemand proklamiert die Entstehung der Materie aus dem "Nichts".
schön, da war ich eben auch etwas ungenau, ich bin auch müde, liegt wohl am Wetter, wie gesagt.

Auf die von Orestikon angesprochene "Singularität" ist tatsächlich nicht unser Kausalbegriff anwendbar ist. Allerdings handelt es sich hier um ein Rechen- und nicht um ein physikalisches Modell. Wie diese Singularität physikalisch beschaffen sein könnte ist überhaupt nicht klar. Man proklamiert also die Entstehung der Materie aus einer mathematischen Gleichung, deren allgemeine Gültigkeit nicht überprüft werden kann. Sehr viel mehr als "Nichts" ist das nicht.

Weißt du, was eher peinlich ist, als kein Kosmologe zu sein? Sich zu der nicht wirklich greifbaren Entstehung des Universums mit einem weit größeren Wahrhaftigkeitsanspruch zu äußern, als es selbst die besten Kosmologen je wagen würden! Den Universumsball muss man einfach ganz flach halten.
 

Orestikon

Gast
Die Kritik an der Kosmologie vertritt im Allgemeinen aber den Standpunkt, dass die schlechtere Erklärung - Gott, der in Punkto Urknall einfach nur eine Verdopplung der Frage ist, "Wer hat dann Gott geschaffen?" usw. - besser wäre als die wissenschaftliche.

Diese allgemeine Wissenschaftskritik kommt mit einem Wahrheitsanspruch (Spaltung von Wissen in relatives und absolutes, etwa, was immer das auch sein soll, und die Überzeugung, dass man nur relatives Wissen hätte, als absolutes Wissen zu postulieren) daher, dass man die in der Wissenschaft immer mögliche Option, dass man sich geirrt hat, auch ruhig mal ausklammern kann: Dass man es zumindest besser weiß als der dogmatische Skeptizismus, steht schließlich fest. :)
 
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Orestikon

Gast
Cracker, bevor deine Tastatur mit deinem Kopf kollidiert: Cancelot meint das alles nicht so bierernst. :D

Trotzdem nochmal für unbedarfte Mitleser:

Die Physik postuliert natürlich nicht die Entstehung des Universums aus einer mathematischen Gleichung, sondern rekonstruiert die Enstehung des Universums mit den Mitteln der Mathematik. Das Universum entspringt nicht einer Gleichung, sondern wird durch ganze Bibliotheken voller Funktionszusammenhänge beschrieben oder abgebildet.