Weltweite Internetgesetze

Dieses Thema im Forum "Politik, Gesellschaft & Wirtschaft" wurde erstellt von Sigfried d. Starke, 17.01.12.

  1. Stimme dir zu.
    Ich habe es verstanden dann können das andere bestimmt auch.^^

    Dummerweise werden hier auch die 90-95% der Internetnutzer beschnitten die sich an geltende Regeln und Gesetze halten... wie z.B. gegen Kinderpornografie, die meines wissen überall auf der Welt verboten ist. Was auch gut so ist.
    Die jetzt geltenden Gesetzte oder diese die im Gespräch sind lassen jedoch viel mehr Spielraum zu um auch andere unerwünschte Seiten zu Zensieren... das kann Wirtschaftliche Interessen haben wie jetzt in diesem Fall oder Politische....
    Ist man erst einmal in der Spirale der Zensur dann kann man zugucken wie kritische Seiten wie WikiLeaks oder Seiten von freien Journalisten Stück für Stück aus dem Netz verschwinden.
    Hat man die moralische Grenze der Zensur überschritten wird man den Weg auch weiter gehen.
     
  2. Sparanus

    Sparanus

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    Ich hab mal eine kleine Präsentation zum Thema Raubkopien erstellt:
    Link
     
  3. talla

    talla Gast

    ihr seid doch alle scheinheilig!!!

    jeder der hier über den dicken herzieht hat sein angebot schon einmal benutzt weil die server ne geile datenrate hatte...

    und wer von euch wusste das der dicke hinterm server saß?

    tut mir leid das sagen zu müssen aber es ist so:


    wenn einer im dreck sitzt kommt immer noch einer der versucht dich tiefer zu drücken...


    ich will net alles vom kim gutheißen...aber die server waren geil die er hatte!!!


    ps: selbst innogames war auf den ihrn servern!!!:p

    und das is die firma wo de gerade deine kohle reinsteckst zum zocken!!!
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.01.12
  4. Sparanus

    Sparanus

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    Megaupload war ein guter Free Hoster, aber bei weitem kein so guter wie
    Rapidshare. Bei Rapidshare kann man sogar als Free mit Full Speed saugen.
     
  5. Cancelot

    Cancelot

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    ich "ziehe nicht über ihn her", ich bezeichne ihn schlicht als Kriminellen und nein, ich habe "sein Angebot" noch nicht genutzt.
     
  6. Sparanus

    Sparanus

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    Wie gesagt, Megaupload war ein winziger Fisch und andere Hoster verdienen viel viel mehr.
     
  7. spock013

    spock013 Gast

    mir ist das auch relativ egal ob das legal ist oder nicht....ich sehe einfach nicht mehr ein den hollywood leuten mein geld in den rachen zu schmeissen bloss damit ein schauspieler für einen monat arbeit mal eben 10 millionen bekommt....das steht doch in keiner relation mehr....was übrigens nicht nur in der branche so ist sondern auch im sport z.b.....das kann alles nicht mehr sein....und ich unterstütze das nicht mehr....was geht wird gesaugt...punkt...
     
  8. Du kannst ja alternativ einfach keine Filme mehr schauen...oder SELBERDREHEN! Legt hier nun jeder die Verhätnismässigkeit der Entlohnung selbst fest? Wie scheinheilig soll es denn noch werden? Ich klaue einen Porsche, weil der Wiediking zu viel verdient hat?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.01.12
  9. spock013

    spock013 Gast

    also ganz ehrlich lieber lord...das ist doch mal wieder ein totaler scheiss den du da von dir gibst....musst du zu allem so einen mist verzapfen... genauso wie in dem thread erkenntnisstheorie und in einigen andern hast du wohl immer das bedürfniss dich hervor zu tun....hast anscheinend ein starkes geltungsbedürfniss und im rl nichts zu sagen....mal ganz klar gesagt du nervst und das nicht nur mich sondern auch einige andere wie ich feststellen durfte..ich musste beim lesen des ein oder anderen themas feststellen das du andere meinung und ansichten nicht zulässt und manchmal wie es scheint aus purer lageweile irgendetwas verzapft und wenn du dann nicht mehr weiter kommst wirst du persönlich....und ja ich kann sagen das die entlohnung einer bestimmten person oder berufsgruppe meiner meinung nach in keiner relation steht und dem entsprechend handeln...und wenn dieses handeln darin besteht dies nicht zu unterstützen und mich der werk auf andere art und weise zu erfreuen dann tu ich dies....wer diesen personenkreis weiter unterstützen möchte und deren abgedrehtheit kann dies gerne tun...nur bin ich davon überzeugt das rund 90% der inetnutzer schon einmal irgendetwas im netzt gedownloadet haben wofür sie nicht bezahlt haben....denn dies ist einfach zu verlockend....vor allem da man dies in totaler anonymität tun kann...nur ich ebend steh dazu....wenn ich einen film sehen möchte oder im tv was verpasst habe dann downloade ich das...punkt...ich habe auch keine auto mehr weil ich nicht bereit bin dem staat und den ölmultis mein geld in den hals zu werfen....
     
