Pro/Contra Naturschutz

Dieses Thema im Forum "Politik, Gesellschaft & Wirtschaft" wurde erstellt von Diodemus, 13.07.16.

  1. Diodemus

    Diodemus

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    Da ich vor kurzen eine brennend, interessante Diskussion zum Thema des Stellenwertes des Naturschutzes hatte, möchte ich auch hier eine Diskussion anregen. Die Frage lautet, wie weit darf der Naturschutz gehen? Wird Geld besser in Sozialleistungen (z.B. Altenpflege, Pensionen, Krankenhäuser) als in den Naturschutz investiert? Ist die Erhaltung des Wirtschaftsstandortes wichtiger als Naturschutz? Und und und...
    Lasst euren Gedanken in diesen Zusammenhang bitte freien Lauf. Bitte sachlich und argumentativ bleiben ;)
     
  2. Ala -

    Ala -

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    Passt da aktuell gut dazu:
    http://www.faz.net/aktuell/feuillet...36195.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    Noch ein Tipp für dich Diodemus: Du solltest dir abgewöhnen in dieser selektiven, Personen und Güter ausschließenden und gegeneinander ausspielenden Art und Weise zu argumentieren (Geld für uns Deutsche oder die Ausländer, Ressourcen für den Naturschutz oder für Sozialleistungen, Produktivität oder Umwelt) - Ein die Interessen und Bedürfnisse von Menschen, Regionen, etc. integrierender Problemlösungsansatz kann manchmal weiterhelfen - und wenn nur gedanklich.
     
  3. Lord321

    Lord321

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    irgendwie läuft aber der integreirende promlemlösungsansatz auch aufs geld hinaus, da so ziemlich alles finanziert werden muss.

    wobei cih dir recht gebe es gibt nicht nur alles in a oder alles in b sonderen eher ein teil in a und ein teil in b, die frage ist also eher wieviel geld in naturschutz gesteckt wird bzw in andere bereiche geht.

    ich persönlcih finde das der naturschutz in deutschland sehr unterschiedlich gehandhabt wird, manchmal wird wegen einer mücke, bzw eidechse/fledermaus/frosch (setz ein beliebiges tier ein) ein riesenhermann aufgemacht, an anderer stelle mit viel größeren auswirkungen auf die natur interessiert es aber keine sau.
     
  4. Ala -

    Ala -

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    Genau das ist ja das worauf ich hinaus will. Es gibt eben unterschiedliche Gemeingüter, wie eben die Umwelt und die Natur oder auch Wachstum (leider) - und es gibt private Interessen, die auf dem Markt wirtschaften und Profit erwirtschaften wollen. Die Politik kann und sollte hier die zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen und privaten Präferenzen balancieren, das kann sie mittels Umweltverordnungen, die erstmal den privaten Akteuren, also Produzenten und Verbrauchern Kosten bereiten, aber dafür das (möglicherweise wichtigere Gemeingut Umwelt und Natur) schützen. Oder sie nimmt selbst Geld aus dem Haushalt in die Hand, um etwa eine Energiewende mitzufinanzieren und Anreize zu schaffen. Es bleibt aber in der Demokratie immer ein Balanceakt, was eine vollständig nachhaltig produzierende Wirtschaft genauso unmöglich macht wie ein Wirtschaften a la 19. Jahrhundert mit Industrielandschaften rauchender Schlotöfen, die ihren Giftmüll einfach in den Fluss absickern lassen oder die Luft verpesten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15.07.16
  5. annett.r

    annett.r Grepolis Team Moderator

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    Ich finde, es ist nicht nur in der Umwelt so.
    Es ist auch im Bereich der Altenpflege, Krankenpflege, bei behinderten Menschen ebenso. Sie haben ja in manchen Bereichen gar keine Rechte mehr. Für alles muss nen Antrag gestellt werden. Dann wird es eh abgelehnt mit irgend welchen fadenscheinigen Begründungen. Behinderte, ältere Menschen können meist nichts mehr sagen, da sie nicht in der Lage dazu sind. Und müssen es so hinnehmen. Sie werden nur noch als Geldquelle gesehen, so nach dem Motto: Wie hole ich bei ihnen am meisten raus?
    Das hat nichts mehr mit Menschenwürde zu tun.
     
  6. Diodemus

    Diodemus

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    @Ala - ich bedanke mich für den Link
    Und genau hier die Frage, wie weit dürfen diese Umweltverordnungen gehen, wenn sie z.B. Arbeitsplätze gefährden.
     
  7. 19LEXX81

    19LEXX81

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    Interessante Frage wie weit sollte Naturschutz gehen. Nur ein Wort oder hat es eine ganz bestimmte Bedeutung? Für mich hat das Wort Natur einen ganz bestimmte Bedeutung. Ernährer von 8,7 Millionen verschiedenen Lebewesen auf der Erde darunter wir Menschen mit einer Gesamtbevölkerung von knapp 8 Milliarden Menschen Tendenz steigend. Ihr jammert hier die Natur nimmt uns Arbeitsplätze weg aber genaugenommen ist es doch bei uns so irgendwer ist immer Schuld während des dritten Reichs waren es die Juden, später dann die "Ossis" irgendwann kamen dann die Flüchtlinge und jetzt ist es halt die Natur. Aber ihr vergesst eins Arbeit ernährt uns nicht wenn die Natur nicht mehr da ist. Wer weiss denn das die gemeine Biene vom Aussterben bedroht ist. Es ist auch eine Tatsache, dass sobald die letzte Biene gestorben ist, wir auch nicht mehr al zulange überleben werden.
     
