umfairteilen 29.09.2012

Dieses Thema im Forum "Politik, Gesellschaft & Wirtschaft" wurde erstellt von Sigfried d. Starke, 20.08.12.

  1. [video=youtube;CSJJY5QK0EU]http://www.youtube.com/watch?v=CSJJY5QK0EU&feature=youtu.be[/video]

    http://umfairteilen.de/
     
  2. Ereb0s

    Ereb0s

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    Immer her mit dem Geld!
     
  3. marcomo

    marcomo

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    halt ich nichts von. Der Staat hats verbockt und die die sich was aufgebaut haben sollen es ausmisten? Die meisten von denen tun schon genug fürs Land, schaffen Arbeitsplätze usw. da würd ich glatt ins Ausland gehn wenn ich nun nen Stück von meinen erarbeiteten Vermögen abgeben soll. Das ist ja schlimmer als betteln.
    Ausserdem könnte der Staat mit dem Geld eh nichts anfangen, wird doch eh wieder für irgendein Krisenland verpulvert und wir hier in Deutschland haben keine vernünftigen Schulen und Straßen.
     
  4. Maßgeblich sollte nicht mehr nur der Wohnsitz sein, sondern die Staatsangehörigkeit. Steuerflüchtige müssten dann den deutschen Pass abgeben – und dazu sind wohl nur die Allerwenigsten bereit.

    In Großbritannien betragen vermögensbezogene Steuern über 4 % der Wirtschaftsleistung (BIP), in Frankreich und den USA über 3 % – in Deutschland dagegen unter 1 %. Selbst mit der Einführung einer Vermögensteuer läge Deutschland lediglich auf dem Durchschnittsniveau der Industriestaaten von etwa 2%

    Bis 1996 wurde auch in Deutschland eine Vermögensteuer erhoben. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wurde sie ausgesetzt, weil in der Praxis ungleiche Maßstäbe für Geldvermögen und Immobilien- bzw. Betriebsvermögen angewendet worden waren. Die Steuer als solche wurde nicht beanstandet.

    Bei der Vermögensbesteuerung geht es nicht um Neid, wie manchmal unterstellt wird, sondern um

    Gerechtigkeit: Denn es ist ungerecht, wenn die Finanzstarken immer reicher werden und zugleich weniger steuerlich belastet werden, während die Finanzschwächeren ärmer werden und stärker als früher belastet. In den letzten Jahrzehnten ist die Finanzierung der öffentlichen Haushalte immer mehr zur Sache nur der „kleinen Leute“ geworden, während Reiche und Konzerne in den Genuss umfangreicher Steuererleichterungen kamen.
    Demokratie: Denn es höhlt die Demokratie aus, wenn zu wenig Geld für Schulen, Kitas und Sozialleistungen da ist – und das Gemeinwesen zugleich immer mehr von den Entscheidungen einer kleinen, finanzstarken Elite und ihrer Fondsverwalter abhängt.
    Vernünftiges Wirtschaften: Denn Bund, Länder und Kommunen geben jährlich zig Milliarden Euro für Zinsen aus. Jeder Zins-Euro an private Kreditgeber fehlt dort, wo die öffentliche Hand dringend investieren müsste. Z. B. im Energie-, Bildungs- und Pflegebereich herrscht in Deutschland ein großer Mangel an öffentlichen Investitionen und Personal. Das behindert letztlich auch die Wirtschaftsentwicklung. Aus diesem Teufelskreis gilt es auszusteigen: Statt Vermögende mit Zinsen dafür zu belohnen, dass sie dem Staat Geld leihen, sollte für sie wieder eine Steuerpflicht gelten, die ihrer wirtschaftlichen Leistungsstärke entspricht.

    Wer dann meint er muß ins Ausland gehen zahlt meist sogar noch mehr als in Deutschland. Außer man sucht sich ein Schwellenland oder ein 3 Weltland als Hauptwohnsitz. Und einfach mal so Bürger von Lichtenstein werden ist schwerer als die meisten denken und auch mit sehr sehr hohen kosten verbunden.
     
  5. Xarron

    Xarron

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    Ich verstehe das Konzept nicht.
    Wenn ich reich wäre müsste ich doch mein Einkommen sowieso auch versteuern?!
    Das gilt für Unternehmensgeinne, für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Zinsen, Dividenden und Prämien für den Gewinn der Rallaye Paris-Dakar.
    Wenn ich doch schonmal alles versteuert habe, warum soll ich das was mir übrigbleibt denn nochmal versteuern???

    Wenn man unser Steuersystem mal von seinen Steuerschlupflöchern befreit muss das ausreichen um das Streueraufkommen zu erhöhen.
    Und wenn unsere Politiker dann noch lernen mit den Steuergeldern wirtschaftlich zu handeln dürfte mehr als genug Geld da sein und ich bin zufrieden!
     