  10. *gähn*

    [​IMG] [​IMG]

    Du bist also der Ansicht, dass Du ein irgendwie geartetes Grundrecht auf "Entertainment für lau" hast? Und woraus leitest Du diesen Anspruch ab? Wärst Du KONSEQUENT in Deinem Handeln, würdest Du auf deren Werke VERZICHTEN anstatt sie zu stehlen - oder gehst Du immer dann klauen, wenn Du Dir etwas nicht leisten kannst aber der Meinung bist, es trotzdem haben zu wollen? Deine Begründung ist komplett scheinheilig und doppelzüngig.

    Du stehst ja eben nicht dazu, Du versucht eine irgendwie geartete moralische Erklärung für Diebstahl vorzuschieben. Da hilft es auch nichts, sich hinter irgendwelchen anderen zu verstecken oder nach dem beliebten "machen doch eh alle" zu greifen - wenn Du dazu STEHEN würdest, dann sag doch einfach, dass Du aus Überzeugung klaust - hat doch keiner außer Dir ein Problem mit.

    Und wenn Du von A nach B kommen musst, gehst Du zu Fuß oder erscheinen Dir die Preise der Bahn und die Entlohnung der Schaffner angemessen genug, um ein Ticket zu kaufen?
     
  11. eanes

    eanes Gast

    Zensur und Diebstahl sind zwei verschiedene Dinge.
    Zensur bringt uns mitttelfristig zurück ins Mittelalter, geistig und was die innovationen betrifft.
    Der online-Diebstahl an "geistigen Gütern" hängt auch mit dem subjektiv empfundenem "Werteverlust" der Dinge zusammen.
    Vor ca. 25 Jahren war eine Kinobesuch, eine Schallplatte etwas "besonderes" dem mehr Wert zugemessen wurde.
    (War aber auch "bezahlbarer" für die Mehrheit der Bevölkerung)
    Heute sind die Reallöhne niedriger, und der Wert einer mp3, eines Films wird als niedriger empfunden (da jederzeit verfügbar).
    Die Industrie sollte dem Verbraucher entgegenkommen, das "Erlebnis" Kino noch mehr als Event verkaufen und die Filme online (schlechtere Qualität)"verramschen".
     
  12. spock013

    spock013 Gast

    auf den ersten teil werde ich jetzt nicht eingehen...das ist mir zu kindisch....die gesetzgebung zum geistigen eigentum (urheberrecht) ist meines erachtens nicht ganz...sagen wir mal ausgereift....wie stehst du denn dann dazu wenn hier jemand unter ideen etwas postet das zur verbesserung des spieles betragen könnte, die dann umgesetzt wird und das spiel verbessert wird und die person die die idee hatte jetzt sagt das war mein geistiges eigentum jetzt möchte ich aber dementsprechend entlohnt werden und es wir d jeder spieler ob er will oder nicht dazu gezwungen die eigentümer der idee zu bezahlen....aber du hast recht wenn man nach den worten des gesetze geht begehe ich diebstahl....aber ganz ehrlich da kann ich mit leben....da du anscheinend ein gesetzestreuer bürger dieses landes bist hoffe ich das aber auch bei so kleinigkeiten wie geschwindigkeitsbegrenzungen und des richtigen parkens bei dir und den deinen genauso strenge richtlinien ansetzt wie nun bei mir bei dem thema geistigem eigentum....und das mit dem machen doch eh alle war keine rechtfertigung sondern eine feststellung das sich bei diesem thema eben die besagte zahl der nutzer sich nicht allzu weit aus dem fenster lehnen sollten...und ganz ehrlich ich hab sogar spass am downloaden....und ich lebe in einer relativ grossen stadt...das heisst das preis-leistungs-verhältniss im öffentlichen personennahverkehr finde ich angemessen und somit bin ich auch gerne bereit zu zahlen...im gegensatz zur DB die ich auch nicht nutze weil mir dort das preis-leistungs-verhältniss und auch die zuverlässigkeit nicht gefällt.....letztendlich mache ich beim downloaden nichts anderes als alle die die sich zum beispiel nicht an die regeln im strassenverkehr halten oder an unser steuergesetz oder ihre kulis aus dem büro mitnehmen....auch diese leute suchen sich aus den regeln das aus was ihnen gerade gefällt...also sehe ich nicht wo das problem für dich ist...ich finde das toll das du anscheinend jemand bist der nie eine regel übertritt und dich immer daran hältst...und das meine ich sogar ganz ehrlich und ohne ironie...meine hochachtung dafür
     
