Ein kleines Essay über die Sprache..... TEIL 2:

Xuntal

Gast
Auf Grund eines unerfindlichen Ratschlusses der Eingeborenen des GP-Olymps war der eigentliche Beitrag 218 Zeichen zu lang? Wie das??

Ergo sah ich mich genotzüchtigt und musste das Essay in zwei Teile teilen (BLERKS!) hier nun das Fazit und der Schluss:


Fazit:

Wir müssen uns wohl ALLE mehr um die Sprache, die wir sprechen kümmern! Sie sollte zeitgemäß, aber nicht allzu verfremdet sein. Sie sollte stets klar, kraftvoll und eindeutig sein. KEINE Worthülsen enthalten und jedem Zuhörer eine echte Teilhaberschaft ermöglichen. Mehr noch: Wir sollten es uns zur Aufgabe machen, gegen Sprachungetüme und Worthülsen anzukämpfen – damit deutsch auch noch die Sprache unserer Enkel sein kann. Selbstverständlich ist die Sprache auch immer ein Experimentierfeld, denn sie ist ein Instrument auf dem wir verschiedene Melodien spielen können – aber wir dürfen dabei den Boden nicht (nie nicht!) unter den Füßen verlieren.

Die Sprache ist wie eine gut gefüllte, bodenlose Schatzkiste – oder aber wie ein Klavier, auf das man stets mit allen zehn Fingern spielen sollte. Es muss nun nicht unbedingt so etwas Exotisches wie das „Haiku“ sein. NEIN! Herfürglänzend ist auch der zu nennen, der sich in der Schönheit von Lyrik verlieren kann: Die deutsche Zunge wird von vielen großartigen Dichtern, alten und neuen gebraucht.

Bewegt dies stets in Euren Herzen!!!


Xuntal.:
 

DJ1980

Gast
Sehr gut! Und ich dachte schon, ich stände mit dieser Meinung allein in weiter Flur......
 

Nightfly777

Gast
Geil *so als erstes Wort mal um eine Brücke zur Moderne zu schlagen* ;)
Darauf proste ich jetzt mal mit einem guten alten Germanenmet :)
 

Xuntal

Gast
Du bist nicht allein.....

Sehr gut! Und ich dachte schon, ich stände mit dieser Meinung allein in weiter Flur......
Wir sind NICHT die Rufer in der Wüste!!!
Man mag sicherlich andere Themen für viiiel wichtiger halten - aber es ist letztlich die Sprache, die uns alle verbindet!!! Ergo: Sollte man sich allenthalben einer gepflegten Sprache bedienen. Nichtsdesdotrotz ist gegen einen (gelegentlichen) Ausflug in die Niederungen der Volkstümlichkeit nichts einzuwenden. (wie war das doch mit dem Hirn und dem Enddarmverschluß???)

Männi Grietings: Xuntal.:
 
Hallo Xuntal,
als älterer Mitbürger und -spieler bin ich manches Mal verwundert, wie die Jugend sowohl mit der Wortsprache als auch mit der Schriftsprache umgeht.
Für mich sind daher manche Schriftbeiträge böhmische Dörfer.
Daran kann ich mich, auch bei aller Tolleranz, nicht gewöhnen. Daher danke ich Dir, dass Du einmal dieses Thema aufgegriffen hast.
Noch zu meiner Person ich bin Neuling, und spiele in der Allianz Swiver Swapper
 
@mushominem: Du hast hier gerade auf einen 10 Jahre alten Beitrag geantwortet. Bitte wundere Dich also nicht, wenn der von Dir angesprochene Spieler nicht antwortet - er hat hier keinen Forenaccount mehr und hat das Spiel vermutlich schon vor langer Zeit verlassen.

Sehr freundlich gehst aber übrigens auch Du nicht mit der Schriftsprache um.
 
Nichts ist beständiger als der stete Wandel.
  • Um 825 schrieb ein Mönch im Kloster Fulda:
    „si giheilagot thin namo,
    queme thin rihhi,
    si thin willo, so her in himile ist, so si her in erdu.“

  • Im Kloster Millstatt in Kärnten lautet der Gebetstext um 1200:
    „geheiliget werde din name,
    zuchom uns din rich,
    din wille werde hie uf der erde als da zu himele
geht ums Vaterunser hier.

es ist völlig klar das die sprache stets den einflüssen der aktuellen bevölkerungsstruktur , sowie einflüssen die durch andere kulturen importiert werden (z.b. gastarbeiter hier oder besatzer im land nach dem 2. Wk) , ausgesetzt ist , sich stets wandelt.und das begriffe aus anderen sprachen eingang finden "eingedeutscht" bzw. neuschöpfungen aus deutschen und anderen Sprachen eingang in die deutsche sprache finden.
gerade die sprache der jungen menschen hier (modewörter) im land setzt neue impulse.schon aus rebellion gegen die alten -und um sich sprachlich von ihnen abzusetzen.



 
Nichts ist beständiger als der stete Wandel.
  • Um 825 schrieb ein Mönch im Kloster Fulda:
    „si giheilagot thin namo,
    queme thin rihhi,
    si thin willo, so her in himile ist, so si her in erdu.“
  • Im Kloster Millstatt in Kärnten lautet der Gebetstext um 1200:
    „geheiliget werde din name,
    zuchom uns din rich,
    din wille werde hie uf der erde als da zu himele
geht ums Vaterunser hier.

es ist völlig klar das die sprache stets den einflüssen der aktuellen bevölkerungsstruktur , sowie einflüssen die durch andere kulturen importiert werden (z.b. gastarbeiter hier oder besatzer im land nach dem 2. Wk) , ausgesetzt ist , sich stets wandelt.und das begriffe aus anderen sprachen eingang finden "eingedeutscht" bzw. neuschöpfungen aus deutschen und anderen Sprachen eingang in die deutsche sprache finden.
gerade die sprache der jungen menschen hier (modewörter) im land setzt neue impulse.schon aus rebellion gegen die alten -und um sich sprachlich von ihnen abzusetzen.




Stümmd. Wie soll Luther einst im 15. oder 16. Jahrhundert gesagt haben: "Warum rülpset und furzet ihr nicht, hat es euch nicht geschmacket?" Sprache verändert sich halt. Nichts bleibt für die Ewigkeit.