  8. Lord321

    Lord321

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    ohh man was für einen unsinn lexx da erzählt, die natur ernährt nur einen kleinen teil der menschen, das meiste sind kulturlandschaften die unsere nahrung erzeugen, aber mit natur haben sie recht wenig zu tun.

    und das hier einer dem naturschutz die schuld an arbeitsplatzverlusten gibt hab ich irgendwie auch überlesen.

    und das mit der biene ist auch nur eine halbwahrheit, es gibt auch noch andere arten der bestäubung, auch wenn die biene sicher mit die effektivste ist und sicherlich unsere landwirtschaft deutlich in die knie gehen wird, aber ausstreben werden wir menschen dadruch nicht. (ich verweise einfach mal auf die inuit, die doch recht gut fast ohne pflanzliche nahrung auskommen, bzw japaner, die gern seetang ernten und essen, glaube der wächst auch ohne biene)
     
  9. lupus..major

    lupus..major

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    Wenn wie bei der ICE Strecke nach Berlin damals für zig Millionen im 10er Bereich die gerade Strecke durch einen Bogen an einer Stelle ersetzt wird, weil da eine kleine Kolonie Trappen lebt ist es für mich übertrieben.
    Als der Bogen dann gebaut war stellte sich dazu noch heraus, daß die Kolonie nicht groß genug ist um dauerhaft zu überleben.


    Im allgemeinen muß Naturschutz IMMER vor Arbeitsplätzen und Gewinn gehen.
    Als Geschädigter(ein ganzer See kippt deswegen um) der immer weiter ausufernden Massentierhaltung(Gülle) und der völlig sinnlosen Biogaseuphorie(Maisanbau übertrifft inzwischen Getreideanbau, braucht auch viel Gülle) trete ich dafür ein, der Natur immer Vorrang zu geben.
    Allerdings gut geprüft siehe Beispiel oben.
     
  10. Ala -

    Ala -

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    Ich merke gerade, die Nachricht darunter war eigentlich gar nicht an dich gerichtet, ich hatte dich mit einem anderen Nutzer verwechselt :D
    Und da ist eben die Frage, ob wir momentan in einem gesellschaftlichen System leben, welches diese Prämisse der Umwelt oder des Naturschutzes vor privaten Interessen überhaupt möglich macht, oder eben nicht.
     
  11. Lord321

    Lord321

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    das umweltschutz immer vor arbeitplätzen und gewinn geht kann gar nicht mehr funktionieren, dazu gibt es eindeutig zu viele menschen, schon alleine um alle menschen adequat zu ernähren muss in die umwelt eingegriffen werden, und wie ich bereits schrieb, monokulturen ist keine natur.(und ich meine damit nicht nur palmölplantagen, sondern eben auch unsere getreidefelder)
     
  12. 19LEXX81

    19LEXX81

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    Echt jetzt was ist den für dich Natur ist Natur nicht auch der Boden auf dem du säst? Und was die Inuit angehen so leben diese auch von der Natur in dem sie Beeren sammelten. Achja das ist ja Vergangenheit die heutigen Inuit sind nämlich gar nicht mehr im Stande so zu leben wie ihre Urahnen. Was die Bienchen und Blümchen angeht was glaubst du wohl wie viel von den 8,7Mio verschiedenen Lebensformen wohl überleben können von deiner künstlichen Bestäubung.

    Der Mensch denkt immer noch er sei der Herrscher der Welt weil die wenigsten verstanden haben dass wir nur geduldet sind auf dieser Welt
     
  13. Mim le Fay

    Mim le Fay

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    Vielleicht solltet Ihr erst mal Begriffsbestimmung betreiben, bevor Ihr anfangt Euch anzuzicken :eek:

    Wenn für Dich alles Leben Natur ist, dann wäre zu Mindestens der Mensch auch Natur als Säugetier auf Gottes Erde ;)
    Incl. Monokulturen, Massentierhaltung etc.

    Wenn es nur die unberührte Natur ist, davon gibt es nur noch ziemlich wenig... ich war vor kurzem in einem dt. Nationalpark, so tierisches Leben ist mir da nicht viel über den Weg gelaufen. Bei uns in der Nähe der Monokulturfelder seh ich da regelmäßig mehr -> Rehe, Füchse, Marder, Hasen, Kaninchen, Falken, Eulen etc.

    Also, klärt das erstmal, vielleicht habt Ihr ja alle die gleichen Gedanken dazu!
     
  14. spock

    spock

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    Genau, darum ja auch Windkraft nein Danke.

    Oder auch die Ausgabe für eine Fledermaus "Für rund 200 000 Euro wurden beiderseits der Brücke 398 Purpurweiden, 173 Schneeballsträucher und acht Bäume gepflanzt, die zwei 400 Meter lange und heute über drei Meter hohe Hecken bilden."
    Aber aus Umweltschutzgründen soll das alle abgerissen werden und der CO2 Ausstoss erhöht werden. Weil mehr Autoabgase durch mehr Staus sind ja Umweltneutral.
     

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