  13. spock013

    spock013 Gast

    @eanes
    prinzipiell stimme ich dir zu
     
  14. Dann würde ich demjenigen empfehlen, die AGB zu lesen, da steht einiges zu sowas drin. Es verlangt doch niemand, dass man hier IRGENDWAS publiziert und veröffentlicht. Er kann ja mit seiner weltbewegenden Idee direkt zu Innogames gehen und die unter seinem Vorbehalt dort einreichen...vielleicht findet Innogames die ja so toll, dass die Umsetzung auch entsprechend entlohnt wird?

    Ich behaupte nicht einmal ein gesetzestreuer Bürger zu sein - ich finde nur Deine Heuchelei etwas abstoßend. Wenn ich zu schnell fahre und erwischt werde, zahle ich meine Strafe und gut ist. So sind nun einmal die Regeln. Ich behaupte nachher aber nicht, dass ich doch das naturgegebene Recht zum Rasen hätte, nur weil in diesem Land die Richter m.E. überbezahlt sind.

    Von mir aus kannst Du Banken überfallen - ist doch Deine Sache und nicht meine. Aber heul' halt nachher nicht rum, wenn Dich jemand dafür zur Rechenschaft zieht oder versuche irgendeine moralisch-verquere Rechtfertigung dafür zu finden. Tue was Du willst und lebe mit den Konsequenzen. Ich finde nur Dein scheinargumentatives Rumgeseiere unerträglich - als wäre jeder Kabelträger, jede Studiosekretärin, jeder Ausleuchter und jeder Assistent beim Cut ein unverdienter Multimillionär.
     
  15. spock013

    spock013 Gast

    also ich weiss nicht ob du das missverstehst oder ich mich nicht richtig ausdrücke....ich versuche hier keine moralische rechfertigung zu finden....vielleicht bin ich ja auch ein durch und durch unmoralischer mensch....oder unsere ansichten über moral sind ganz verschieden....moral kann nämlich auch subjektiv sein und meine ansichten darüber müssen ja nicht mit allen überein stimmen....und vor allem hab ich ja auch nicht gesagt das wenn ich mal erwischt werde dann da grosse heulen bekomme....ich bin alt genug um mir darüber im klaren zu sein das ich etwas verbotenes tue und gegebenfalls mit den konsequenzen leben muss....
     
  16. Ein bisschen was interessantes zum Thema Internetzensur und ein paar Eckdaten.

    der Bundestagsabgeordnete und baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobl die Sperrung von Internetseiten auf sogenannte Killerspiele ausdehnen möchte: „Wir prüfen das ernsthaft“. Auch der innenpolitische Sprecher der CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, schließt die Ausweitung von Internetsperren auf nicht-kinderpornografische Inhalte nicht aus.

    Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) plädierte dafür, dass umstrittene Websites nicht erst gesperrt werden, wenn ein Gerichtsurteil vorliegt.

    In einem Interview mit der Online-Ausgabe des Hamburger Abendblatts kündigte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen am 2. August 2009 an, weitere Inhalte bekämpfen zu wollen, etwa Beleidigungen. Die Meinungsfreiheit solle ihrer Aussage nach „im richtigen Maß“ erhalten bleiben.

    Wolfgang Schäuble räumte im Oktober 2009 handwerkliche Fehler beim Zugangserschwerungsgesetz ein und erklärte, das Gesetz sei im Endspurt des Wahlkampfes auch deshalb entstanden, um die CDU gegenüber anderen Parteien abzusetzen.

    Anfang April 2011 wurde bekannt, dass eines der zentralen Gründungsziele des Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur umgesetzt wird: Die Bundesregierung beschloss, das Zugangserschwerungsgesetz abzuschaffen.
    (Der Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur (kurz AK Zensur) ist ein Zusammenschluss von juristischen und natürlichen Personen, der sich im Zuge der Diskussion über Netzsperren gegen Kinderpornographie[1] im April 2009 gründete. Der Arbeitskreis spricht sich gegen Internetsperren aus und fordert statt dieser als „Symbolpolitik“[2] betrachteten Maßnahme eine effektive Bekämpfung von Kindesmissbrauch. Weiterhin warnen die Mitglieder auch vor den allgemeinen Gefahren von Zensur im Internet.)