  6. Die Franzosen waren uns immer schon etwas voraus.

    Vielleicht mal ein paar Impressionen zum Verständnis was mit Umverteilen auch bzw. alles gemeint ist.

    Die neue französische Regierung will tiefgreifende politische und soziale Reformen einleiten und zugleich ihr Haushaltsdefizit reduzieren. Das kündigte Premierminister Jean-Marc Ayrault in seiner ersten Regierungserklärung vor der französischen Nationalversammlung an.
    Trotz der schwierigen Haushaltslage werde man alle Wahlversprechen von Präsident François Hollande umsetzen, erklärte Ayrault. Diese umfassen unter anderem die Einführung der Homo-Ehe und eine stramme Erhöhung der Reichensteuer. Ausserdem soll die von Amtsvorgänger Nicolas Sarkozy geplante Mehrwertsteuererhöhung zurückgenommen werden.

    Höhere Steuern für Reiche und Großunternehmen
    Zugleich kündigte Ayraukt eine Steuerreform an: Die Steuergeschenke der früheren Regierung für die Reichen würden abgeschafft, Banken und große Unternehmen, etwa in der Erdölbranche, würden stärker in die Verantwortung genommen. Grundsätzlich werde seine Regierung Einkünfte aus Kapital ebenso besteuern wie die Arbeit.

    Aso, und nicht zu vergessen die Rente mit 60 in Frankreich.
    Und die Banken mit in die Verantwortung zu nehmen bei schlechten Spekulationsgeschäften.

    Quelle: Arte / Regierungserklärung
     
  7. xIceCubex

    xIceCubex

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    Es wäre schon ein Fortschritt wenn die Herrschaften mit dem Spitzsteuersatz dann auch wirklich mal voll zahlen würden. Vermögenssteuer, warum nicht, habe ich kein Problem mit. Das trifft Leute wo ich auch sagen würde ob die nen 1.000er im Monat wengier haben das merken die nicht mal.
     
  8. Marek-Arena

    Marek-Arena

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    @Xarron,
    allgemein kannst du das unter Lobbyismus verbuchen.

    Die Großindustrie zahlt eben nicht entsprechend ihrer Größe zu der Größe des Privatmanns/fraus und Kleinunternehmers Steuern.
    Die Politik ist bei uns die Exekutive des "gesetzgebenden" Kapitals.
     
  9. simpsons3

    simpsons3 Gast

    Das ist das wesentliche Problem, was ich mit Besitzsteuern habe: Man muss sein Einkommen über Ertragssteuern besteuern (zumindest meistens ;) ). Dann muss man bei einem eventuellen Erwerb von Wirtschaftsgütern durch Verkehrssteuern Steuern zahlen, ggf. fällt beim Erwerb bestimmter Güter auch eine Verbrauchssteuer an. Und dann soll dieses Vermögen - das je nach Zusammensetzung bis zu drei mal besteuert wurde, auch noch als unbewegter Besitz besteuert werden? Kann ich nur verstehen, wenn da eine Lenkungswirkung mit eine Rolle spielt, wie z. B. bei der Kfz-Steuer.

    Wenns versucht wird, klagt irgendjemand dagegen. Wir haben kein Steuernetz, bei dem der Begriff "Schlupfloch" greifen würde, sondern wir haben mehr sowas wie ein "Steuerseil": Schneidet man an einer Stelle was durch, ist das ganze Seil kaputt. Damit entsprechende Gesetze der juristischen Prüfung standhalten, müssen sie im Zusammenhang mit dem Rest der Steuer immer noch konsequent sein, so hat zum Beispiel das Bundesverfassungsgericht 2008 der Neuregelung der Entfernungspauschale eine Absage erteilt, weil weder die vollständige Abschaffung der Werbungskosten für Wege zur Arbeitsstätte noch die Einführung des sogenannten Werkstorprinzips konsequent durchgezogen wurde.

    Wenn man da wirklich Ordnung schaffen will, müsste man sich ein völlig neues Steuersystem aus dem Hut zaubern. Im aktuellen Steuerrecht aufzuräumen ist in etwa so aussichtsreich wie auf ner Kuhweide Unkraut zu jäten.

    Da bin ich aber dagegen. Ich weiß, dass eher ein konservativer Standpunkt ist, die Umsatzsteuern zu erhöhen und direkte Steuern zu senken, während Linke traditionell gegenteiliger Auffassung sind, aber ich würde die Umsatzsteuer sogar erhöhen statt zu senken, während ich gleichzeitig die direkten Steuern auf ähnlichem oder höheren Niveau festlegen würde.
     

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