    Mit dem Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen sollten Zugangsanbieter (Provider) in Deutschland verpflichtet werden, den Zugang zu vom Bundeskriminalamt vorgegebenen Webseiten mit strafbaren Inhalten zu erschweren. Die Internetanbieter sollten laut dem Gesetz verpflichtet werden, die vom Bundeskriminalamt erstellten Sperrlisten geheim zu halten. Entsprechend einer nachträglichen Änderung des Gesetzentwurfs unter Justizministerin Brigitte Zypries sollten Zugriffsversuche auf diese Seiten auch zeitgleich protokolliert und zu Strafverfolgungszwecken genutzt werden können.

    Eine unabhängige Überprüfung der Sperrlisten durch Richter, Kontrollkommissionen oder ähnliche Instanzen sind nicht vorgesehen.


    Stop Online Piracy Act (SOPA)
    Besonders brisant ist eine Passage, die Internet-Provider und Suchmaschinen verpflichtet, auf Zuruf den Zugriff auf angeblich illegale Inhalte zu blockieren. Hier gilt eine Frist von fünf Tagen.

    Enorm problematisch erscheint 103 des Endwurftextes. Darin wird auch den Rechteinhabern selbst die Möglichkeit eingeräumt, Blockadebescheide an Zahlungsdienstleister und Anzeigenfirmen zu schicken. auch hier gilt eine Frist von fünf Tagen.

    Ob es aber etwa Firmen wie Visa oder Paypal schaffen, innerhalb von fünf Tagen solche Aufforderungen zu bearbeiten, die entsprechenden Website-Betreiber zu kontaktieren und von diesen eine Gegenanzeige zu erhalten, ist fraglich. Das Ergebnis wird sein, dass Website-Betreiber es sich noch genauer überlegen müssen, welche Inhalte sie auf ihren Angeboten zur Verfügung stellen. Nimmt man den Gesetzestext wörtlich, könnte auch jemand, der auf Facebook ein Video von sich selbst beim Singen seines Lieblingslieds veröffentlicht, eine Strafe wegen Urheberrechtsverletzung drohen, warnen Kritiker.

    Max-Planck-Institut
    Pressemitteilung von 2008

    Durch viele Sperrmaßnahmen wird unzulässigerweise in das Fernmeldegeheimnis eingegriffen.
    Eingriffsintensität der Maßnahmen war weder der Öffentlichkeit noch dem Gesetzgeber ausreichend bewusst.
    Deutliche Mängel der aktuellen Gesetzeslage

    http://www.mpicc.de/ww/de/pub/forschung/forschungsarbeit/strafrecht/sperrverfuegungen.htm

    Rechtliche Grenzen für Zugriffssperren
    Problematischer als das dargestellte Umgehungsrisiko sind die durch Zugriffssperren verursachten Eingriffe in Grundrechte. Zu berücksichtigen sind insbesondere die Berufsfreiheit und der Eigentumsschutz der Zugangsdiensteanbieter, die Meinungsfreiheit der Content-Provider sowie die Informationsfreiheit der Nutzer. Internet-Service-Provider als Geiseln deutscher Ordnungsbehörden. Haftung für Informationen im Internet. Diese – in Rechtsprechung und Literatur auch bisher schon diskutierten Eingriffe – wurden in der Untersuchung des Max-Planck-Instituts detailliert analysiert.
    Ein neuer verfassungsrechtlicher Schwerpunkt der Untersuchung ergab sich aus der Erkenntnis, dass die Umsetzung von Sperrverfügungen in vielen Fällen durch die Analyse der angeforderten IP-Adressen und URLs auch in das Fernmeldegeheimnis eingreift. Das beruht darauf, dass dieses Grundrecht nicht nur den Inhalt, sondern auch die näheren Umstände der Kommunikation schützt. Darunter fallen nach den Ergebnissen der Studie auch die Adressen und Port-Nummern, die bei den meisten Sperrtechnologien flächendeckend ausgewertet werden müssen, um den Zugriff auf bestimmte Angebote zu verhindern.
    Die Eingriffsintensität von Sperrmaßnahmen bei der Analyse von dem Fernmeldegeheimnis unterliegenden Daten war weder der Öffentlichkeit noch dem Gesetzgeber ausreichend bewusst. Die Legislative hat deswegen in ihrer komplizierten und höchst unübersichtlichen Regelung der Sperranordnungen nicht normiert, ob und inwieweit bei der Umsetzung in das Fernmeldegeheimnis eingegriffen werden darf. Dabei hat sie nicht nur gegen die Zitiergebote von Art. 19 Abs. 1 Satz 2 Grundgesetz und § 88 Abs. 3 Satz 3 Telekommunikationsgesetz verstoßen, weil sie in der Ermächtigungsgrundlage an keiner Stelle die Möglichkeit einer Einschränkung des Fernmeldegeheimnisses erwähnt. In der Normenkette des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages, des Staatsvertrages über Rundfunk und Telemedien und des Telemediengesetzes wurde – im Gegenteil – vielmehr festgelegt, dass auch bei Sperrverpflichtungen das Fernmeldegeheimnis „zu wahren“ ist.
    Die geltende Rechtslage erlaubt somit gegenwärtig keine Sperrmaßnahmen, die in das von Art. 10 Grundgesetz und § 88 Telekommunikationsgesetz geschützte Fernmeldegeheimnis eingreifen. Damit scheiden derzeit alle Ansätze – einschließlich der hybriden Sperrtechniken – aus, die auf der Analyse von IP-Adressen, Port-Nummern, URLs oder Inhaltsdaten beruhen. Zulässig bleiben nur die – nicht in das Fernmeldegeheimnis eingreifenden – Manipulationen von Domain-Namen an den entsprechenden Servern sowie die Unterdrückung von Einträgen in der Trefferliste von Suchmaschinen.
    Diese Beschränkung der zulässigen Sperrtechniken beruht nicht nur auf einer formalen Gesetzesanwendung. Sie ist auch in der Sache berechtigt. Insbesondere die neuen hybriden Technologien ermöglichen nicht nur die Sperrung von ausländischen Internetadressen, sondern könnten mittels einer zentralen Kontrollarchitektur potenziell sogar eine effektive und flächendeckende inhaltliche Überwachung der Internetkommunikation erleichtern. Der Einsatz solcher, unter Umständen sehr eingriffsintensiven Kontrolltechniken setzt voraus, dass sich der parlamentarisch legitimierte Gesetzgeber über die damit verbundenen Einschnitte in die Freiheitsrechte seiner Bürger umfänglich im Klaren ist und ihre Verhältnismäßigkeit gründlich abwägt.

    Zusammenfassung:
    http://www.mpicc.de/shared/data/pdf/sperrverfuegungen.pdf

    Zensur... gleich jeglicher Art.
    Vor allem Nachrichten, künstlerische Äußerungen und Meinungsäußerungen sind Gegenstände der Zensur. Sie dient dem Ziel, das Geistesleben in religiöser, sittlicher oder politischer Hinsicht zu kontrollieren. Diese Kontrolle wird mit der Notwendigkeit begründet, zur Eigendefensive unfähige oder unwillige Gesellschaftsgruppen vor der schädlichen Wirkung solcher Inhalte zu schützen.
    Sowohl von Seiten der von Zensur Betroffenen als auch in wissenschaftlichen Untersuchungen wurde und wird jedoch der Vorwurf erhoben, der wahre Beweggrund der Zensuraktivität läge im Schutz und Machterhalt der sie ausübenden Eliten.

    [video=youtube;cSm3k52K3wI]http://www.youtube.com/watch?v=cSm3k52K3wI&feature=related[/video]
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.01.12
  17. eanes

    eanes Gast

    Ich finds halt nicht so dolle, wenn unter dem Vorwand des Urheberrechts, welches in dieser Gesellschaftsordnung ja einen wichtigen Pfeiler darstellt, Zensur und Überwachung des Internets durchgesetzt wird. Das ist doch die viel größere Gefahr . Oder ?
    Insofern ist die Diskussion um das "Eigentum" im Netz, eine gute Ablenkung davon.
     
  18. Diese Themenvermischung fand doch dadurch statt, dass der Threadersteller den Fall "Megaupload" auf einmal auf eine Stufe mit Zensur im Internet stellte. Aber gut, außer STRG+C und STRG+V kann er ja auch kaum was, in so fern passte es...
     
  19. Richtig !!!
    Beispiele dafür gibt es zur genüge auch wenn diese mit STRG+C und STRG+V kommen...
     
  20. Weshalb Du diese Ablenkung dann selbst erst mal vorgenommen hast? :D

    Oh man...Zeit, den Flieger zu erwischen...
     

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